Serienreif

Serienreif

Der STANDARD-Podcast über Serien und alles, was dazugehört

Wie neurotisch ist "House of the Dragon"?

Wie neurotisch ist "House of the Dragon"?

Rhaenyra gegen Alicent, Aemond gegen Daemon, Ser Cristen Cole gegen Otto Hightower und Aegon gegen alle: House of the Dragon setzt auch in der zweiten Staffel auf das bewährte Motto "Jeder und jede gegen jeden." Der Psychotherapeut, Psychoanalytiker Timo Storck erklärt in dieser Serienreif-Folge, welche Mitspieler aus House of the Dragon dringend auf die Couch gehören und warum es so viel Spaß macht, die Serie zu schauen.

Von True Detective bis The Regime - Tops und Flops des ersten Halbjahres

Das Serienjahr startete nicht schlecht. Es gab zwar kaum neue Hype-Produktionen, dafür viele sehnlichst erwartete Fortsetzungen bestehender Serien. Vor allem Kimi-Geschichten stehen hoch im Kurs für die Serienfans aus der Standard-Redaktion: True Detective, Ripley, The Gentelmen zum Beispiel. Warum die gut sind, welche Enttäuschungen und Überraschungen das erste Halbjahr brachte und worauf man sich 2024 auf Streamingplattformen und im TV sonst noch freuen darf, besprechen Doris Priesching und Michael Steingruber mit Nana Siebert, Daniela Rom, Julia Sica und Michael Hausenblas. Auch Hauptdarsteller Daniel Brühl kommt zu Wort.

Fehlbesetzung oder gute Wahl? Daniel Bruhl in "Becoming Karl Lagerfeld"

Paris in den Siebziger-Jahren. Karl Lagerfeld versucht sich in der Modeszene einen Namen zu machen, heuert bei Chloé an und schielt stehts auf die florierende Karriere seines Konkurrenten Yves Saint Laurent. Im Vordergrund der Serie "Becoming Karl Lagerfeld" auf Disney+ steht aber die wechselhafte Liebesbeziehung des Modedesigners mit Jacques de Bascher. Was dieses ausmachte, welche Rolle das Kostüm in der Serie spielt und wie gelungen die Besetzung ist, besprechen Doris Priesching und Michael Steingruber mit STANDARD-Moderedakteurin Anne Feldkamp. Auch Hauptdarsteller Daniel Brühl kommt zu Wort.

Guilty Pleasure oder schnöder Eskapismus? Reden wir über "Bridgerton"

Nach der enttäuschenden zweiten Staffel machen die neuen Folgen der Romantikserie Bridgerton einiges wieder gut. Penelope Featherington und Colin Bridgerton treiben mit zügiger Leidenschaft in den Hafen der Ehe, bei Francesca Bridgerton stehen die Anwärter Schlange, sogar Lady Violet hat einen Verehrer.

Alles in Bridgerton unterliegt dem Heilsversprechen zumeist heterosexueller Zweisamkeit, drückt neokonservative Bedürfnisse aus und vermittelt zum Teil fragwürdige gesellschaftliche Werte, erklärt Filmwissenschafterin Leonie Kapfer. Warum gefällt uns das dann trotzdem so gut? Doris Priesching und Michael Steingruber fragen nach! Hören Sie die neueste Folge von "Serienreif" und verkürzen Sie sich so die Wartezeit auf die weiteren vier Folgen ab 13. Juni.

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Nie mehr Reality-TV für Anna Strigl?

Lodernde Flammen, schwindelerregende Höhen und wilde Natur - die Dating Show "Anna liebt Abenteuer begleitet Influencerin Anna Strigl auf vier abenteuerliche Dates mit Followern. In diesen Extremsituationen hat sie einiges über die Teilnehmer und Teilnehmerinnen und auch auch hinter den Kulissen so manch unangenehme Tatsache erfahren. Welche das waren, warum die Dating-Show ihr letzter Ausflug ins Reality-TV sein soll und was sie dazu bewegte, sich im Nahost-Konflikt politisch zu äußern, erzählt Anna Strigl im Gespräch mit Doris Priesching und Michael Steingruber.

Escaping Twinflames oder Waco - Warum Serien über Sekten boomen

Ob dokumentarisch oder fiktional, es gibt unzählige Serien über Sekten. Aber nicht alle sind gut gemacht. Welche Formate erzählen wahre Begebenheiten differenziert und verständlich nach, welcher fiktiver Stoff ist unterhaltsam, lehrreich oder einfach nur albern, und darf man sich in Serien über das ernste Thema Sekten auch lustig machen? Diese und andere Fragen beantwortet Psychologin Ulrike Schiesser von der Bundesstelle für Sektenfragen im Gespräch mit Doris Priesching und Michael Steingruber.

Von "Sopranos" bis "Crooks": Welche Gangsterserien man gesehen haben muss

Sie handeln mit Drogen, schmuggeln, stehlen, morden und faszinieren ihr Publikum. Spätestens seit "The Sopranos" haben Gangster enorm an Beliebtheit gewonnen. Wahrscheinlich hat kein anderes Genre so seine Möglichkeiten ausgespielt - von Spannung, Humor bis Fantasy ist alles dabei. Der Filmwissenschafter Rayd Khouloki sieht im Typus Gangster den "Volkshelden" - selbstlos und gerecht wie Robin Hood, aber auch gierig und egoistisch wie Donald Trump. Einen Volkshelden entdeckt Khouloki auch in Marvin Krens Serie "Crooks", die aktuell auf Netflix abrufbar und für Doris Priesching und Michael Steingruber ein willkommener Anlass für ein "Best of"-Gangsterserien ist.

Warum man Castingshows besser verliert: Andi Knoll über "Die große Chance"

Nach zehn Jahren ist "Die große Chance" ins Hauptabendprogramm zurückgekehrt. Bei der ORF-Castingshow winken 50.000 Euro Preisgeld für die beste Gesangs- oder Tanzleistung. Aber wer kommt überhaupt ins Fernsehen? Ist die Zeit der Bösewichte in der Jury vorbei? Welche Kandidatinnen oder Kandidaten haben das Zeug zu gewinnen? Und wie ist es um die Einschaltquoten bestellt? Diese und andere Fragen rund um das Erfolgsformat beantwortet Moderator Andi Knoll im "Serienreif"-Podcast mit Doris Priesching und Michael Steingruber.

Warum ist "Nachts im Paradies" so brutal, Jürgen Vogel?

Eines ist sicher: Zwei rechte Hände zu haben ist besser als zwei sprichwörtlich linke. Für viele Tätigkeiten ist es äußerst hilfreich, zwei gleichermaßen geschickten Händen vertrauen zu können – im Handwerk, bei Kunst oder auch bei sportlichen Aktivitäten kann Beidhändigkeit da ein Riesenvorteil sein. Weniger als ein Prozent aller Menschen sind "wirklich" beidhändig, bevorzugen also keine ihrer Hände kategorisch. Einst gab es Bewegungen, die das Streben nach Beidhändigkeit propagierten, von diesen ist nicht mehr viel übrig geblieben. Laut einem der führenden Forscher auf diesem Gebiet könnte das auch gut so sein – er hat nämlich nachgewiesen, dass beidhändige Kinder bei vielen Tests unterdurchschnittlich abschneiden. Was das für Erwachsene bedeutet und was masturbierende Eichhörnchen mit all dem zu tun haben, hört ihr in der neuen Folge von "Besser leben".

Wie viel von Putin und FPÖ stecken in "The Regime", Peter Filzmaier?

Grundsätzlich war "The Regime" für Peter Filzmaier bisher "zach" – um nicht zu sagen "urzach". Die HBO-Serie, zu sehen derzeit auf Sky, konnte zumindest in den ersten Folgen die hohen Erwartungen nicht einlösen. Zum "Serienreif"-Realitycheck über "The Regime" mit Kate Winslet kam der Politikwissenschafter trotzdem, und wie immer wenn Peter Filzmaier erst einmal loslegt, ist er kaum zu bremsen. Bei Doris Priesching und Michael Steingruber zieht er Parallelen zur Machtgeilheit Wladimir Putins, zur Grausamkeit afrikanischer Diktatoren und zur Buberlpartei Jörg Haiders. Ausnahmsweise das Fazit vorweg: So schlecht ist "The Regime" vielleicht gar nicht.