Der STANDARD-Podcast über Serien und alles, was dazugehört
00:00:06: Doris, wann kommt denn dein Leben
00:00:08: auf die große Leinwand?
00:00:09: Ich such noch nach der geeigneten Hauptdarstellerin.
00:00:12: Aber meine Wunschbesetzung Ursula Strauß hat nie Zeit!
00:00:16: Wie schaut's bei dir aus
00:00:17: Valérie?
00:00:18: Also ich sehe mein Leben eher als
00:00:19: Doku und finde mein Leben richtig großartig mit wahnsinnig
00:00:25: vielen tollen Ereignissen, die eigentlich extrem gut in einem Film passen würden.
00:00:31: aber ich bin so ganz nicht unphotogen Und deswegen würde ich eher meine Memoen schreiben, die vielleicht ein Titel tragen würden.
00:00:38: Die unglaublichen Erlebnisse der allerletzten Filmkritikerin bevor die Printmedien eingingen
00:00:45: oder... Ist gekauft?
00:00:46: Ja!
00:00:47: Ich bin Doris Priching.
00:00:48: Ich bin Valeridier und wir sprechen heute in der siebten Folge der Film Edition über Kinodokumentarfilme, die sich Künstlerinnen Schriftstiller
00:00:57: erinnern
00:00:58: und anderen kreativen Personen des öffentlichen Lebens annehmen.
00:01:03: Anders ist der diese Woche in den Kinos gestartete Dokumentarfilm Nöstlinger sowieso und überhaupt über die legendäre Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger.
00:01:14: Als Kellerin an meiner Seite steht mir wie immer meine Kollegin Doris Priching.
00:01:19: Hallo!
00:01:20: Und heute ein ganz tolles Darbesuch, die Schauspielerin Ursula Strauss, die in der Doku in zwei Szenen die Nöstlingen verkörpert.
00:01:29: Freut uns das du Zeit gefunden hast.
00:01:31: Danke
00:01:31: euch für die Einladung
00:01:32: Und ich kann dich ja nachher doch fragen, ob du mein Leben darstellen würdest wollen.
00:01:37: Sofort!
00:01:38: Ich habe auch schon einmal die same Frisur gehabt wie du.
00:01:41: Das ging halt ganz schnell.
00:01:42: Aber du hast ja nie Zeit?
00:01:44: Ich hab nie Zeit... naja, oh ja dafür finde ich die Zeit.
00:01:47: Sehr gut wir haben einen Plan.
00:01:49: Das ist
00:01:49: super.
00:01:49: Herlich, herli
00:01:51: Die aufgelegte Ausgangsfrage ist Ursula Andores.
00:01:54: Was bedeutet euch denn die Nestlinger?
00:01:57: Also mir bedeutet sie.
00:02:00: Ich weiß gar nicht, wie ich das sagen soll.
00:02:01: Sie ist wie eine Begleiterin eigentlich, wie eine Freundin ohne sie zu kennen oder so eine mütterliche Freundin, ohne dass ich sie wirklich jemals richtig kennengelernt habe.
00:02:10: aber ich finde sie so eine beeindruckende und unglaublich starke, gescheite und effiziente Frau die es immer wieder geschafft hat oder durch ihre Literatur oder ihren Umgang mit dem geschriebenen Wort Die höchst komplexesten Inhalte eindampft und so aufs Wesentliche in der Sprache festhält, dass es einfach für jeden verständlich ist.
00:02:38: Und das finde ich eine ganz große Kunst!
00:02:41: Das hat mich immer schon berührt und natürlich haben mich ihre Kinderbücher begleitet und haben mir damals schon gezeigt, dass man anders sein darf, dass anders sein cool ist, dass er seinen Stärke machen kann – und ich mochte immer schon Ihre schräge
00:02:57: Fantasie.".
00:02:59: Als Erwachsene habe ich es anders kennengelernt dann durch ihre andere Art von Literatur und das feiere ich extrem.
00:03:05: Also, als Kind war sie mir nicht wichtig.
00:03:09: Das muss ich ganz ehrlich sagen.
00:03:10: also ich hab irgendwie als Kind einen anderen Geschmack gehabt was Kinderbuch-Literatur betrifft.
00:03:18: Ich war nämlich total fünf Freunde auf der Schiene, ein Extremabenteuer Und eigentlich genau das, was Sie gesagt, was sie nicht so hochgeschätzt hat.
00:03:28: Sie hat ja tatsächlich von den fünf Freunden wortwörtlich gesagt, das ist für sie Trivial Literatur und eigentlich also wirklich Schund.
00:03:37: Und es war aber meine Welt irgendwo.
00:03:39: Ich habe schon versucht ein, zwei Bücher zu lesen von ihr – und es gelang mir irgendwie nicht!
00:03:45: Ich wollte diese Art von Realität überhaupt nicht.
00:03:49: Später hat sich es dann geändert und das hat tatsächlich auch mit dir zu tun, liebe Ursula.
00:03:55: Weil niemand anderer die Gedichte so interpretiert wie du das machst.
00:04:01: Da bin ich ja wirklich weinend davor gesessen und habe das gehört.
00:04:07: Und so habe ich sie neu kennengelernt.
00:04:10: Natürlich kann man nicht umhin ihre Kolumnen damals noch, das war in der ganzen Woche und täglich alles.
00:04:17: Da können wir vielleicht noch reden darüber zu lesen wo sie sicher eine total wichtige Stimme war für Hausfrauen aber auch für Frauen.
00:04:25: Sie war eine Feministin in einer Zeit des geraden und direkten Feminismus ja der echt noch total schnörkellos wo man sie wirklich auch anhalten konnte und sie hat das dargestellt wie keine andere.
00:04:38: Also für mich hatte die Kristine Nöstlinger eher als erwachsene eine Bedeutung gehabt, also als Kind.
00:04:44: Wie war es bei dir Waleri?
00:04:46: Ja ich meine... Ich komme aus Deutschland.
00:04:48: Sie wurde ja in Deutschland verlegt.
00:04:50: Wir haben ein Doktor erfahren und ich muss aber sagen, ich bin die Generation Harry Potter.
00:04:57: Ich bin die Generation der jetzt zum Nachgang ... um den Dranky-Warning anders betrachtet.
00:05:06: Aber ich habe mich gerne in die Antike hineingelesen, ins alte Rom, ins Alte Ägypten oder Fantasy Literatur gelesen und es hätte sie bestimmt auch abgelehnt.
00:05:16: aber ich hatte zwei Bücher von mir... Ich hatte die
00:05:19: Feuerrote Friderique?
00:05:20: Genau!
00:05:21: Die hatte
00:05:21: ich auf Elektrostrot, Knallrot, Feuerrot natürlich.
00:05:27: Die hatte sich und die habe ich auch echt gern gelesen Und ich hatte die Sackmeiers, glaube ich.
00:05:32: Gretchen-Sackmeier?
00:05:34: Ja genau.
00:05:34: Was
00:05:34: siehst du?
00:05:35: das kenne ich gar nicht!
00:05:36: Es kommt auch in der Doku vor und es geht dann um zwei Mädels deren Mutter sich emanzipiert.
00:05:41: also die ganze Familie ist sehr übergewichtig und die Mutter fängt an irgendwie anders zu kochen und sich vegetarisch ernähren wird dann schlank und emanzepiert und lässt aber den Vater auf der Strecke.
00:05:56: Ja, das war auf jeden Fall interessant.
00:05:57: Aber ich war als Kind einfach keine Realistin so.
00:06:01: Aber das eine schließt ja für mich das andere überhaupt nicht aus.
00:06:04: Ich mochte auch die fünf Freunde und mochte Fantasie und mochte auch Christine Neustlinger.
00:06:11: Was hast du nicht gemacht?
00:06:13: Naja... Ich mag das ausschließen nicht so gerne.
00:06:18: Ich mag auch nicht gerne, wenn man mich nach meiner Lieblingsfarbe fragt weil ich finde alle Farben schön und so.
00:06:22: Ja die Christine Nöstlinger hat glaube ich die Vielfalt schon auch gefeiert aber auf eine andere Art.
00:06:27: Das stimmt.
00:06:27: Literarisch war sie glaube ich sehr streng.
00:06:30: So, weil sie sehr ihren eigenen Weg verfolgt hat, aber ansonsten hat sie die VielFalt gefeert.
00:06:34: Ich möchte gerne erwähnen die Rede vom Nationalrat, die mich wirklich beeindruckt hat in den Kopf kommt, wo ich mir damals schon gedacht habe.
00:06:44: Diese Frau, wie eine Heldin ist man die da vorgekommen?
00:06:48: Jetzt
00:06:48: musst du erklären um welche Rede es dich dabei handelt.
00:06:51: Naja, die hatte ja eine Rede gehalten vom Nationalrat über die Gefahr dass der Rechtsextremismus wieder stärker in der Politik wahrnehmbar ist und das Bildung zu kurz kommt.
00:07:05: und es war wirklich eine Rede die so alles umfasst hat, ich weiß gar nicht wann war das.
00:07:10: Ich bin so schlecht, muss die anderen zahlen leider Gottes aber es war wirklich in eine Zeit hinein in der plötzlich irgendwie so... Es wieder so salonfähig wurde gegen andere zu sein und so.
00:07:20: also es war unangenehmer, das Klima wurde unangener und dann hat sie sich da hingestellt und an eine Rede gehalten, die so treffend war und so weit weg auch von irgendeiner Überheblichkeit oder Arroganz.
00:07:32: Das war zu ihrem achtzigsten Geburtstag vor zehn Jahren.
00:07:36: Genau, ich bin so schlecht mit Jahreszahlen.
00:07:37: Es ist wirklich schrecklich.
00:07:39: Aber
00:07:39: das war so beeindruckend weil sie auch davor gegeben haben, aber sie ja noch eine war die das erlebt hat und das hat mich sehr ins Markt getroffen und hat mir extrem beeindruckt.
00:07:48: Oh, dabei sagt sich auch eine Doku Sie können auch die Heider Wähler und Wählerinnen gut verstehen und kann auch gut mit dem plaudern.
00:07:57: Ja es ist auch interessant dass sie dann doch so stark Stellung bezogen hat obwohl das eigentlich auch das andere nicht ausschließt.
00:08:04: Ursula, du spierst die Nöstlinger zweimal in der Doku.
00:08:08: Rauchend von der Schreibmaschine sitzen?
00:08:10: Wahnsinn!
00:08:10: Ich war so krank und musste so viel rauchen.
00:08:13: Mir kam ein bisschen vor euch... Da sitzt keine Raucherin.
00:08:22: Es ist mir wirklich sehr schwer gefallen weil ich ganz stark verkühlt war
00:08:26: Und
00:08:26: parallel auch Theaterproben hatte wo ich viel singen musste.
00:08:33: Aber es war halt so, du kannst nicht dran vorbei.
00:08:36: Ich kann schon rauchen aber zu dem Zeitpunkt ist es mir einfach schwergefallen und das war viel!
00:08:41: Es war ein langer Tag und es waren viele Zigaretten.
00:08:45: In diesem Dokumentarfilm sind zwei Szenen und die sind ein bisschen überraschend muss man sagen.
00:08:53: War das so geplant dass da nur zwei Scenen bleiben oder Sinn?
00:08:57: Das
00:08:57: kann ich.
00:08:57: Da bin nicht die falsche, das zu beantworten.
00:08:59: Das muss man mit der Regisseurin besprechen, das war sie gar nicht.
00:09:03: Also ich kann berichten wir haben sehr viel Spaß miteinander gehabt, haben einen Tag zur Verfügung gehabt um zu drehen und da wurden ein paar verschiedene Szenen gedreht.
00:09:12: und was dann dem Schnitt zum?
00:09:13: Ich gestehe hier auch offiziell dass ich ihn noch nicht gesehen habe weil ich bei der Premiere arbeiten musste und deshalb kann ich das gar nicht beurteilen.
00:09:24: Um kurz einzuhaken eine Szene ist dabei wo du quasi von ihrer Abtreibung sprichst, in der dritten Person aber.
00:09:34: Also sie selbst spricht von ihrer abtreibenden Textgeschrieb.
00:09:39: Wie war das für dich?
00:09:42: Wie war es für mich krass?
00:09:43: Weil für mich war ja sowieso dadurch dass sie mich irgendwie so begleitet was ich niemals zu hoffen gewagt habe weil ich sie eben so toll finde als Person und als Frau und als Literatin war das schon eine Ehre, dass ich ausgewählt wurde sie zu verkörpern.
00:10:01: Und die Szene ist ja krass!
00:10:04: Ich meine, ich bin hier eine Frau und kann keine Kinder kriegen und habe deshalb die Erfahrung nicht machen dürfen schwanger zu sein oder darüber nachzudenken wie man mit dem ganzen Umstand, dass sich der Körper so verändert und dass ein Kind auf den Weg ist umzugehen.
00:10:20: damit hab' ich mich noch nicht beschäftigen müssen oder dürfen muss man in diesem Fall sagen Es ist heftig, weil eine Abtreibung zu vollziehen als
00:10:33: Frau
00:10:34: oder vollziehen zu müssen ja wie ich mir vorstelle niemals ein Spaß ist.
00:10:40: und trotzdem muss man die freie Entscheidung haben es tun zu dürfen.
00:10:43: aus feministischer Sicht.
00:10:45: Was hast du dir vorher überlegt bevor du diese Figur in diese Figuren reingegangen bist?
00:10:52: Ich habe halt viel, dadurch für mich ist es schwingt immer die Literatur mit.
00:10:55: Dadurch dass ich ja seit vielen, vielen Jahren gemeinsam mit dem Christian Dohlezahl diese Lesung mache... Wir haben ein Stück gespielt im Rabenhof über die ganz oberen Leit.
00:11:06: Ich fühle mich dieser Frau sehr nah durch die Art wie sie geschrieben hat oder dadurch das sich so viele Geschichten von ihr immer wieder lesen der Ritschi und ich oder eine Frau gibt an, das sind für mich Das sind so, wo sie gerade wenn sie über Frauen schreibt und deren Schicksale.
00:11:23: Ich fühle mich ihr sehr nahe.
00:11:25: also ich musste jetzt nicht viel überlegen weil ich mit ihrer Sprache so verbunden bin und dadurch fühle ich mich auch ihr verbunden sowie Kunstheit oder Literatur oder alles was künstlerischer passiert eine Verbindung herstellt.
00:11:38: Es sind ja immer so Fäden die sich verknüpfen.
00:11:40: wenn man weiß es nicht wenn man Garcia Marquez liest Fühlt man sich ja auch direkt mit ihm verbunden, obwohl man ihn nie treffen wird und gar nicht kennt.
00:11:49: Man würde ihn ja auch nicht verstehen weil er eine ganz andere Sprache spricht.
00:11:51: aber in der Übersetzung bin ich irgendwie wie das Gefühl A da ist jemand auf der Welt der es ganz weit weg und den verstehe.
00:11:59: Und ich fühle mich mit dem verbunden durch Kunst durch Literatur durch die Art wie er die Welt sieht und wir sie beschreibt.
00:12:05: und so ist es natürlich mit Christine Nöstlinger die mir in meiner Sprache in fast meinem Dialekt Geschichten hin Stellt wo, wo immer denkt.
00:12:13: da geht ja eine welt auf.
00:12:15: wenn du drei setze hörst hast Du die welt verstanden und das ja insofern.
00:12:20: ich hab's irgendwie.
00:12:22: Ich habe mich einfach nur gefreut dass sie das machen darf.
00:12:24: Das ist schon ihre größe jetzt wirklich auch Und so muss man auch sagen.
00:12:27: also dass sie quasi mit den mit den heider wählern entsprechen konnte?
00:12:31: Ich weiß nicht ob es nicht vielleicht die ich meine ich möchte nicht Kickel wählen oder so mich an einen Tisch setzen.
00:12:38: Also
00:12:39: ich möchte das schon eigentlich, ich finde es ganz schwierig.
00:12:41: Ganz schön
00:12:41: lustig sein.
00:12:43: Lustig!
00:12:43: Ich find's ganz elementar dass man miteinander spricht.
00:12:46: also ich finde das eine große gefährliche Geschichte sich in der eigenen Blase zu bewegen und sich nicht damit konfrontieren.
00:12:52: Ich glaube dass das Gespräch das ist was uns allen abhanden kommt und dass wir verlernen mit unseren demokratiepolitischen Tools umzugehen und das ist das Wort, das Gespräch unter sich aneinander reiben.
00:13:06: Und dass miteinander streiten!
00:13:07: Ich würde gern streiten mit den Leuten und ich hoffe, dass wir noch nicht so weit voneinander entfernt sind, dass auch gegenseitig zuhören können und eventuell auch irgendwelche Argumente verstehen können oder Ängste, Zugänge und Zustände.
00:13:23: Das ist ganz wichtig glaube ich.
00:13:25: Ich glaube das ist ganz richtig und ich finde auch das an Christine Neustlinger ganz großartig dass sie das nicht gemacht hat.
00:13:31: Politik machen die, die wir in die Politik wählen aber wir machen die Gesellschaft und wir dürfen nicht aufhören miteinander zu sprechen.
00:13:38: Das wäre ja ganz absurd!
00:13:39: Und lustig sein meint ich vorher nicht im Sinne von Häme oder sich lustig machen, sondern man kann ja auch tatsächlich eine Gaudi miteinander
00:13:46: haben.
00:13:46: Ja!
00:13:47: Als Menschen?
00:13:48: Wir sind ja alle... Die Demokratie muss aushalten können dass Leute anderer Meinung sind.
00:13:53: Das müssen wir akzeptieren können und lernen weil sonst triften wir immer weiter voneinander weg und das ist extrem gefährlich.
00:14:01: Okay, ich habe es aufgeschrieben Ich hab mitgeschrieben und merke mir das Du hast im Kinofilm Maikeverflieg auch schon ihre Mutter gespielt, mit der sie als Papa-Kind eine durchaus problematische Beziehung hatte.
00:14:16: Das schreibt sie ja auch in ihrer Autobiografie.
00:14:19: Mit der hat sie wirklich ein Thema gehabt – die kommt nicht gut weg!
00:14:24: Auch in den Erzählungen, die man jetzt in den Sendungen den letzten Tagen gehört hat, hat sie da nicht wirklich viel lobende Worte für sie über deinen Vater hingegen und hat sie vergötet.
00:14:35: Kommt ihr das bekannt vor?
00:14:37: Nein.
00:14:38: Ich liebe meine beiden Eltern und vermisse sie sehr, weil sie nicht mehr da sind.
00:14:42: Das ist... ich bin ja noch einmal in einer anderen Zeit aufgewachsen auch in einem sehr... wie soll man das sagen?
00:14:49: In einem damals dem durchaus gängigen patriarchalen Gesellschaftsbild entsprechenden Elternhaus.
00:14:55: aber meine Eltern waren einfach beide sehr cool und liebevoller Liebe und mein Vater hat eine heftige Kindheit hinter sich gehabt Und die Spuren dessen hat man noch merken können, weil er halt schon manchmal laut werden konnte und bestimmend.
00:15:12: Aber der hatte ein riesiges Herz und war sehr ... Er hatte eine Gerechtigkeit und ein großes Herz.
00:15:20: Und ein nachhaltiges Bewusstsein.
00:15:22: Meine Mama war sehr empathisch und damals auch dem Frauenbild entsprechend, eine Frau wie man heute war, Hausfrau, Mutter.
00:15:30: Sie war berufstätig anfangs aber hat es dann wegen mir aufgehört, muss ich leider gestehen weil ich nicht ausgehalten habe dass sie nicht zu Hause ist.
00:15:37: im Nachhinein tut mir das sehr laut Mama.
00:15:40: Aber Kinder sind halt leider sehr egoistisch.
00:15:43: Nein das kann ich nicht nachvollziehen die haben... Ich hab von beiden sehr viel gelernt.
00:15:47: Ich bin ihnen sehr dankbar für das, was sie mir als Werkzeuge mitgegeben haben.
00:15:51: Aber hat dir die Nöstlinger als Kind auch mal eine Orientierung gegeben?
00:15:55: Weil dieses Außenseitertum war ja das, worum es ihr ging und warum sie sich gekümmert hat...
00:16:05: Absolut weil ich habe immer Minderwertigkeitskomplexe gehabt und hab mich nie zugehörig gefühlt und immer gedacht, ich bin zu wenig von Olem und kann eigentlich gar nix.
00:16:15: Also so, ich war nicht das sicherste Kind.
00:16:18: Das hätte man jetzt nicht gemerkt weil ich mit drei Brüdern aufgewachsen bin und mich immer wehren musste.
00:16:22: also ich faked until you make it war glaube ich mein Kinder-Motto.
00:16:27: aber das ist schon natürlich wenn du merkst dass es Geschichten gibt die abholen die sich nicht so gesehen fühlen oder nicht so wohlfühlen.
00:16:36: das ist ja sehr wohltuend.
00:16:38: Ich glaube, ich habe das nie kapiert.
00:16:40: Also welche Chance da drinnen steckt wenn man es sich heute so anschaut eben halt wirklich diese Außenseiter und Außensäterinnen die da sind und wo irgendwie gesagt hat du bist okay ja?
00:16:51: Ich hab mich dann nicht gefunden.
00:16:52: Aber vielleicht hast Du Dich einfach viel sicherer gefühlt
00:16:55: und jetzt ist gar nicht gebraucht.
00:16:56: Nein, ich war ein totaler Freak.
00:16:57: So kann man's ja nichts sagen.
00:17:00: Das demnicht wahr.
00:17:01: Aber
00:17:01: fünf Freunde ist auch cool Doris.
00:17:03: Fünf Freunde gehts halt schon um Freundschaft und nicht allein sein
00:17:07: Das ist
00:17:07: schon eine Message, die man gut aushalten kann als Kind und Jugendlicher.
00:17:11: Ja ich finde ja das Außenseiter.
00:17:13: da sind es auch ein bisschen zum
00:17:16: Stereotyp
00:17:18: in der Kinderbuchliteratur geworden.
00:17:20: möglicherweise war Christine Löstlinger die U-Mutter dieser Figur Und es geht natürlich schon noch immer darum wie eine Person sich in einer Gruppe nicht wohlfühlt dann doch irgendwie hinein findet Wirklich ein, wie soll ich sagen?
00:17:38: Ein demokratisches Moment.
00:17:39: Was auch wichtig ist.
00:17:40: Absolut!
00:17:43: Weil du gesagt hast, Fake it until you make it... Die Nöstlinger kommt sehr viel in Archivaufnahmen vor im Film was extrem schönes weil sie eine tolle Präsenz hat finde ich und wirklich eine sehr lustige Art von der Kamera und frechem Blick und die Art und Weise wie sie spricht und wie sie variiert zwischen den Dialekten.
00:18:06: Habt ihr da auch schon persönliche Erfahrungen gemacht mit ihr?
00:18:12: Ich hab zwei persönlichen Erfahrungen, kann man gar nicht sagen.
00:18:15: Weil so persönlich waren sie gar nicht.
00:18:17: aber ich habe sie kennengelernt auf der Premiere im Rabenhof.
00:18:19: Da ist sie in der ersten Reihe gesessen und es war wirklich für uns sehr angsteinflößend weil wir nicht gewusst haben wie sich auf das reagiert was wir dann mit diesem Crossover-Projekt jetzt mit ihren Texten da aufführen.
00:18:30: Und wir haben uns alle geführt, weil wir wussten ja alle natürlich ein bisschen über ihr Wesen bescheid dass sie eine uneingeschränkt ehrliche und auch Frau ist sie wenig pfeiftrum, was die anderen so denken.
00:18:43: Die es sehr strikt ihren Weg geht und sehr klar und wie wir uns davor geführt hat dass ihr aufsteht und geht.
00:18:49: Und haben uns vorher so ausgemalt wie man dann reagieren und ob man überhaupt weiterspülen kann wenn irgendwie Christine Nöstlinger durch ihr Aufstehen und gehen eigentlich den Abend vernichtet.
00:19:00: Das hat sie natürlich nicht gemacht und das hätte sie wahrscheinlich auch nie gemacht,
00:19:03: weil ich... Hat sie applaudiert?
00:19:04: Sie hat applaudiert!
00:19:05: Sie war dann auch Backstage mit uns, rauchend natürlich und hat es super gefunden was uns natürlich gefreut hat.
00:19:13: aber das ist bei so einer Premiere dann sind so viele Leute und dann kommt man gar nicht dazu.
00:19:17: und der zweite war dass ich die Kritik an Mike Hefer-Flieg übermittelt bekam, der ihr auch sehr gut gefallen hat.
00:19:24: Der Film da hat sich viel mit dem Gerald Wotter zusammen gearbeitet Der hat viel recherchiert mit der Miriam Omer gemeinsam.
00:19:30: Und da war sie sehr offen und hat sehr bereitwillig irgendwie ihre Mithilfe angeboten, auch wirklich mit geholfen.
00:19:39: Danach hat sie nach der Premiere gesagt – also so streng war meine Mama nicht!
00:19:44: Sie war schon streng aber so stregen war es nicht.
00:19:46: Aber ich glaube, sie mochte den Film sehr und mochte auch was ich da gemacht habe.
00:19:50: Also die strenge Interpretation ihrer Mutter, aber sie hat eben dann gesagt, das ist gar nicht so stregn war es.
00:19:55: Also meine persönlichen Erfahrungen beschränken sich auf eine Episode in meinem Leben, die ich mit Christina Nöstlinger hatte.
00:20:04: Ich habe nämlich gemeinsam mit ihr ein Buch gemacht und dieses Buch ist das Buch Glück ist was für Augenblick, wo sie ihre Erinnerungen erzählt.
00:20:12: Und das Büro, da durfte ich mitarbeiten und beruht sozusagen auf Aufzeichnungen wie... Ich hab's zu Hause.
00:20:20: ...ich sag noch etwas dazu ja ohne Eitelkeit, aber auch gebläthert in dem Buch Also von Anfang an.
00:20:27: dieses Buch beruht auf Gesprächen, die ich mit der Christine Nöstlinger geführt habe.
00:20:31: Da war ich bei ihr in der Wohnung im zwanzigsten Bezirk und wir haben uns zusammengesetzt und sie hat mir mehr oder weniger willig, also sagen wir eher unwillig aus ihrem Leben erzählt und ich hab das aufgenommen und hab es dann transkribiert und sie hat dann daraus dieses Buch gemacht.
00:20:50: Und ich habe jetzt dieser Tage auch wieder in den Buch geblättert, und ich kann mich nicht loben weil das Buch von ihr geschrieben wurde aber ich kann insofern stolz sein als ich den Anstoß gegeben hab, weil sie hat sich jahrelang offensichtlich ... gewährt noch?
00:21:05: Ja ja, geweigert das zu machen.
00:21:08: Und wenn man von einem Buch sagen kann, man verschlingt es dann ist es mir beim Wiederlesen ein bisschen so gegangen.
00:21:15: Das ist so und weil sich halt da ihr Ton durchschlägt und weil sie das wirklich auch so gut erzählt und weil die so offen spricht auch ja.
00:21:24: also gibt's ganz viele Themen ob das jetzt eben halt von der Kindheit angefangen ist diese Geschichten kennt man aber sind halt wirklich auch sehr sehr viele gegenwärtige Themen dabei ob das jetzt eben die Haushaltsführung ist, mit der sie selber gehadert hat.
00:21:40: Die lange Weile, die sie hatte nachdem die Kinder da waren und sie nur zu Hause war aber auch ihr Berufsleben.
00:21:49: Wie es war sozusagen eine tägliche Kolumne für eine Zeitung wie täglich alles zu schreiben und was für Briefe sie dann bekommen hat.
00:21:57: Sie war ja gerade betätiglich alles, weil sie einen permanenten Shitstorm ausgesetzt haben.
00:22:03: Aber also persönliche Begegnungen Das kann ich schon sagen, dass ich bei diesen Besuchen – wie gesagt, da bin ich zwei Stunden immer gesessen dort und sie hat mich tatsächlich herzlich nicht empfangen.
00:22:19: Beim ersten Mal hat sie mich gefragt was ich trinken mag oder Wasser mit- oder ohne Kugel?
00:22:25: Ich weiß nicht mehr ob ich es mit-, oder ohne kugeln genommen habe und dann nie wieder!
00:22:32: Also ich glaube, ich bin ja so am Wecker gegangen und ich kann es auch verstehen.
00:22:36: Wenn man etwas sowas nicht will ... Und die sitzt permanent da und grinst mich deppert an... Sie hat aber dann schon gern erzählt!
00:22:45: Das muss man schon noch sagen.
00:22:46: Es hat dir schon irgendwie gefallen.
00:22:48: Aber sie hat glaube ich nicht wirklich wissen... können oder wissen wollen, sagen wir so.
00:22:53: Was am Ende draus werden soll.
00:22:55: und am Ende glaube ich hat sie mich wirklich ein bisschen gehasst.
00:22:58: das ist jetzt auch überhöht.
00:22:59: aber ich habe ja viele Arbeit gemacht glaube ich einfach in einer Phase wo sich das glaube ich auch nicht mehr wollte weil und darüber schreibt sie auch ganz offen in dem Buch und es finde ich auch so toll sie hat mit sechzig hat sie Brustkrebs gehabt und und das war eine schwere Zeit für Sie also diese Dinge, sie war gesundheitlich nicht mehr ganz so super benannt.
00:23:21: und wie gesagt also ich habe das schon auch verstanden.
00:23:25: Du hast jetzt ganz ganz viele Dinge angesprochen die ich nicht in der Doku gesehen hab muss ich dazu sagen Also man hat es schon gesehen Es gab einen kurzen Moment dass sie Brustkrebs hatte zum Beispiel Und dass sie wahnsinnig viel gearbeitet hat wird automatisiert aber dass sie auch so polarisiert hat mir ein bisschen zu kurz in der Druckrunde.
00:23:46: Jetzt frage ich mich, also ich hatte den Eindruck dass sie doch so ein bisschen sehr mit sich im Reinen auch dargestellt wird – mit sich und der Welt?
00:23:55: Und von dem was ich jetzt von euch höre entspricht das eigentlich nicht wirklich der Nöstlinger wie man sie so kannte oder?
00:24:02: Ich meine einen Dokumentationsfilm über ein Leben kann ja auch
00:24:07: niemals
00:24:08: niemals alles abdecken was man so was einen Menschen ausmacht.
00:24:13: Und vielleicht wollte man – also wie gesagt, ich kann es ja noch gar nicht beurteilen weil ich den Film noch nicht gesehen habe.
00:24:19: Aber ich könnte mir vorstellen dass man ihr so ein schönes Denkmal setzen möchte.
00:24:24: So klingt das wenn du den Film beschreibst und eher furchtsvoll sie in Ehren oder wie sagt man da ihre Ehre zuteil werden lassen will indem man weniger auf diese Dinge eingeht.
00:24:38: aber Wie gesagt, das ist eine Regieentscheidung.
00:24:41: Ich glaube, dass dem Film ein bisschen mehr Entspannungsfeld gut getan hätte.
00:24:46: Mir ist er auch ein bisschen zu huldvoll und lässt einige Dinge weg, wo ich mal denke... Das hättet diesen Gesandteindruck gar nicht geschadet, sondern hätte die Figur oder die Geschichte der Christine Nöstlinger einfach vielleicht noch etwas spannender gemacht und interessanter.
00:25:08: Diskussionen betrifft, die es halt einfach auch gibt über ihre Bücher mittlerweile.
00:25:14: Das kommt ja meiner Meinung nach gar nicht vor
00:25:17: oder?
00:25:18: Es ist generell sehr analog und wird immer viel gelesen.
00:25:24: aber zum Beispiel... Szenen in den Kindern in Schuhen sitzen und Bücher vor sich haben, aber überhaupt keine Handys oder irgendwas.
00:25:32: Also die digitale Welt kommt zum Beispiel gar nicht vor was ich ein bisschen schade fand weil jetzt z.B.
00:25:37: in den Geschichten von Franz in den Kinofilmen kommt das ja sehr wohl vor.
00:25:42: also da wurde so eine Aktualisierung auch vorgenommen mit seinem Influencer der irgendwie Einfluss nimmt auf den kleinen Franz und eben auf Körperbilder Und so weiter und sofort.
00:25:52: Also
00:25:52: ich finde die Diskussion hätte man schon aufgreifen können, weil es die gibt's ja eben halt gerade dieses Body Shaming und so weiter betrifft und das kann man ja auch führen diese Diskussionen, weil sie ja auch eingetreten ist genau dafür sich für diese Nicht-Norm-Schönheiten auch einzusetzen.
00:26:12: Und das hat sie ja auch gemacht, dass man eben Vorwürfe jetzt hat bezüglich Rassismus und so weiter und so fort.
00:26:19: Das war zu dieser Zeit anders und man hätte quasi das zumindest thematisieren können.
00:26:25: Aber
00:26:25: kannst du es dann ein bisschen ausführen?
00:26:28: Welche Vorwörfe jetzt und welche Art von Bodyshaming hast du dabei spielen?
00:26:32: Bei den Sackmayers fällt es mir jetzt automatisch ein.
00:26:36: Ja, ich meine das ist aufgelegt.
00:26:38: Das ist sozusagen die Familie, die halt da wirklich ganz genau angeführt wird und sie werden schon ein bisschen rausgestellt auch.
00:26:46: Und jetzt kann man sagen, dass es teilweise schreiend komisch ist Gängiger oder Eingängiger, dass es schreien komisch ist.
00:27:00: Dass die eben halt so ausschauen wie sie ausschauen ja.
00:27:02: aber also man könnte auch sagen Es ist nicht ganz gut gealtert und das ist die Diskussion der sich wahrscheinlich heute aussetzen müsste Oder der Sie sich aussetzen würde müssen Und die gibt's die Diskussionen und dass man das so ausblende Ich finde, da macht man ihr als Person keinen großen Dienst.
00:27:25: Und ich glaube auch nicht, dass sie das so gesehen hätte oder dass Sie – ich glaube, Sie hat auch gerne eine gute Antwort gehabt und es kommen teilweise für mich auch Protagonistinnen und Protagonisten vor die für mich überraschend plötzlich der Ich weiß zum Beispiel nicht, dass die Stefanie Sagnagel dabei ist.
00:27:48: Ja, sie kann die Gedichte gut interpretieren und hat auch eine Geschichte.
00:27:54: Das ist alles Geschmackssache!
00:27:56: Das
00:27:57: ist keine Geschmacksache, es ist Tatsache!
00:28:01: Also da bin ich ja auch zu sehr Fan girl... Also, dass ich da eine Meinung haben könnte.
00:28:07: Ich will auch nicht die Kritik zu weit fassen.
00:28:11: Es sind diese Archivaufnahmen und wie du schon gesagt hast, weil die sind einfach großartig!
00:28:16: Weil sie halt wirklich so eine trockene Scheißmanix-Art gehabt hat mit der sie die Sachen gesagt hat – und dann könnt man ewig, ewig zuhören.
00:28:25: In Wahrheit könnte man ein Film nur damit machen und braucht eigentlich...
00:28:29: Den ganzen Rest
00:28:32: nicht.
00:28:33: Ich bin da, ich verstehe das total!
00:28:35: Also... Ich habe mich über die Anfrage gefreut, aber niemand ist so cool wie Christine Nößlinger selber in einer Christine-Nößlingen-Doku.
00:28:41: Das ist ganz klar.
00:28:43: Sie ist der Star?
00:28:44: Ja.
00:28:44: Aber du bist auch ein Star im Film und
00:28:47: warst vereint.
00:28:48: Ich frage mich jetzt, weil wir auf die Kritik zu sprechen gekommen sind Was wollt ihr denn allgemein sehen in Biopics und Künstlerbiografien?
00:28:56: Also was ist euch wichtig, vielleicht fängst du an Ursula.
00:29:00: Ich glaube eh.
00:29:01: also das was die Doris gesagt hat, was ja im Fall von der Nöstlinger Doku so ist sind sicher Originalaufnahmen Und wenn es um persönlichen Erkeiten geht wo's keine Originalaufnahme gibt dann will ich gerne So gut wie möglich den historischen Background aufgearbeitet haben und freue mich aber schon auch immer über die Bebilderung dann.
00:29:23: Also ich freue mich schon, wenn ich was sehe und was so tut als wäre einfach nur um meine Fantasie anzuregen oder so.
00:29:31: aber... Ich finde ganz spannend Biopics Und ich sehe sie lieber als ich sie lese.
00:29:39: Ich lese nicht gerne Biopix das interessiert mich komischerweise nicht so.
00:29:43: da wird man schnell fahrt warum auch immer Aber ich seh sie sehr sehr gerne.
00:29:49: Also mit Biopeaks meinst du jetzt Dokus oder meinst so Spielfilme, wo Schauspieler innen?
00:29:56: Also
00:29:56: eigentlich beides.
00:29:57: Auch bei Dokus möchte ich's gerne bebildert und gespielt sehen.
00:30:01: So frei mich schon immer!
00:30:03: Ich glaube einfach auch weil es... Ja, ich weiß nicht warum das so ist weiss ich gar nicht.
00:30:08: Ich weiß nur, ich kann nur sagen ich schaue mir sehr gern an und lese es weniger gerne.
00:30:13: Du hast die Nöstlinge verkörpert in zwei Szenen.
00:30:16: aber wen würdest du Wenn ein großes Bio-Pick in Österreich oder im deutschen Raum, demnächst oder international lasst uns träumen.
00:30:27: Im Planung wäre?
00:30:28: Wien will das so spielen wollen?
00:30:30: Ganz schwierig solche Fragen an mich zu stellen weil ich bin so... Ich bin so am Theater fragt mich also wenn es um Theaterstücke geht werde ich auch immer gefragt welche Rolle möchtest du noch spielen?
00:30:42: Das ist die
00:30:43: Tollibatten.
00:30:45: Nein tollibaten genau Tollipaten?
00:30:48: Ja, aber warum denn auch nicht?
00:30:51: Sie hat einen super Fashion-Style-Klapp.
00:30:54: Ich meine das ist aufgelegt.
00:30:56: Du singst so gut wie sie!
00:30:57: Ich lass meine Blonde Perücke.
00:30:58: Du hast eine
00:30:58: Pep wie sie.
00:31:00: Blonde per Röcke, ruck zuck und schon haben wir Tollippaten.
00:31:04: Du arbeitest auch vom neun bis fünf.
00:31:06: Genau.
00:31:08: Nein länger wahrscheinlich...
00:31:10: Naja, manchmal schon.
00:31:11: Meistens schon.
00:31:12: Dreh Tage sind schon länger als bis fünf.
00:31:14: Na okay, es war ein blöder Witz von mir.
00:31:16: Tolle Paten nicht!
00:31:17: Es ist lustig, dass du mit Tolle paten kommst.
00:31:19: Der Ernstler hat letztes Achsack tolle Patten.
00:31:24: Das kann ich gar nicht fassen... Aber am Theater ist es Maria Stewart das kann ich relativ klar sagen.
00:31:34: und im Film welchen Biopic würde ich gerne spielen?
00:31:37: Da müsste du die kurz drüber noch denken.
00:31:40: So, ich bin nicht so ein schneller...
00:31:41: Wer übernehmen?
00:31:42: Wer
00:31:43: würdest du gern
00:31:44: spielen?!
00:31:46: Wow!
00:31:46: Da hab' ich jetzt auch noch...
00:31:47: Siehst du da hast Du jetzt was angefangen?
00:31:49: Noch nie darüber nachgedacht.
00:31:51: Ich glaube, ich würde gerne... vielleicht nur weil ich noch optischen Ähnlichkeiten suche und das ist vielleicht doch total...
00:31:59: Die sind überbewertet.
00:32:00: aber gut
00:32:03: Ich sag's
00:32:05: heute nicht drauf.
00:32:05: Genau, ich spiel.
00:32:07: Ich schau die Hände schon aus.
00:32:10: Die Ähnlichkeit
00:32:11: ist unvergesslich.
00:32:12: Immer kennt mich das Singers.
00:32:14: Kann ich es einfach behaupten?
00:32:16: Na, ich hätte ... Schau jetzt, fällt mir ihr Namen gar nicht ein, aber die Sängerin von ... Sie hat den Grease gespielt und Let's Get Physical gesungen.
00:32:27: Olivia Newton-John.
00:32:27: Mega!
00:32:28: Coole
00:32:28: Frau
00:32:29: Und die hat auch eine interessante Geschichte und sie ist Australierin.
00:32:33: Ich könnt dir vorstellen, mit seinem Turn-Outfit sind die
00:32:37: Schöne rüber.
00:32:38: Sie ist vor mir!
00:32:41: Es ist nur bei einer Frage der Zeit zu wir es entdecken.
00:32:47: Darfst du ja auch sagen?
00:32:52: Jane Fonda.
00:32:53: Diesen Film freu ich mich jetzt schon.
00:32:55: Ich hoffe ja, du spielst ihn dann und nicht ich, weil ich kann die ja nicht.
00:32:59: Also ich würde, wenn es möglich wäre... Aber ich spiele
00:33:02: schon deine Hauptrolle in deinem Leben!
00:33:04: Stimmt und
00:33:05: Tollipatten auch?
00:33:06: Ja aber ich mein eins nach dem anderen das geht schon, ja.
00:33:10: Das geht schon in Ordnung.
00:33:12: Mir fällt tatsächlich jetzt nichts.
00:33:14: mir fallen viele tolle Frauen ein, aber ich kann's nicht beantworten.
00:33:17: Nein, aber Maria
00:33:18: Stewart finde ich schon wirklich.
00:33:19: also wer auch für einen Film hat schon eine tolle Marias Stewart gegeben, such a runen war beispielsweise eine großartige Maria Stewart.
00:33:29: Also Königinnen finde ich schon.
00:33:31: diese Frauen in so Machtpositionen das finde ich sehr reizvoll die Geschichte geschrieben haben oder mitbestimmt haben.
00:33:38: Ich durfte ja auch schon mal Maria Theresia spielen.
00:33:40: also ich glaube Königin sind schon weil das Spannungsfeld zu groß ist zwischen so viel Macht haben so viele harte und Aage große Entscheidungen treffen zu müssen und gleichzeitig auch Mutter zu sein.
00:33:55: Und das aber nicht so leben zu können, wie man es als Frau eigentlich leben wollen würde wahrscheinlich... Auch da war Maria Theresia eine Vorreiterin, die hat ja jeden Tag mit ihren Kindern verbracht.
00:34:06: Mit ihren Sechzehn?
00:34:07: Obwohl sie sechzehntzehn Kinder haben von denen sie was in der Disney verloren hatten.
00:34:12: Also diese Kontenance und diese Stärke das eigene Gefühl so hintanzustellen und für ein Land oder für einen Volk irgendwie zu arbeiten, um seinen Körper und seinen Geist wirklich in den Dienst zu stellen.
00:34:27: Das finde ich schon sehr beeindruckend.
00:34:29: Das würde ich mir von vielen Politikern heutzutage an Politikerinnen auch wünschen.
00:34:34: Dass sie sich ein bisschen mehr über die Leute Gedanken machen und nicht über ihre Positionen.
00:34:39: Wir schweifen schon wieder ab?
00:34:40: Ja Entschuldigung!
00:34:41: Nein
00:34:42: aber was man sagen... Also was man auf jeden Fall noch erwähnen muss, wenn man Ursula Strauß sehen will.
00:34:48: Dann hat man jetzt gerade ganz viele Gelegenheiten...
00:34:52: Ja es kommt so viel zusammen jetzt gerade.
00:34:54: Erzähl
00:34:54: mal was alles kommt!
00:34:55: Naja
00:34:56: also wir haben die dritte CD, dritte Platte gemacht der Ernstl Molden und ich.
00:35:00: Nachtfegel heißt sie und wir haben eine große Freude damit.
00:35:04: Und dann haben wir Tiroler Blut ja gedreht vor voriges Jahr Im ORF, das ist eine Co-Produktion mit der ARD.
00:35:11: Das ist jetzt gerade diese Woche und letzte Woche gestartet Und wir haben das Glück dass es wirklich ein super Start war.
00:35:19: Es hat auch großen Spaß gemacht zu drehen.
00:35:20: Dann ist die Neustlinger Doku im Kino Und außerdem gibt's noch Eine Netflix Serie wo ich mitspielen darf, eine kleine Rolle Aber in dem Fall ist es gar nicht so klein Weil die Hauptfigur, sehr viel dreht sich um die wunderbare Friederike Pecht.
00:35:39: Die Serie
00:35:39: heißt die
00:35:41: Falle?
00:35:44: Ja, das ist so absurd weil man arbeitet und wie es der Zufall so will kommen alle Sachen zum gleichen Zeitpunkt raus.
00:35:52: Und
00:35:53: Wachau in Echtzeit gibt's auch noch?
00:35:54: Genau da starten wir jetzt am vierundzwanzigsten Oktober mit unserem heurigen Festival.
00:35:59: Ich
00:35:59: freu mich schon großartig.
00:36:01: Weil wir jetzt gerade im Ankündigungsmodus sind, weil die Viennale steht bevor und da gibt es glaube ich auch einiges Biopics- und Dokumentalfilmen über Persönlichkeit?
00:36:12: Ja ... Biopix gar nicht so viele beziehungsweise eher ungewöhnliche Biopicks war es ja auch klar ist bei der Viennalen, weil handgepickt von Eva San Georgi und alles sozusagen mit künstlerischem Anspruch.
00:36:29: Aber was läuft, dass zum Beispiel der Nöstlinger vielleicht am nächsten kommen würde?
00:36:34: Wäre die Doku über Wolf Biermann.
00:36:37: Auf die ich mich sehr freue, weil ich bin absurderweise mit Wolf Bierman aufgewachsen.
00:36:42: Also nicht als mein Ziehvater!
00:36:45: Ja ist mein Ziehhvater.
00:36:47: Weil Nina Hagen meine Schwester isst Neben dir.
00:36:52: Ich habe zwei liebe allerliebste Schwestern, die eine bist du und die andere ist Nina
00:36:57: Hagen.
00:36:57: Aber dann bin ich ja auch mit Nina Haken verschwestert.
00:36:59: das gefällt mir gut.
00:37:00: Genau und Wolf Biermann ist auch dein Ziefahrter.
00:37:01: Finde ich super!
00:37:03: Und deiner auch?
00:37:04: Nein, deiner nicht hast Du gesagt aber Du fühlst dich ihm auf einer anderen Weise verbunden.
00:37:09: Ist
00:37:09: auch okay.
00:37:11: Die Hälfte meiner Familie kommt aus der DDR und mein Onkel wurde dann seit mehr ausgebürgert wie er.
00:37:18: Mein Vater hatte viele Platten und ich hab viel angehört.
00:37:21: Jetzt war ich vor kurzem wieder zu Hause, habe mir die Platte angehört und renne seit Tagen mit Wolf Biermann Ohrwürmern herum.
00:37:29: Und ich finde, Wolf Bierman müsste auch als Musiker und Singer-Songwriter und als Dichter wiederentdeckt werden.
00:37:36: Nicht nur als politische Figur, der ja auch ist und er verkörpert ein ganzes Jahrhundert deutscher Geschichte wie kein anderer Derzeit lebender ist ja schon fast neunzig, muss man auch dazusagen.
00:37:48: Also selber Jahrgang wie den Nöstlinger.
00:37:51: Genau, Wolf Biermann läuft auf der Viennale und ich kann ihn auch interviewen, worauf ihm mich auch schon sehr freue.
00:37:58: Was läuft noch?
00:37:59: Es läuft natürlich an der großartige österreichisch-deutsche Film Die Blutgräfin wo Isabel Hübfer die Gräfin Elisabeth Barturi verkörpert.
00:38:10: Wobei das kein Biopic ist.
00:38:14: Das möchte ich jetzt noch mal hinzufügen.
00:38:15: Obwohl, inspiriert!
00:38:19: So ein Seit.
00:38:20: Batris besuchen Wien, Ahno... Dann natürlich die Loniest Man in Town über den Wiener Bluesmusiker L Cook der die Viernale beschließt.
00:38:29: Es gibt eine dreiteilige Doku über Borges, Boches, Borges Joche, Luis, Boches.
00:38:37: Es gibt einer zweiteiligen Doku bei Bernardo Bertolucci Und soweit als Wort.
00:38:42: Also es gibt wirklich sehr, sehr viele Künstler und Künstlerininnen und Intellektuellen Biografien auf der Viennale zu sehen die in einer Woche am zwanzigsten Oktober starten wird.
00:38:55: Yeah yeah!
00:38:57: Schaut ihr euch was an?
00:38:58: Also Bertolucci steht für mich auf der Liste ganz oben oder?
00:39:03: Ja.
00:39:03: Hast du etwas vor?
00:39:05: Die Blutgräfin natürlich.
00:39:06: Ich
00:39:07: möchte dich unbedingt sehen, weil die Ausschnitte sind sehr vielversprechend und man kriegt richtig Lust drauf den Film anzuschauen.
00:39:14: Blut Gräfin und ja beim Bertolucci bin ich auch voll dabei.
00:39:17: Dann gehen wir gemeinsam!
00:39:18: Ja das
00:39:18: wäre cool!
00:39:19: Können wir das wirklich machen?
00:39:20: Ja schauen wir.
00:39:22: Die Walerei kommt mit.
00:39:23: Die
00:39:24: Bluttgräfchen habe ich schon zweimal gesehen muss ich sagen und es ist echt eine Riesen-Gaudi.
00:39:29: also es macht total viel Spaß, die Kostüme Das war's auch schon.
00:39:37: Wie damit?
00:39:37: Serienreif der Film Edition, eine Crossover-Edition zwischen Kinderliteratur, Theater, Biopics – whatever!
00:39:46: Ich danke der DOS natürlich die wie immer eine großartig vorbereitete Co-hostin war und Ursula Strauß, die ganz tollen Impoteut gebracht hat und toll aus dem Nähkästchen auch geplappert
00:40:01: geblauert.
00:40:03: Plappern ist ein schönes Wort.
00:40:06: Und Christoph
00:40:06: Neuwirt an den Regeln!
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00:40:23: Danke und ciao!