Serienreif

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Der STANDARD-Podcast über Serien und alles, was dazugehört

Mit diesen Serien schaffen wir den Herbst

Mit diesen Serien schaffen wir den Herbst

Serienreif ist dieses Mal wieder besonders vorausschauend: Anya Antonius und Doris Priesching werfen einen Blick in die Zukunft und besprechen die kommenden Highlight-Serien der nächsten Monate. Das Bandbreite ist riesig – Apple TV+ lässt es mit derSerienfassung von Isaac Asimovs "Foundation" richtig krachen, auf HBO spielt sich ein Ehedrama nach Ingmar Bergmans "Szenen einer Ehe" ab, das Dokutainment-Highlight des Herbsts ist die neue Staffel der "American Crime Story: Impeachment" über die Clinton-Lewinsky-Affäre und "Sex Education" startet zum dritten Mal durch. Dystopie, Romantik, Drama Comedy und knallhartes Politentertainment – alles ist vertreten. Wo es lohnt, genauer hinzuschauen, erfahren Sie wie immer bei Serienreif.

Die große Rechtslüge in "Game of Thrones"

Zu "Game of Thrones" kam Anna Gamper auf sehr herkömmlichem Weg: beim Zappen. Je länger sie zusah, umso mehr zog sie die vielschichtige Inszenierung von George R. R. Martins Fantasyromanen in ihren Bann. Nicht zuletzt, weil sie spannende Aspekte für die Staatslehre entdeckte – und das ist das Fach der Verfassungs- und Verwaltungsjuristin und Rechtsprofessorin an der Universität Innsbruck. Die rechtsstaatliche Beschaffenheit der Königslande bringt sie jetzt als Anschauungsmaterial in ihre Vorlesungen. Die Vielschichtigkeit der Serie inspirierte sie und ihren Institutskollegen Thomas Müller zu einer virtuellen Tagung. Am 12. Mai konnten Wissbegierige und Serienbegeisterte Vorträgen über Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Sprach- und Literaturwissenschaft bis zu Theologie und Psychologie im Zusammenhang mit der Serie lauschen. Für Doris Priesching ein perfekter Anlass, die Verfassungsjuristin zum Expertengespräch zu bitten und zu fragen: Welche Aussichten auf demokratische Verhältnisse haben die Menschen aus Westeros & Co?

Die perfekten Wohlfühl-Serien für den Sommer

Es gibt so Tage, da will man nichts Neues, da will man sich abends nicht mehr anstrengen, sondern einfach nur den Kopf abschalten. Für solche Tage gibt es Wohlfühlserien. Serien, die man gefühlt schon 50 Mal gesehen hat, die man teilweise mitsprechen kann und die einem trotzdem immer wieder ein wohliges Gefühl im Bauch verbreiten. Thorben Pollerhof hat in der Redaktion nachgefragt, welche Serien das sind. Und ist auf die ein oder andere Überraschung gestoßen.

Ewig leben wie in "Code 404": Wollen wir das wirklich?

Sich mit KI einen Avatar bauen, der denkt, spricht und aussieht wie der tote Freund? Im Fall der britischen Cop-Buddy-Comedy geht dabei einiges schief. Daniel Mays und Stephen Graham machen sich in der britischen Serie "Code 404" von Sky zu einem gruseligen Thema lustig, nämlich der Frage, ob ewiges Leben dank künstlicher Intelligenz möglich ist. Doris Priesching und Thorben Pollerhof fragen bei Philip Pramer, dem Zukunftsexperten im STANDARD nach.

David Schalko erklärt seine Serie "Ich und die Anderen"

"Oh Gott", antwortet David Schalko auf die erste Frage im Serienreif-Podcast, worum es in "Ich und die Anderen" geht. Das sei gar nicht so einfach zu erklären, sagt der Autor und Regisseur der Serie, die am 29. Juli bei Sky startet. Schalko schickt seine Hauptfigur Tristan auf einen faszinierenden Selbstfindungstrip, der allerlei überraschende Situationen und Begegnungen beinhaltet und alles ist, nur keine klassische Serie. Hören Sie, wie David Schalko "Ich und die Anderen" entwickelt hat, warum Tom Schilling die Idealbesetzung war, warum er beim Drehen von Serien sehr oft viel streiten muss, warum ihm manche schlechte Kritik lieber ist, als eine gute und wie weit das Satireprojekt mit Jan Böhmermann zum Ibiza-Video schon gediehen ist.

"Loki": Schabernack-Schwachsinn oder Show-Schmankerl?

Vom beliebten Bösewicht zum heißgeliebten Antihelden – so könnte man die Geschichte Lokis im Marvel Cinematic Universe zusammenfassen. In seiner gerade gestarteten Disney-Plus-Serie Loki läuft aber einiges anders. Was genau? Das wollen wir in diesem Text noch nicht verraten. Nur so viel: selten war Selbstreflexion schöner anzuschauen. Welche Comics gibt es zu der Serie? Warum ist Tom Hiddleston für die Rolle so wichtig? Und was verrät uns im Nachhinein der zweite Ant-Man-Film über die potenzielle Zukunft des MCU? STANDARD-Redakteur Thorben Pollerhof fragt, Shock2-Redakteur Michael Furtenbach antwortet. Darüber hinaus gibt es noch einen kurzen Abstecher zu WandaVision und The Falcon and the Winter Soldier.

Sündige Kirche: Wie wahr ist "Greenleaf"?

Progressiv in Fragen der Rasse, erzkonservativ in allen anderen gesellschaftspolitischen Belangen? In der Serie "Greenleaf" geht es um Mitglieder einer schwarzen Freikirche, die sich nach außen hin streng moralisch gibt, in deren Hintergrund es sich allerdings grausam abspielt. Bildet die Serie die Realität in den USA ab? Welchen Stellenwert haben diese Kirchen in der Bevölkerung? Finden tatsächlich sogenannte Konversionstherapien statt, mit denen Homosexuelle "umprogrammiert" werden sollen? Ist Kirche in den USA "Big Business"? Und gibt es solche kirchlichen Verbindungen auch in Österreich? Die stellvertretende Chefredakteurin des STANDARD, Petra Stuiber, befragt den katholischen Pfarrer Gregor Jansen über das Phänomen der Freikirchen – innerhalb und außerhalb der Serie.

Genialer Trash: Wieso Reality-TV so erfolgreich ist

Die wenigsten geben es zu, die meisten schauen es. Reality TV ist seit einigen Jahren eine feste Größe im Fernsehen und bei On-Demand-Anbietern. Love Island, Das Dschungelcamp, Promis unter Palmen – die Liste ist nahezu endlos. Wir haben mit Trash-TV-Expertin und stellvertretenden Chefredakteurin des STANDARD, Nana Siebert, über das Phänomen und die verschiedenen Formate geredet und auch einen Blick hinter die Kulissen geworfen. Eine Folge, die ganz und gar nicht trashig ist, natürlich wie immer mit Doris Priesching und Thorben Pollerhof.

Sex, OPs, Corona: Wie realistisch ist "Grey's Anatomy"?

Wir haben schon viel gesehen bei "Grey's Anatomy" – Flugzeugabsturz, Amoklauf, Giftwolken – aber das gab's noch nie: In der 17. Staffel ist das Grey Sloan Memorial Hospital Covid-Spital. Die Pandemie hat voll eingeschlagen. Die Ärzte kämpfen nicht nur um das Leben ihrer Patienten, sondern um ihr eigenes. Gleichzeitig passiert Normalität: Covid und aktives Liebeswerben schließen einander trotz überfüllter Intensivstationen nicht aus. Welches Trauma hinterlässt die Pandemie bei den Ärzten aus "Grey's Anatomy"? Wer braucht rasch psychische Hilfe, um schwere Folgen zu vermeiden? Wie können die Macherinnen und Macher der Serie diese Geschehnisse noch toppen? Und: Was hat das alles mit "Bridgerton" zu tun? Doris Priesching und Thorben Pollerhof befragen dazu die Expertin Romy Stefan, stationsleitende Oberärztin der psychiatrischen Abteilung am Klinikum Floridsdorf.

"Shadow and Bone": Fantasy, Heist-Movie und eine Ziege

"Game of Thrones" und "The Witcher" haben gezeigt: Fantasy funktioniert auch in der breiten Masse. Netflix setzt seine Pferde nun auf die Adaption der Grisha-Trilogie von Leigh Bardugo. Magie, Romanzen, Intrigen – auf den ersten Blick ist für jeden etwas dabei, doch es gibt auch Knackpunkte in der fantastischen Serienwelt von "Shadow and Bone". Was die Serie besser als die Bücher macht, wieviel Schilling ein Kruger wäre und warum es keine Schande ist, Jugend-Literatur cool zu finden – Ana Grujić, Expertin für die Grisha-Bücher und Newsdesk-Redakteurin beim STANDARD im Kreuzverhör von Doris Priesching und Thorben Pollerhof.