Serienreif

Serienreif

Der STANDARD-Podcast über Serien und alles, was dazugehört

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:06: Doris, könntest du dir vorstellen in einer Sechszene mitzuspielen?

00:00:09: Kommt drauf an!

00:00:10: Äh worauf?

00:00:12: Nicht wer mein Partner oder meine Partnerin ist falls du das jetzt vermutet hättest.

00:00:16: Ja besonders Wenn ich mich gut darauf vorbereiten kann dann könnte ich es mir vorstellen.

00:00:26: Ich bin Doris Priching Und ich bin Michael Steingruber.

00:00:29: Ihr hört Serien reif dem Podcast über die kuschelige Welt der Serien.

00:00:33: Wir widmen uns in der heutigen Folge einem sehr wichtigen Thema nämlich Intimität in Filmen und Serien.

00:00:39: Das ist tatsächlich ein weites Feld und in den letzten Jahren hat sich da zum Glück einiges geändert und getan.

00:00:45: Unter anderem ist ein neues Berufsfeld entstanden, nämlich das der Intimitätsberaterin oder Intimesi-Coach Und wir haben heute einen Gast hier, der ja genau das isst.

00:00:56: Die wundervolle Aleph Irmak ist heute bei uns und beantwortet alle unsere Fragen zum Thema und wir haben viele.

00:01:03: Hallo liebe Aleph!

00:01:04: Hallo!

00:01:05: Ist schön dass ich da sein darf und vielen Dank für die Einladung.

00:01:08: Danke fürs Kommen.

00:01:10: Aleph, du bist eine mega erfolgreiche Film- und Fernsehschauspielerin.

00:01:14: man kennt dich aus.

00:01:15: womit haben wir das verdient?

00:01:17: Schnell ermittelt Copstories fällt mir ein Metzger Gremis Und bei A Better Place Das ist eine Serie die von Kanal Plus produziert worden ist mit der Maria Hofstätte die auch schon bei uns war wo man die Folge nach werden kann und bei vielen anderen Produktionen mehr dabei.

00:01:35: Irgendwann hast du dir dann ein zweites Standbein geschaffen, nämlich dass der Intimitätsberaterin.

00:01:41: wie kam es dazu?

00:01:43: Genau.

00:01:43: Ich wollte auch nochmal ganz kurz bevor wir über Intimitätskoordination sprechen unterscheiden zwischen Intimacy Coach und Beraterin sozusagen und Intimicy Coordination weil was wir hier machen ist tatsächlich zu koordinierender gehört noch einiges dazu als nur einfach Beratung.

00:02:01: Die Beratung wird tatsächlich in Partherapie oder in anderen Coachingsformaten auch nochmal sozusagen angewendet, aber beim Film und Fernsehen gehört da sehr viel mehr dazu als nur einfach die beratende Stelle.

00:02:15: Also ich möchte gerne noch nachhaken damit wir es klar machen was macht jetzt ein Intimissi Coach?

00:02:20: Und was macht eine Intimitätskoordinatorin?

00:02:24: Da können wir sehr gerne darauf eingehen, weil ich glaube, wir werden heute ausführlich darüber sprechen was eine Intimisy Koordination macht.

00:02:30: Und die Beratung und ein Coaching ist tatsächlich noch mal etwas anderes.

00:02:36: Das heißt, ich kann eine Produktionsfirma tatsächlich einfach beraten und dann bin ich ein Coach.

00:02:42: Wenn Schauspielende sich bei mir melden und sagen Ich bin ja auch Schauspielcoaching und sich sozusagen auch nochmal das formulieren, dass sie sagen ich habe eine Szene zu spielen.

00:02:51: Und da kommt Intimität vor und ich habe Schwierigkeiten damit dann kann ich beraten aber findet es nicht in einem Stadt.

00:02:58: also wenn natürlich die Beratung ist ja tatsächlich auch dabei Aber intimacy coach is was anderes als intimacy Koordination.

00:03:06: Also wenn man am Set ist, dann eher Koordinatorin oder so kann man das... Da kommt auf jeden Fall die Funktion von meiner Kommunikation dazu.

00:03:13: Das heißt ich werde, ich führe mehrere Einzelgespräche finde sehr viel heraus Ich koordiniere Proben Die Choreografie und so weiter.

00:03:21: Das sind ganz viele Tätigkeiten, die einfach als ein Glied von diesem Ganzen auch dazugehört.

00:03:27: Das ist ja ausführend!

00:03:28: Ich führe tatsächlich da was aus Und bei einem Coaching ist es tatsächlich nicht der Fall.

00:03:33: Da berate ich sozusagen nur.

00:03:35: Das kann man verwenden Indem sie.

00:03:36: Coaching kann ich hernehmen, indem mich einfach was auch immer ist und auch manchmal Produktionen die ich dann berate.

00:03:42: Aber ich mache nicht Coaching sondern ich mach tatsächlich die Koordination.

00:03:46: Die Koordination ist aus?

00:03:48: Genau!

00:03:48: Ich führe das aus.

00:03:49: Und wie bist du das geworden?

00:03:51: Wie bin ich Intimitätskoordinatorin geworden genau?

00:03:53: Du meintest auch zweite Standbein.

00:03:55: Das hat tatsächlich mit der Schauspielerei angefangen.

00:03:59: Ich habe dann irgendwann angefangen ein Schauspielt Coachings zu machen.

00:04:02: Ich hab' auch Methoden gelernt... und habe mit On-Set Coachings angefangen, wo ich einfach kleine Darstellende oder junge Darstellerinnen sozusagen am Set begleitet habe.

00:04:12: Und da hab' ich gemerkt es ist ein Feld was mich wirklich sehr interessiert.

00:04:15: Ich natürlich als Schauspielende.

00:04:17: sowas wünsche ich mir selber.

00:04:18: oder wo bin ich gerade?

00:04:20: Mit Techniken was hilft, was hilft nicht und wie begleitet man vor allem Menschen.

00:04:25: das war wirklich etwas was sich hier gebildet hat Und ich habe den Beruf schon tatsächlich durch Corneliot Wohlrak, vielleicht kennt ihr sie die erste Intimitätskoordinatorin in Österreich.

00:04:37: Durch Sui bin ich schon mal in Kontakt damit gekommen und wusste dass es diesen Beruf schon gibt und das der auch ausgeführt wird und was die Vorteile auch davon sind.

00:04:46: Als Schauspielcoaching ist mir das natürlich auch aufgefallen, dass eben Schauspillende mich darauf angesprochen haben, die mit Büchern gekommen sind oder Szenen die meinten Ich habe das Schwierigkeiten oder ich brauche etwas an die Hand, damit ich wirklich das darstellen kann.

00:04:59: Das sind Widerstände da, Ängste da je nachdem verschiedene Sachen und wie kann ich mit diesen Sachen umgehen?

00:05:05: Und ich wurde dann tatsächlich auch angefragt von dem ersten Lehrgang zur Intimitätskoordination in Deutschland.

00:05:12: Mein Name kam vor, wurde glaube ich auch empfohlen sozusagen und ich wurde angefragt ob ich Interesse hätte mich ausbilden zu lassen.

00:05:18: Das ist die Intimitätsakademie in irgendwo oder wo?

00:05:22: Nein das ist die Culture Change Hub vom Barbara Rom gegründet und sie hat eben mit der Weiterbildung angefangen mit Zertifizierungsprogrammen, hat sich dann auf die Beine gestellt hat sich dann auch ein bisschen auf die Suche gemacht nach Menschen, die es interessieren könnte.

00:05:36: Vor allem auch in der Standcoordination, Schauspielcoaches, Menschen die sich sozusagen auch in einer Branche auskennen, die das System gut kennen und die auch Bewegungsabläufe, Chographien machen

00:05:47: usw.,

00:05:48: so dass es da wirklich Fokus gibt, was mit diesem Beruf zu tun hat und dass da auch Interesse entstehen könnte.

00:05:57: In unserer Wahrnehmung gibt es Intimitätskoordinatorinnen, vor allem seit MeToo.

00:06:02: Ist das wirklich so oder hat diese Art von Coaching und Koordination eigentlich eine längere Tradition schon?

00:06:08: Es hat schon eine längre Tradition wenn man sich v.a auch die Schauspieltechniken anschaut oder Körperarbeiten anschaut, Tanzperformances anschaut Bühne vor allem auch anschaut auf der Bühnen ist es ja genauso dass die Sachen wiederholt werden die man dann sozusagen inszenierte, die man erarbeitet.

00:06:24: Es gibt auch Schauspieltechniken, die sehr embodiment also mit dem Körper auch arbeiten tatsächlich.

00:06:29: Das hat es schon immer gegeben.

00:06:31: wenn wir sogar noch weiter zurückgehen wie wir Rituale sozusagen wo die Ursprünge im Theater liegen auch so.

00:06:38: das war ja auch alles mit dem körper ganzheitlich immer schon dabei.

00:06:42: Also auch Physiologie, Psychologie wie dass alles nochmal zusammenhängt ist nicht etwas was jetzt nur durch Methodebatte kam.

00:06:49: dadurch wurde es viel sichtbarer.

00:06:52: Dadurch wurde es sichtbärer und dadurch wurde es dann tatsächlich auch viel mehr einverlangt, dass man sagt da muss sich was verändern Es war ja viel struktureller Da wurden ja tatsächlich wirklich Sachen auch sichtba wo wir gesagt haben.

00:07:04: da muss man eine Veränderung herbeiführen.

00:07:06: Dann muss ich strukturell einfach etwas verändern.

00:07:08: Und was könnte das sein?

00:07:10: Und somit waren schon einfach Tools Auch die schon da waren im Hintergrund vielmehr sozusagen auch noch mal in den Vordergrund gedrängt und auch versucht, sozusagen Innessystem mit einbauen zu lassen.

00:07:22: Und einen Departement damit auch zu schaffen.

00:07:24: Wo das jetzt so eingefordert wird?

00:07:26: Kann man sagen dein Geschäft läuft gut du kannst dich kaum vor Aufträgen erwähnen.

00:07:30: oder wie ist da jetzt die Lage?

00:07:32: Die Nachfrage ist da Die Nachfrage ist groß und es wird immer noch sozusagen diskutiert, wie der Job ankommt.

00:07:39: Wo es hilft?

00:07:39: Wo es eher hinderlich ist was sozusagen auch nochmal angepasst werden muss und wie gearbeitet wird.

00:07:45: Es gibt verschiedene Strömungen auch.

00:07:48: Ja das ist interessant also weil das ja so sagen auch ein Jobbild oder ein junges Jobbild ist dass sich vielleicht noch entwickelt.

00:07:54: wo sind denn da jetzt gerade die Entwicklungsstationen?

00:07:57: sagt man das wird vielleicht nicht von allen angenommen oder wo gibt's da Potenzial?

00:08:02: In welche Richtung findet gerade eine Entwicklung statt?

00:08:06: Die Entwicklung ist tatsächlich, dass in Deutschland schon mit den Verbänden Standards erarbeitet werden.

00:08:13: Da sind wir gerade.

00:08:14: Für mich ist die Diskussion jetzt grade nicht ob es das noch braucht oder nicht.

00:08:18: für mich ist es seine selbstverständlich, dass wir auf jeden Fall Intimitätskoordination beibehalten müssen und alles was wir nicht weglassen können ist gut sozusagen.

00:08:26: da muss man sich die Frage wirklich tatsächlich stellen Was kann man nicht mehr weglassen?

00:08:31: Was ist nicht mehr

00:08:31: wegzudenken?".

00:08:32: Und diese Arbeit hat so einen Potenzial, finde ich.

00:08:35: Der ist noch nicht ganz ausgeschöpft.

00:08:37: meiner Meinung nach und wenn wir sozusagen erst zugelassen werden als Intimitätskoordinatorinnen dass wir wirklich diesen Beruf ausüben können mit allen was dazugehört mit dem ganzen Potential das wird tatsächlich Geschichten mit verändern auf den Bildschirmen gesellschaftliche Themen miteinbringen können all diese Sachen nochmal soweit sind wir zum Teil noch nicht weil wir vielmehr Überzeugungsarbeit leisten müssen, was wir uns behaupten müssen.

00:09:02: Da gibt es natürlich unsere Vorkämpfer in den Visionen so tatsächlich Menschen wie die ersten Intimitätskoordinatorinnen, die eine unglaubliche Arbeit geleistet haben, die wahnsinnig viel Kraft aufgebracht haben auch dem entgegenzuhalten.

00:09:18: und jetzt gerade in Deutschland wurden auch drei Leute, Kolleginnen von mir tatsächlich beauftragt, auch Standards zu erarbeiten.

00:09:25: Also Tatsächlich Expertinnen werden auch von ÖVMachters mit allem was dazugehört – mit ganz vielen Themen.

00:09:31: tatsächlich werden Expertinnen dazu eingeladen, Standards zu arbeiten und auch Recherchen zu betreiben.

00:09:38: Was funktioniert?

00:09:39: Was funktioniert

00:09:39: nicht?!

00:09:40: Wie ist es international gerade?

00:09:41: Wie wird hier gearbeitet?

00:09:43: Dass man da wirklich….

00:09:45: Auch wenn das so wirkt... Es ist irgendwie stehen geblieben, sind wir jetzt gerade in den Strukturen.

00:09:50: Und das sind die Geldgeberinnen natürlich ganz wichtig.

00:09:53: Die Verantwortlichen, die tatsächlich auch die Finanzen dafür aufbringen und auch die Rahmenbedingungen hier bestimmen.

00:10:01: In welchen Produktionen müssen denn tatsächlich irgendwie ... wie wollen wir miteinander arbeiten?

00:10:06: Und das können wir nicht nur als Einzelpersonen irgendwo in einen Betrieb reingehen und irgendwas einverlangen, sondern das muss ja ganz von oben kommen.

00:10:13: Sagen wir mal oben unter Anführungszeichen, sondern die Entscheidungsträgerinnen und die Verantwortlichen meiner Meinung nach eine Verantwortung wirklich zu übernehmen, zu sagen okay da stelle ich tatsächlich Gelder auf wofür?

00:10:25: Wofür sollen sie tatsächlich eingesetzt werden?

00:10:27: Du hast jetzt gesagt, ihr müsst euch behaupten.

00:10:29: Also gibt es da wirklich noch Widerstände oder irgendwie?

00:10:32: Ich dachte eben, sei Mitu ... Oder du hast ja auch gesagt das ist nicht mehr die Frage ob sondern wie.

00:10:37: aber anscheinend gibt's doch noch Widerschände.

00:10:39: was sind die Argumente dagegen eigentlich?

00:10:41: Ja Die Widerstande kommen vor allem von Menschen sagen wir mal noch gar keine Erfahrung gemacht haben.

00:10:49: Also das ist mal so eine Seite, es gibt Menschen die dann sofort eine Haltung haben.

00:10:53: Das haben wir in der Branche mit all diesen neuen Themen, die da Wandel mitbringt.

00:10:58: Dazu hat man sofort mal eine Haltung.

00:11:00: So ist klar für uns Menschen ein ganz natürlicher Verlauf oder Ablauf dass wir sagen ich habe ne Haltung zu bestimmten Themen.

00:11:08: aber wenn gerade neue Themen aufkommen Wie Diversität, sowohl über auch jetzt alles sehr viel sprechen.

00:11:15: Awareness wie wollen wir miteinander umgehen?

00:11:18: Was ist das überhaupt?

00:11:19: und dann eben auch Intimitätskoordination.

00:11:21: also neben Intimität Koordination kommen schon weitere neue Themen auf Und dann spreche ich auch immer wieder mit Menschen darüber.

00:11:29: Ich nehme mal ein Beispiel eine Schauspielerin die sich bei mir gemeldet hat und meinte ich habe noch nie mit einer Intimität Koordinatorin gearbeitet und ich merke Irgendetwas in der Produktion, da verlangt man etwas von mir.

00:11:42: Ich würde gerne eine Haltung dazu einnehmen in diesem Coaching.

00:11:45: Ich will gerne mit dir das erarbeiten was ich davon halte... ...von diesen Beruf wieder mitgearbeitet wird und so weiter.

00:11:52: In einer Stunde wollen die Personen oder in einem Gespräch eine Haltung dazu ein nehmen.

00:11:58: Und ich finde einen Coaching ist tatsächlich dann gelungen dass man die Leute viel mehr dazu einlade zu sagen du kannst noch gar keine Haltungen zu einnehmen wenn du es noch gar nicht erfahren hast Und wenn wir diese Prozesse tatsächlich sozusagen annehmen und mal zulassen, mit Konzepten erarbeiten oder Berufsfelder zulassen.

00:12:16: Wo man sagt ich gehe jetzt mal ganz offen, ich habe noch nie so gearbeitet aber ich gehe in den Prozess rein und guck mal was es mit mir macht.

00:12:23: Erst dann, wenn ich wirklich die Erfahrungen gemacht habe kann ich über Vorteile sprechen, kann ich darüber sprechen, was gerade weniger funktioniert hat?

00:12:31: Was geholfen hat nicht geholfinert.

00:12:33: das brauchen wir auch genauso um diesen ganzen Best Practices zu erarbeiten Und das ist, glaube ich, wahnsinnig wichtig.

00:12:39: Weil Wahnsinnig viel theoretisch besprochen wird was okay ist, was in der künstlerischen Arbeit gerade geht, was hindert und so weiter ohne diese ganzen neuen Konzepte und diese ganzen neun Sachen die Themen neu aufzuarbeiten und tatsächlich an sich ran zu lassen und zu erleben, zu sagen Ich kann mich in ein Prozess reinbegeben und tatsächlich mal gucken wie es sich bei mir gerade einmal beobachten.

00:13:01: Was verändert das gerade?

00:13:02: Das ist ein Widerstand, den ich jetzt gerade... Aber dann gehen wir doch mal vielleicht in die Praxis.

00:13:06: Du hattest ja zuletzt tatsächlich einen Traumjob nämlich Maxon Hall In der Serie von Amazon Prime.

00:13:12: wär's nicht, weil es geht um die Stipendiatin Ruby und den Millionärserben James.

00:13:17: Die an einer Elite-Schule buchstiebig aufeinander prallen?

00:13:22: Nachdem Ruby ein dunkles Familiengeheimnis entdeckt und aus der anfänglichen Feindschaft entwickelt sich dann eine intensive Liebesbeziehung, die gegen soziale Vorurteile und familiäre Erwartungen kämpfen muss, merksten Halles unglaublich erfolgreich – wir wollen uns kein Urteil erlauben?

00:13:38: Zumindest nicht!

00:13:39: Offiziell.

00:13:41: Die Serie lebt von der knisternden Spannung zwischen Ruby und James.

00:13:45: Liebe Aleph, kannst du uns anhand dieser Serie Einblicke in deine Arbeit geben?

00:13:49: Wie sieht so ein Coaching aus?

00:13:52: Das ist ja bei Max & Hall glaube ich durchaus sehr arbeitsintensiver.

00:13:56: da gibt es ja einiges was man koordinieren kann oder könnte.

00:14:00: also Ich finde, dass diese Arbeit bei Maxden Hall gar nicht so wahnsinnig unterschiedlich zu anderen Arbeiten ist.

00:14:09: Der Ablauf ist genau das Gleiche.

00:14:10: Ich habe mich genau an diesen Abläufen gehalten die wir sozusagen auch nochmal... ...die Arbeitsschritte, die man vollzieht.

00:14:17: Es betrifft gar nicht nur Maxden hall sondern es ist tatsächlich wann funktioniert eine gewisse Art von Intimität und ich finde Das ist wahnsinnig wichtig, nochmal zu erwähnen.

00:14:27: Es sind nicht nur die Intimitätskoordinatorinnen, die das erzeugt.

00:14:31: Da es sind so viele Faktoren, die da mitspielen und das ist das glaube ich was wir vorher gesagt haben wenn meine Arbeit zugelassen wird.

00:14:38: Wenn ich wirklich als Teil des Ganzen gesehen werde und meine Profession hier reinfließen kann dann funktioniert es.

00:14:46: Dann ist es auch nicht etwas wo man sich denkt da kommt jetzt irgendetwas von außen sondern es war immer selbstverständlich Weil ich ja natürlich in diesem Prozess ganz besonders drei Jahre die ganzen Leute begleitet habe.

00:14:58: Aber ab wann?

00:14:59: Also nur damit wir uns wirklich vorstellen können, wie du arbeitest... Ab wann steigst Du ein in so einem Projekt?

00:15:05: ist es dann sozusagen wenn die ersten Leseproben sind oder schon davor oder erst am Set?

00:15:10: wo kommst Du ins Spiel.

00:15:12: also da bin ich kurz vor der Produktion ein paar Monate vorher angefragt worden und normalerweise ideal wäre es natürlich in der Vorproduktionszeit dass man dann tatsächlich, ich hatte schon mal eine Anfrage.

00:15:25: Ich hätte denn so gerne gemacht diesen Job.

00:15:27: da hat man mich gefragt ob ich schon einfach mal die ersten Fassungen lesen möchte und in den Proben also in dem ganzen Castingprozess dabei sein möchte.

00:15:35: das wäre natürlich ganz ganz toll gewesen.

00:15:37: so wünscht man sich das.

00:15:38: dann kann man ja tatsächlich all das einbringen wie die Bücher geschrieben sind.

00:15:43: manche Sachen Beschreibungen sind dann tatsächlich nur einen Satz und manche gehen über zehn Seiten.

00:15:49: Dass man noch mal ganz klar schaut, ist das da... Was ist das Format auch?

00:15:53: Ist auch immer eine ganz wichtige Frage.

00:15:55: Es gibt ja natürlich ein Auftrag.

00:15:57: Also das heißt wenn ich irgendwie einen Job annehme dann habe ich einen Auftrag und da gehört eine Auftragsklärung dazu.

00:16:03: Wie viel Flexibilität wie viele Starre ist da?

00:16:06: mit wem arbeite ich?

00:16:08: ne so wie ist deren Mindset?

00:16:09: sagen wir mal Bezug auf diese Themen?

00:16:12: wie weit kann Ich mich da einbringen?

00:16:14: Und ich glaube das besondere bei Mechsenholen ist tatsächlich dass das alles gewollt war dass dieses Zusammenarbeit und dieses Vertrauen, eine unglaublich wirklich einen Vertrauen da war.

00:16:24: Und wenn man natürlich Menschen über drei Jahre hinbegleitet dann ist da ein ganz anderes von einer Art von Verständnis, von der Diskussion, vom Einfinden, von einem Annehmen tatsächlich auch da.

00:16:36: Also das heißt du kommst jetzt im Idealfall bei der Vorproduktion nicht so ideal, weil dann wahrscheinlich schon bei der Produktion selber Und alle, die beteiligt sind erfahren sie können sich an dich wenden.

00:16:49: Genau im Idealfall weiß man dann sozusagen dass es eine Intimitätskoordinatorin gibt.

00:16:54: das wird dann auch von manchen Leuten sogar verlangt und er fragt auch Gibt es eine wie arbeitet ihr?

00:17:00: Wie gehen wir davor?

00:17:01: Das heißt ich werde da nachdem ich angefragt worden bin bekommen mich mal.

00:17:05: Ich hatte zum Teil auch immer wieder das ist auch sehr üblich Dass man dann ein Call hat mit den verantwortlichen Personen aus der Produktion und da ist manchmal auch schon Regie dabei.

00:17:15: Wie arbeitet man?

00:17:16: Versteht man sich, findet man sich

00:17:18: usw.?

00:17:18: Man lernt sie schon einmal ein bisschen kennen und kriegt die Visionen schon mal.

00:17:22: damit zusammenarbeitet weil man ja darüber auch aufklärt wie man arbeitet so und will möchte vor allem Regie arbeiten.

00:17:30: Also das ist eben die Auftragsklärung für mich.

00:17:33: Was ist schon da, werde ich manchmal angefragt wo es schon irgendwie ein Problem beschrieben wird oder gibt es tatsächlich auch einfach Aufträge wo's ganz selbstverständlich ist?

00:17:43: Wir haben mein Projekt brauchen eine Intimitätskoordination und da erfahre ich schon mal was meinen Auftrag ist.

00:17:50: Da kann ich schonmal so n bisschen nachgibt es irgendwelche Widerstände von welchen Seiten?

00:17:54: gibts die usw.

00:17:55: Und dieses überhaupt fällt es in meinem Bereich an meine Verantwortlichkeit.

00:17:59: Ich finde, diese Abgrenzung ist auch nochmal sehr wichtig.

00:18:02: oder wird mir da zu viel Verantwortung einfach auf eine Art Mir übergeben.

00:18:06: Wo es eigentlich gar nicht mein Bereich wäre.

00:18:09: Bräuchte das vielleicht auch noch mal was anderes?

00:18:11: Also zum Beispiel stichwort toxischer Arbeitsplatz oder dass dann so strukturelle Probleme dann abgewälzt werden.

00:18:17: Ist das ein Beispiel dafür?

00:18:18: Das kann auch sein!

00:18:20: So, das ist in der Branche sowieso auch schonmal weil es das hier gibt.

00:18:23: Das habe ich ja auch natürlich als Schauspielcoachin am Set dann gemerkt dass ich auf einmal in einem Gefüge war, wo ich zwischen den Departments auch angefangen habe Probleme zu schlichten oder ganz viel zu kommunizieren als Schauspielcoaching.

00:18:36: Und da hab' ich gemerkt, das braucht ja nochmal komplett was anderes so, dass man sagt wie komme ich dazu?

00:18:43: und dann habe ich gemerkt, ich bin tatsächlich in einer wahnsinnig beratenden Position.

00:18:48: Tatsächlich viel Kommunikation fließt damit ein, soweit man in so einem Geföge mit Beratung und Koordination auch zu tun hat.

00:18:56: Und da ist es wahnsinnig wichtig, finde ich, dass man auch Weiterbildungen macht und ganz genau diese Sachen abgrenzen kann.

00:19:02: Und sagen kann – ist das jetzt gerade in meinem Verantwortungsbereich oder nicht?

00:19:05: Oder braucht es hier noch mal ganz was anderes?

00:19:08: Und diese Dynamiken, diese Team-Dynamiken tatsächlich zwischen den Departments wahrzunehmen... Was ist denn das für eine Ausbildung, die man da machen muss?

00:19:16: Also ich hab damit ich Teams besser verstehen kann und Einzelpersonen aber auch ein ganzes Gefüge.

00:19:21: sozusagen habe Teamcoaching gelernt, Parra und Teamcoachin.

00:19:27: Was sind Team-Dynamiken?

00:19:29: Wie kann ich ein Team begleiten durch verschiedene Prozesse?

00:19:32: Dann habe ich Menzel-Hearth-Coaching gemacht damit ich eben sozusagen Menschen ... wenn ich Intimitätskoordination mache oder Schauspielcoaching mache dass sich Menschen auch einfach mit allen Themen die dazukommen begleiteten kann oder das ich sie ja zum Teil erkennen kann weiter empfehlen kann usw.

00:19:48: Ich weiß mit was hab' ich es denn jetzt gerade zu tun und was braucht es hier?

00:19:53: Ich habe Emotionscoaching gelernt, Präsilienzcoaching gelangt.

00:19:56: Also wirklich ganze Teams zu versorgen.

00:19:58: Wenn wir diese Weiterbildungen uns anschauen was jetzt gerade irgendwie unterrichtet wird dann ist es nur ein Ankratzen an der Oberfläche.

00:20:06: Das heißt wir tauchen da kurz rein in das Thema und sollen schon mal ans Set gehen?

00:20:12: Wir brauchen Erfahrungen!

00:20:13: Wir brauchen auch eine unglaubliche Vertiefung im Thema weil ich hab mit Menschen zu tun Wenn ich schon tatsächlich in so sensible Bereiche reingehe, wo man mir was anvertraut und wo ich dann damit professionell auch arbeiten soll und es auffangen soll.

00:20:27: Dann muss ich wissen wie ich sozusagen mit solchen Themen tatsächlich umgehe?

00:20:32: Wo vor allem meine Grenzen aus sind.

00:20:34: das finde ich das alle wichtigste Und was auch nochmal ganz wichtig ist Ich glaube Das ist tatsächlich eine Grundlage für unsere Arbeit.

00:20:42: Ich habe auch Diversitätstrainerin gelernt damit ich auch Sensibilisierungsgespräche führen kann, damit ich ganz genau weiß wenn wir mit Teams arbeiten.

00:20:50: Wenn wir tatsächlich diese ganzen Themen der Wandel hernehmen wie wir miteinander umgehen wollen, wie wir arbeiten wollen muss man sich da glaube ich tiefgehend damit beschäftigen Wie viele Produktionen haben eine Intimitätskoordinatorin?

00:21:03: Wie viele Produktionen haben eine Diversitäts-Koordinator in?

00:21:08: Also das wird jetzt noch ganz unterschiedlich eingesetzt.

00:21:11: Wir haben was jetzt gerade oder seit längerem auch schon der Fall ist, dass wir verlangen.

00:21:17: Oder das tatsächlich Produktion und Verlangenen, dass man Sensitive Reading macht mit verschiedenen Themen die man dann hat, die man behandelt wo man sagt ich bin jetzt keine Expertin aber ich habe das Buch geschrieben also lasse sich mal jemanden drüberlesen die sich mit diesem Thema tatsächlich auseinandersetzt.

00:21:32: Sensitiv Reading bedeutet?

00:21:35: Ein sensibles darüber reden!

00:21:36: Also ganz sensibel mit einem bestimmten Thema die behandelt wird, dass man da drauf guckt.

00:21:41: Ist dann eine Art von einer Diskriminierung drinnen?

00:21:44: Eine Stereotype, so wie nachdem tatsächlich ist da etwas Problematisches beschrieben worden.

00:21:50: Dass man sich denkt das kann man nicht mehr bringen.

00:21:52: Das kann man sozusagen nicht mehr.

00:21:54: Weil man sagt was erzeugt es auch tatsächlich für eine Dynamik wenn ich sowas zeige.

00:22:00: Wenn ich so eine Geschichte erzähle welche Narrative zeige ich damit.

00:22:03: Auch dass man wirklich noch mal darauf guckt und sagt ja da lass ich jemanden tatsächlich drüberlesen und behaupte nicht, dass ich die Expertin bin.

00:22:11: Weil ich mir denke, ich möchte ein Thema behandeln.

00:22:13: Das kann man ja machen!

00:22:14: Die Frage ist wie man damit umgeht wenn man als Expertinnen noch mal dazuholt in wie man recherchiert und sagt es ist tatsächlich etwas womit ich nach außen gehen kann?

00:22:23: Und wenn ich mit Schauspielenden zu tun habe das sich dann auch sage weil das passiert ja auch sehr oft dass ich Schauspielende nehme die zum Teil sich in diesem thema nur so damit auseinandersetzen oder dass sie auch zum Teil davon betroffen sind.

00:22:37: Und dann erwarte ich die ganze Zeit nur von ihnen und erfrage Sie zu diesem Thema, weil sie diese Erfahrung mitbringen.

00:22:43: Und das ist etwas wo wir tatsächlich mehr Arbeit einverlangen, wo wir aus dem Kreativen rausgehen und Künstlerinnen mit verschiedenen Themen noch mal dazu einholen und gefragt ... Weil wir sagen ja, aber das ist doch selbstverständlich!

00:22:57: Du bist doch betroffen direkt davon.

00:22:59: Erzähl doch mal.

00:23:00: Da vermisst sich sehr viel des Kreatives mit den Privaten.

00:23:04: Natürlich professionell, wenn man das macht.

00:23:07: Große Verantwortung.

00:23:08: Ja spannend auch wie geistig diese Arbeit tatsächlich ist weil man hört ja auch irgendwie dann von diesen Hilfsmittel wie Modesty Patches oder sowas.

00:23:16: Das heißt es eigentlich nur ein kleiner Teil deiner Arbeit?

00:23:19: Oder verwendest du solche Hilfsmittel überhaupt?

00:23:21: Auf jeden Fall gehören dazu.

00:23:22: Hilfsmithel, Modesty Garments und alles in Teambedeckungen egal was es braucht so was aus den Einzelgesprächen nochmal raus kommt ob Es ist eine Perücke gibt, ob es sozusagen ein Tattoo gibt, welches irgendwie nicht so der Figur passend wird.

00:23:37: Abdecken müssen alle Informationen die eine gewisse Art von der Intimität oder dem Körper auch betrifft was die Regeln sind und was die Grenzen sind.

00:23:47: wenn eine Schauspielerin sagt ich möchte dass man diesen Körperteil im Bild nichts sieht darauf wird eingegangen Und das gibt natürlich auch pricks wie in allen Departments.

00:23:57: Alle Departments haben Hilfsmitteln.

00:24:02: Wir schummeln ja ganz viel, also Film ist ja Illusion!

00:24:05: Wir erzeugen eine gewisse Art von Realität mit alle Departements und natürlich haben wir genauso unsere Hilfsmitteln Sachen, mit denen wir Proben für die Probe anwenden und genau so auch für den Dreh tatsächlich und das muss alles koordiniert werden.

00:24:20: Jetzt hat man bei mir immer gesagt Das Drehen von sechs Szenen ist das unerotischste überhaupt.

00:24:27: Da stehen zwanzig Leute rundherum, da gibt es den Beleuchter oder den Regisseur und Action.

00:24:32: Es ist völlig, völlig unerrotisch.

00:24:34: Was kann da trotzdem passieren?

00:24:36: Also man sagt ja stelle dich nicht so an im Grunde genommen.

00:24:40: Weil es hat überhaupt nichts mit sechs zu tun!

00:24:42: Hat das das

00:24:43: doch?!

00:24:43: Die Frage ob es mit sechs zutun hat oder nicht... Man könnte wirklich Schauspielende.

00:24:49: Ich hatte auch schon als Schauspielerin eines Szene, man erfährt es tatsächlich.

00:24:53: Es ist ja sobald alles um einen drum herum also sobalder Menschen stehen und man so technisch diese Sachen bespricht dann geht's ja auch ob eine gewisse Zeit.

00:25:03: jetzt steige ich in die Rolle ein Jetzt ab wann lasse ich los.

00:25:07: Dass man da auch noch mal ganz klar diese Grenzen benennt und dass man nicht permanent in dieser Art von Energie ist, von der Verbindung ist und Anziehung ist

00:25:16: usw.,

00:25:16: was man dann mit dem Spiel ja auch hat und das man sagt sobald die Kamera läuft es eine gewisse Art von Anziehen an und das sind nicht nur körperliche Zustände die man erarbeitet oder Abläufe sondern es ist vor allem finde ich genau diese Nähe zu erzeugen Diese Verbindung, dass man zu sagt was ist es emotional auch dieses dahinter auch wahnsinnig viel besprechen muss oder erarbeiten muss.

00:25:41: Zu sagen Was ist denn das für eine Intimität?

00:25:44: Worum geht es und was verändert das vor allem bei den Figuren?

00:25:47: Wobei schaue ich jetzt gerade als Zuseherin zu was soll das bei mir noch mal erwecken oder was soll Das jetzt bei mir nochmal erzeugen?

00:25:55: und was macht's vor allem mit den Figur diese Nähe die du ansprichst?

00:25:58: Ich frage mich immer, also natürlich Schauspielende sind professionell.

00:26:02: Aber was macht so die zwischenmenschliche Chemie aus?

00:26:04: Dass es dann vielleicht eben bei unserem Bildschirm auch echt wirkt?

00:26:08: ist das relevant oder ist das auch ein Teil deiner Arbeit dass man wenn sich Leute vielleicht gar nicht riechen können irgendwie dann gerufen ist ein totales Team.

00:26:18: Wir machen ja sowas auch zu einem Thema.

00:26:20: Also, dass man tatsächlich genau diese Gehörn zu unseren Hilfsmitteln, dass wir solche Sachen ansprechen... So!

00:26:27: Ja, genau.

00:26:28: Also Zähne zu putzen, hygienische Maßnahmen sozusagen noch besprechbar zu machen, dass die Schauspieler genauso kommen und sagen ich weiß nicht wie ich dieses Thema ansprechen soll bei meinem Partner oder Partnerin

00:26:39: usw.,

00:26:40: dass wir auch tatsächlich einfach Vorgaben schon haben und vorgreifen und all diese Sachen auch abdecken Dass man auch sensibel mit so was umgeht, mit der Partnerin.

00:26:49: Was man sozusagen auch mitbringt.

00:26:50: Aber was macht man dann wenn sich die zum Beispiel überhaupt nicht mögen?

00:26:54: Die sind sich total unsympathisch müssen jetzt aber keine Intimität und eine Nähe irgendwie verkörpern.

00:27:01: Je technischer das doch besser.

00:27:02: ich glaube dass wir alle gewisse Aufwärmübungen haben tatsächlich Übungen habe wo wir sagen Wenn Schauspielende sich zum Beispiel gar nicht mögen und eine Szene spielen müssen, schaffen sie das ja schauspielerisch genauso.

00:27:16: Das ist ja genau so dass Sie z.B.

00:27:18: eine riesen Liebesgeschichte erzählen können?

00:27:20: Das kennen wir ja!

00:27:21: So hören wir auch von vielen Filmen die mochten sich gar nicht aber trotzdem funktioniert es sehr gut.

00:27:28: also was erzeuge ich als Schauspielen?

00:27:30: welche Hilfsmittel habe ich an der Hand welchen Methoden?

00:27:33: wie mache ich das als einer Regieperson?

00:27:35: sozusagen dass ich da das Richtige einfange Und da haben wir natürlich Hilfsmitteln, da ist ja Kamera auch genauso wichtig.

00:27:42: Die Stimmung ist wichtig, Musik kommt dazu und so weiter.

00:27:45: das heißt ich kriege das ja auch hin dass sich tatsächlich diese Realität auch hinbekommen.

00:27:50: Manchmal erzeugt es sogar wenn Menschen sich gar nicht mögen eine gewisse Art von Spannung.

00:27:55: wie super ist also dass man sagt damit kann man gut arbeiten auch je nachdem aber auch immer mit dem Wissen sozusagen von den Schauspielenden, dass man da jetzt nicht manipuliert sonst noch etwas sondern ganz offen damit auch umgeht.

00:28:08: Was mir auffällt in dieser Arbeit ist wir haben immer auch das Bild, dass Übergriffe wahnsinnig laut sein müssen, dass sie laut sind, dass es allen auffält in einem Moment und sofort sichtbar ist.

00:28:23: Ich habe eine andere Erfahrung gemacht, dass tatsächlich Übergriffs sehr im Stellen passieren.

00:28:27: Das ist eher gängiger als das Laute so zu sagen Es passieren sehr viele Sachen, wo über Grenzen gegangen wird.

00:28:34: Übergriffiges Verhalten stattfinden ohne dass das angesprochen wird.

00:28:38: Manchmal wird es sogar sehr sehr still in solchen Momenten und manche Menschen beschreiben das auch tatsächlich so.

00:28:44: Das ist eigentlich kann's nicht beschreiben aber... ...es fühlt sich an ich habe irgendwie Bauchschmerzen.

00:28:50: irgendwas lässt mich dann nicht los Ich kann gar nicht beschrieben irgendwie kommt mir das Wort giftig und toxisch Und das auch auf Crew zu hören sozusagen weil wir Wenn da ein Übergriff passiert vor laufender Kamera, dann schaut dein ganzes Team zu.

00:29:06: Und manchmal sagt man ja wir wollen voll an die Grenzen gehen und wir wollen es voll lassen

00:29:09: usw.,

00:29:10: und das gibt's.

00:29:10: manchmal gibt es echt tatsächlich Zustände wo wir sagen Schau ich gerade bei etwas Zugmöchtig dahin gucken kann nicht das kann ich das nicht.

00:29:18: wie wir manchmal auch Filme gucken.

00:29:19: Es gibt jeder hat seine eigene Grenze und da schauen wir da will ich nicht hingucken Das will ich jetzt nicht usw.

00:29:25: Und das heißt natürlich einen Filmteam ist da gut geschult oder kann damit richtig Emotionen absolvieren, nehmen und so weiter.

00:29:32: Und ich glaube das auch zu einem Thema zu machen ist genauso wichtig.

00:29:36: wie geht es dem Team damit?

00:29:38: Aber wir haben immer gedacht dass seit Mitu eine neue Kultur gibt und da haben wir darüber gesprochen und die Übergriffe beim Film wird total darauf geachtet, dass es nicht mehr passiert.

00:29:49: jetzt kommst du daher und sagst das passiert aber immer noch.

00:29:52: Ist es so?

00:29:53: Also wenn's nicht passiert dann würde es uns ja nicht mehr geben.

00:29:56: Wenn das passiert, dann würden wir auch nicht mehr uns überlegen welche Standards wir brauchen wie wir miteinander arbeiten wollen.

00:30:02: Wie unsere Sprache sich entwickelt oder weiterentwickelt oder dass wir sagen wie ist unser Umgang?

00:30:08: Wie ist unsere Kultur?

00:30:10: was muss ich hier vielleicht noch mal verändern des Miteinander aber es passiert immer noch.

00:30:15: Ja ja da sieht man ja auch in den Medien zum Teil so dass man dann auch zb ein Fall wie vertragliche Sachen.

00:30:24: Das heißt zum Beispiel, keine Sorge.

00:30:26: Man wird diesen Körperteil nicht sehen und im Endprodukt sieht man dann im Kino und zieht es auf einmal.

00:30:32: also Sachen die nicht vereinbart worden sind.

00:30:35: Wir haben die Beratungsstelle Temis das ist bei sexuellen Übergriffen und Gewalt usw.

00:30:41: Und alles da kann man sich zum Beispiel melden und auch sich informieren lassen Sachen einordnen zu lassen dass Menschen sich melden.

00:30:49: Mir geht's mit dieser Situation gerade nicht gut oder ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.

00:30:53: Ich würde es gerne bitte einordnen.

00:30:54: für mich!

00:30:55: Wir haben ja seit ein paar Jahren das Thema Grenzen zu setzen.

00:30:59: wir haben nicht gelernt, Grenzen so formulieren und schon gar nicht in den Beruf also Schauspielende da heißt es ja gute Schauspiele ist wenn man überhaupt keine Grenzen hat Und dass wird nochmal neu verhandelt und wirklich besprochen.

00:31:11: Dass man sagt Ist das tatsächlich der Fall?

00:31:14: Aber würdest du dann tatsächlich, Verena Altenberger war da und sie hat zu uns schon gesagt es ist also für Sie ist es besser geworden.

00:31:21: Sie hat aber die Vermutung dass das mit dem Alter zusammenhängt nämlich mit ihrem Alter aber auch mit Ihrem Stand-in.

00:31:27: Dass sie so sagen etabliert ist und sie ist anerkannt und man traut sich das nicht so schnell.

00:31:32: Sie sagt bei den Jungen ist sie sich nicht so sicher ob's wirklich sich so verbessert hat.

00:31:37: Hat das Mitu nichts gebracht?

00:31:40: Es hat auf jeden Fall gebracht reden, dass wir Strukturen klarmachen und natürlich hat das was gebracht wie Intimitätskoordination.

00:31:51: Wir können nicht davon ausgehen, dass so ein Departement hier entsteht und wir sagen, somit ist es getan weil es eingeführt.

00:32:00: Wir haben ja genau diese Widerstände, die wir auch besprochen haben.

00:32:04: Da kommt ja was ganz Neues!

00:32:06: Also wie geht es sich das aus?

00:32:07: Dass man das Künstlerische damit verbindet?

00:32:10: Dass wir über Grenzen sprechen und dass wir tatsächlich darüber sprechen... Was ist für mich in

00:32:14: Ordnung?!

00:32:16: Ich glaube, dass allein das Zulassen schon wahnsinnig viel vereinfachen würde.

00:32:20: Und wenn wir über junge Menschen sprechen dürfen wir das nicht unterschätzen finde ich.

00:32:25: Es kommt eine unglaublich sensibilisierte, tolle Generationen auf uns zu.

00:32:30: Und es sind viel sensibilisiertes als wir alle zusammen und das bitte nicht zu unterschätzen!

00:32:35: Die Frage ist wo man dann ganz genau hingucken muss weil auch nicht so unterschätzt dass ein junger Mensch der noch nie an einem Filmset war und gerade in einem Filmesam kommt da muss ich mich mal in diesem Gefüge zurecht finden.

00:32:49: Ich muss mal gucken bevor ich sozusagen kreativ werde und mein grenzenlos werde usw.

00:32:55: Also das heißt fühle ich mich sicher fühle ich mich dazugehörig.

00:32:58: Diese ganzen Grundbedürfnisse sind ein Riesenthema natürlich im Film, diese Tagesrollen wo wir sagen, ich komme in einen Team rein die arbeiten schon länger miteinander und ich soll jetzt einfach voll liefern und dann wieder gehen.

00:33:10: Und da schauen mir gerade irgendwelche wild fremden Menschen zu bin ich willkommen?

00:33:15: was brauche ich damit ich mich sozusagen öffnen kann sicher füll' und dann in die Kreativität mich einlassen kann dass ich sage es vergesse sich alles drum herum weil wenn wir systemisch denken Das ist ja wirklich ein System und einen Blick oder etwas gesagtes von Regie, ob ich angenommen werde oder nicht sozusagen.

00:33:33: Ob ich auch auf Augenhöhe behandelt werde macht natürlich was mit uns.

00:33:37: Fühle mich abgelehnt fühle ich mich dazugehörig.

00:33:41: Was machst du wenn Du Dich abgelehnd fühlst?

00:33:43: Als Koordinatorin Ja.

00:33:44: Wenn man sagt also die Produktion will das aber der Regisseur wie es eigentlich gar nicht.

00:33:49: Ich bin.

00:33:49: einmal habe ich den Job ich hab einmal gesagt dass ich aussteige Weil ich das Gefühl hatte tatsächlich, dass die Produktion möchte ist und man will sich das auf die Fahne schreiben oder so wie gearbeitet wurde.

00:34:04: Das konnte ich nicht vertreten.

00:34:05: Das ist ja auch ein Thema, nicht?

00:34:06: Dass man sagt also ... Die Produktion sagt dann Ja wir haben eine Koordinatorin Und die hat beraten und die hat gezeigt und überhaupt.

00:34:14: Aber eigentlich will man sich sozusagen nur die Farne So wie du sagst ja Aufstecken und es als Werbemittel verwenden.

00:34:21: gibt's das auch Das gibt es auch.

00:34:23: Auf jeden Fall gibt's das... Ich glaube, wenn man so zum ersten... Es gibt auch, dass man jetzt nur Beratung heran holt.

00:34:31: Ist natürlich auch problematisch, ne?

00:34:32: Dass man sagt oder wir haben produktionsinterne Leute die das dann machen in Doppelfunktionen und so.

00:34:38: Das man sagt, holt euch jemandem!

00:34:40: Und da gibts manchmal auch die Lage, dass sie sagen, nur für dieses Szene und für diese Szene brauchen wir jemandem alles andere schaffen wir usw.

00:34:47: Dann sag ich lass mich das bitte erfragen.

00:34:49: in meiner Funktion, in meine Tätigkeit sozusagen als externe Person die dazukommt und tatsächlich nur in einem vertrauendlichen Rahmen dafür sorgt dass das ausgesprochen werden kann.

00:35:02: Jetzt wäre es ja noch auch wünschenswert weil es fällt mir jetzt gerade ein was die Förderkultur betrifft wäre doch auch wünschen wert wenn man sich jetzt überlegt wie hoch schätzt du wird der Anteil sein von Produktionen?

00:35:14: Die Koordination bzw.

00:35:16: Beratung einsetzen?

00:35:20: Es wird immer mehr.

00:35:21: Aber von wo gehen wir aus?

00:35:23: Die ganzen großen Streamer, die ganzen großen Filmen und Serienproduktionen haben auf jeden Fall Amazon Netflix

00:35:30: usw.,

00:35:31: also diese ganzen namhaften Serien-Produktionsfirmen haben auf jedem Fall eine Intimitätskoordination.

00:35:38: Die haben auch Richtlinien nach denen sie arbeiten.

00:35:41: Da sind nicht rechtliche Sender?

00:35:43: Nein!

00:35:45: Das ist nicht so, da werden Empfehlungen ausgesprochen.

00:35:49: Aber das ist nicht der Fall dass sie es müssen.

00:35:52: also das ist immer noch sonst müssten ja sowieso.

00:35:54: in jeder Produktion müsste auf jeden fall eine Intimitätskoordination vorhanden sein.

00:35:58: Ja, dumm sage ich ja, dass es sinnvoll vielleicht wäre wenn man das an eine Förderungszusage binden würde, wie man einen Green Bonus bekommt.

00:36:07: Vielleicht auch ein Intimesi.

00:36:10: Also gesetzlich ist es noch nicht geregelt, aber das wird schon auch wie gesagt mit diesen Expertinnen so viel ich weiß mit Kolleginnen was ich mitbekomme.

00:36:17: Auch in Österreich wird es tatsächlich erarbeitet und daran wird es dann sozusagen auch hängen weil da gibt es ganz viele Gespräche dass mit Verbänden auch besprochen wird welche Maßnahmen jetzt gerade gesetzt werden und wie gearbeitet wird.

00:36:32: Zum Beispiel, dass man sagt Kinderschutz.

00:36:34: Das ist ja schon mal geregelt!

00:36:35: Da gibt es schon ein Konzept was eingereicht wurde.

00:36:38: das muss man erfüllen und genauso bei Intimitätskoordinationen gibt's viel mehr Empfehlungen.

00:36:43: aber tatsächlich sind wir gerade dabei, dass wir hinfinden weil wir brauchen alle an der Hand die ganzen Verbände müssen da zum Teil mitspielen und sich auch dafür bereit erklären Und da muss man gucken, welche Widerstände von welchen Seiten gibt es und wie kann man noch mal daran schärfen?

00:36:59: Und auch arbeiten und durchsetzen.

00:37:01: Aber sind die Widerstande groß?

00:37:03: Ja, auch!

00:37:04: Doch... ...von welcher Seite?

00:37:07: oder was sind die Hauptargumente?

00:37:08: Wenn man sagt ja, was sind Die Hauptargumenten?

00:37:11: Also ein Argument, das ich gehört habe ist dass es eine Haltung dazu gibt, die sagt Intimitätskoordination.

00:37:20: Wir wissen mittlerweile, wie das funktioniert und werden es selber ausführen.

00:37:26: Und das ist etwas, dass man sagt, so wie es gekommen ist wird es auch gehen weil wir in eine Regieposition oder in der Produktionsposition usw.

00:37:35: können das selber jetzt auch alles erarbeiten.

00:37:39: Das ist es also, dass Man das wieder ablösen kann, dass Mann jetzt weiß wie's funktioniert und was es dazu braucht.

00:37:44: Gibt's da dann auch Produzenten, Regisseure, Autoren die manchmal sagen durch zu viel Planung gehe eine Art von Spontanität verloren?

00:37:52: Ist das auch ein Argument?

00:37:54: Ja, das ist auf jeden Fall eine Befürchtung.

00:37:56: Die sehr stark da und das war einer der Hauptgründe natürlich.

00:38:01: Als man am Anfang darüber gesprochen hat über diesen Beruffelds, dass auch von den Schauspielenden... ...ist es natürlich eine riesen Befürchung!

00:38:08: Und das ist glaube ich auch eine ganz normale Befürchterung.

00:38:12: Dass man sagt funktioniert

00:38:13: das?!

00:38:14: Wie soll das funktionieren wenn man mit einer gewissen Art vom Planungen reingeht?

00:38:18: Da kommen wir Oder ich komme da auch immer wieder, wie andere Kollegen informieren mit dem Beispiel Standcoordination.

00:38:25: Wenn wir jetzt eine Kampfszene haben, sagen wir mal einen Boxerfilm erzählen, sagen die ja nicht diesen zwei Leuten, zieht euch die Boxerhandschuhe an und los geht's!

00:38:33: Und dann schauen wir mal, wie spontan und wo Blut fließt

00:38:37: usw.,

00:38:37: gucken wir mal... mach mal einfach!

00:38:39: Das sage ich hier auch nicht irgendwie, macht mal einfach und dann schauen we uns das an sondern es wird ja professionell dran gearbeitet sogar Monate lang oder jahrelang daran trainiert, dass sich genau das was ich erzählen möchte an dieser Kraft und diese Choreografie, was auch immer.

00:38:54: Dass das ja auch tatsächlich rüberkommt, dass es erarbeitet wird.

00:38:58: Und das kann ich mit intimen Szenen genauso machen.

00:39:01: Was mache ich denn wenn irgendjemand zu seiner eigenen Intimität sagen wir mal so die eigenen also dass das da tatsächlich will der gar nicht zu tief jetzt reingehen.

00:39:11: aber Wenn jemand mit einem Thema reinkommt und sagt, oh Intimität da verschließt sich alles gerade bei mir.

00:39:17: Ich weiß gar nicht und so weiter.

00:39:18: nur wie mache ich das?

00:39:20: Und das finde ich sehr.

00:39:22: sozusagen also da wirklich möglich drauf zu gucken habe ich die Expertise da reinzugehen ein Gespräch zu führen mit dieser Person.

00:39:30: und was will ich in diesem Gespräch?

00:39:31: will ich viel mehr jemandem passend machen wie jemand manipulieren oder tatsächlich darauf gucken, geht sich das aus?

00:39:38: Können wir es tatsächlich machen oder nicht.

00:39:40: Also auch diese Gespräche zu führen bin ich dazu geschult und da finde ich es auch ganz gut.

00:39:44: natürlich wenn alle Departments oder vor allem auch Regie sich da schulen lässt oder erfährt wie arbeitet eine Intimitätskoordination.

00:39:55: Wenn du das beschreibst, das klingt für mich nach einem sehr intensiven Job und du lernst Leute ganz intensiv kennen.

00:40:01: So wirkt es für mich und willst die verstehen?

00:40:03: Und bist empathisch?

00:40:05: Das ist ja auch anstrengend.

00:40:06: oder wie ist das für dich?

00:40:07: dann brauchtest du auch ein Coaching nach Subproduktionen?

00:40:10: Supervision!

00:40:11: Ja genau, auf jeden Fall.

00:40:13: Vielen Dank fürs Thema und das finde ich unfassbar wichtig hier nochmal zu erwähnen.

00:40:17: Diese mentale... Belastung, die es manchmal mitbringt und diesen ganzen Coaching-Job eigentlich auch Sachen einzuordnen.

00:40:24: Wir müssen nicht das Gefühl haben dass wir alles wissen und können und deswegen meine ich mit Abgrenzung.

00:40:29: Wozu bin ich eingeladen?

00:40:30: Und was ist meine Verantwortung?

00:40:33: Und wie liegt es in meiner Verantwortung zu sagen Das gehört nicht hier rein jetzt!

00:40:37: Ich glaube, dass es wahnsinnig wichtig ist, dass wir als Intimitätskoordinatorinnen paar Sachen erarbeiten oder Themen aufmachen aber niemand muss etwas Privates erzählen.

00:40:47: Wir müssen auch Leute befähigen, finde ich.

00:40:49: Es geht um eine Handlungsfähigkeit und eine Selbstwirksamkeit.

00:40:54: wenn ich sozusagen tatsächlich die Erfahrung mache dass Menschen mit mir im Einzelgespräch oder darüber sprechen können wo ich sage super kennt sich aus kann super beschreiben was sie möchte nicht möchte und so weiter wie verlangt wird.

00:41:09: also das ist nicht nur... Ich muss jetzt sozusagen so das alles irgendwie einführen sondern die leute viel mehr wirklich Aufklären, sensibilisieren gehört auf eine Art und so erfahren wie möchtest du die Person machen?

00:41:21: Die Person muss es mir sagen.

00:41:22: Und nicht ich der Person!

00:41:24: Das ist wahnsinnig fichtig weil wir sind ja auch in einer Machtposition da ganz genau nochmal zu gucken... ...weil wir sind Head Offs auch da zu gucken.

00:41:33: was brauche ich wirklich für eine Information von meinem Gegenüber umzuarbeiten um tatsächlich diesen Beruf auszuüben.

00:41:40: Und wenn es dann zu tief wird, ob ich dann berate dass man dann sozusagen auch im Außen sich vielleicht auf einer Art eine Betreuung sucht oder was auch immer?

00:41:47: Dass man sagt wo ist meine Verantwortung und vor nicht?

00:41:51: und wenn dann Leute das einfach aus der Produktion so mal nebenbei machen Dann wird sehr schnell übergriffig meiner Meinung nach Das man da tatsächlich auch guckt und sagt worzu bin ich eingeladen?

00:42:02: Was ist mein Auftrag?

00:42:03: Wie gehe ich darum?

00:42:04: was sind da ganz konkrete Schritte?

00:42:27: Die Gespräche sind natürlich wahnsinnig wichtig und wir dürfen uns in diesem Job nicht die... Oberexpertinnen sozusagen halten, sondern sagen bringt ihr jeder seine gewisse Art von Expertise mit.

00:42:39: und ich kann schärfen.

00:42:40: Ich kann sensibilisieren.

00:42:41: Und ich kann hinweisen bei einem Regiegespräch natürlich auch was ist die Regievision?

00:42:46: Wie ist es erstens mal geschrieben so das was lese ich daraus und wie ist die Vision dazu?

00:42:52: schon alleine in der Vision kommt ja ganz viel was sich Regie dazu gedacht hat und da kann man in diesem Gespräch schon Mal sehr schön dahin leiten und Fragen stellen und da geht es darum, nicht jemanden zu belehren sondern tatsächlich Fragen zu stellen.

00:43:07: Was erzählst du hier?

00:43:08: Was ist deine Vision aus dieser

00:43:09: Szene?".

00:43:10: Und dann wenn da auch Fragen kommen, wenn jemand schon die Offenheit mitbringt, dann stellt es genauso Fragen wo man eben was reingeben kann.

00:43:17: das könnte eine sehr schöne Möglichkeit sein weil denn... Aus welcher Perspektive erzähle ich eigentlich diese Geschichte?

00:43:22: und so könnte das so wirken.

00:43:23: also dass heißt da kommt noch natürlich meine Beratung dazu wo ich Das, was ich mir er arbeite schon mal auf jeden Fall etwas habe für mich wo ich sage das wären Möglichkeiten eine Geschichte zu erzählen.

00:43:36: Wie ich es auch bei einem Schauspielcoaching-Job mache oder als Schauspielerin dass sich sagt welche Möglichkeiten gibt es diese Szene zu spielen?

00:43:42: Anders zu machen!

00:43:43: Welche Möglichkeiten gibt's eine Geschichte nochmal ganz von einer anderen Perspektive zu erleuchten?

00:43:49: Was wurde vielleicht noch nicht erzählt oder anders erzählt?

00:43:51: oder was spüre ich jetzt gerade so?

00:43:53: und das alles sagen wir mal den Format oder dem Buch, die nennt zu gucken und zu sagen mit was für eine Geschichte gehen wir raus.

00:44:01: Und geht sich das gerade in diesem Projekt?

00:44:04: Mit dem Auftrag, mit dem Format tatsächlich aus oder nicht?

00:44:07: Was ist da möglich und nicht?

00:44:08: Manchmal mache ich sogar der Erfahrung dass ich tatsächlich mit Schauspielenden auch darüber spreche und sage Ist es jetzt sozusagen tatsächlich realistisch für dieses Format?

00:44:17: Gehen wir da rein sind wir mutig super und so weiter aber manchmal so dann denke ich mir okay aber wenn Jetzt rausreißen, dann verlassen wir es Format und machen.

00:44:27: Dann passt die Intimität ist etwas Besonderes was gar nicht zu dem gesamten Konzept auch passt oder zu einem Buch zur Geschichte weil alles sozusagen dem gar nicht gerecht wird.

00:44:37: Und da ganz fein fühle ich nochmal zu gucken geht sich das mit der Geschichte aus Mit der Rest der Erzählung?

00:44:42: wie wird er gearbeitet?

00:44:43: Was ist die Gesamtvision finde ich auch noch mal ganz wichtig zu erfahren und nicht nur die Szenen zu besprechen, sondern was habt ihr denn eigentlich für eine Gesamtvision?

00:44:52: Und wie wird da gearbeitet?

00:44:53: Wie viel Mitspracherecht haben die Schauspielenden auch hier.

00:44:57: Und wie kann man sie tatsächlich einfach wirklich befähigen dass ihre Entscheidungen genauso treffen und auch ein bisschen nennen können?

00:45:04: und diese Arbeit das ist so wunderbar wenn ich am Set bin und dann sehe wieder einen Schauspielen der auch mit Regie diese Sachen so ganz konkret besprechen können wie schön also das genau so soll es sein dass er selbstverständlich wird wie ein Kostüm kommt und während die sprechen.

00:45:19: Und sie dann sozusagen mit dem Pinsel im Gesicht herum oder wie Licht da ist usw.

00:45:25: Genauso, dass man sich nicht denkt, jetzt ist die Komische wieder da.

00:45:28: Jetzt steht sie nur rum und so, sodass man sagt... Da ist ja eine gewisse Art von Arbeit da, Tätigkeit da und wenn es den fließt, finde ich einen optimalen Zustand wo man tatsächlich mit Kamera, mit einer Kameraperson, mit Licht

00:45:43: usw.,

00:45:44: dieses Bild zieht und alle sich anschauen und sagen Wir waren ein super Job gerade.

00:45:48: Es ist toll und Schauspielende genauso, dann kann man sich dazu gratulieren und sagen es ist total schön.

00:45:53: Und da sind alle mit dabei also dieses mit dabei.

00:45:56: daran merke ich auch ob etwas stimmig ist wie das Feedback auch vom drum herum ist ob man tatsächlich miteinander arbeitet.

00:46:04: Ist für mich ein Qualitätsmerkmal für solche Szenen weil man nie etwas alleine macht nie Regie dafür allein verantwortlich ist oder Schauspielen sondern als es Teamwork Tatsächlich, miteinfließen kann diese Selbstverständlichkeit als ein Department und es angenommen wird und tatsächlich umgesetzt wird.

00:46:22: Dann kann genau dieser Echtheit erarbeitet werden weil man nicht mit anderen Themen beschäftigt ist sondern mit der kreativen Arbeit, mit der Umsetzung Und das funktioniert dann.

00:46:33: Ja Im bemerksten Hall hat das gut funktioniert.

00:46:36: wenn du dich in anderen Produktionen umschaust was sind denn die größten Fehler bei der Darstellung von Intimität?

00:46:42: Ich hab mich letztens persönlich erwischt, dabei erwisht wie ich bei einer Produktion tatsächlich den Gedanken hatte.

00:46:50: Ich sag den Gedanken jetzt nicht aber ich habe einen Film geschaut.

00:46:54: es fällt mir immer wieder auf wenn die Emanzipation von Frauen durch eine intime simulierte Handlung gezeigt werden.

00:47:02: Wenn hier psychologisch weil das ist so ein hoch komplexes Thema die Sexualität.

00:47:10: und wenn wir manchmal ganz platt erzählen, dass durch nach einem Akt sozusagen die Frau komplett emanzipiert ist finde ich das eine der schlimmsten Sachen.

00:47:22: Also man sagt so undifferenziert reinzugehen.

00:47:25: Ich weiß glaube ich was sie damit erzählen wollen aber es wird mir nicht gezeigt.

00:47:30: Und das ist für mich tatsächlich wo ich sage, das hätte so viel... Potenzial.

00:47:35: Diese Geschichte auch in diesem Format geht sich so eine Geschichte gar nicht aus, weil es die Tiefe gar nicht ermöglicht dass ich sowas erzählen kann.

00:47:42: und umso wichtiger muss man glaube ich diese Fragen stellen was verändert das in der Figur?

00:47:48: sehe ich das oder nicht?

00:47:49: wie sehe ich?

00:47:49: Das wird das vor sozusagen auch vorher noch mal mit erklärt oder nicht?

00:47:53: ne dass da so eine Differenzierung bekommt also sowas wenn es mich auf einer Art gar nicht wenn es wie so was ist, man schwenkt mal die Kamera zeigt.

00:48:02: Wenn's langweilig also immer die gleichen Bilder sind und auf einer Art verdaulich isst für alle und einfach Sex zeigt sozusagen nackte Haut das finde ich ein bisschen... ...wenn da gar nicht unterschieden wird der ist eine Tempo oder ist eine Veränderung sondern dann wird einfach tatsächlich ne intime Szene gezeigt die gehört einfach dazu die ist dazugeschrieben so irgendwie Daneben ist oder was auch immer und so weiter, ne?

00:48:26: So nimmt man das auch mit.

00:48:28: Weil so ist es ja.

00:48:29: Das sieht man die dabei auch noch.

00:48:31: Dann ist das auch schon erzählt.

00:48:32: Also so... Man geht so drüber!

00:48:34: Man merkt manchmal bei gewissen Produktionen ...das war dann glaube ich zu unangenehm.

00:48:38: Irgendetwas ist so unstimmig oder so.

00:48:40: Es hat nicht ganz funktioniert.

00:48:43: Hast du diese Jahre Heated Rivalry gesehen wo somit die Eishockey-Spieler agiert, die...?

00:48:47: Habe ich leider noch nicht gesehen Und da sind sechs Szenen ein großer Teil und wird nicht weggeschwenkt sagen wir mal.

00:48:54: Also ich habe darüber gelesen und das ist auf jeden Fall ein Thema.

00:48:57: Und da habe ich mir gedacht, da freue ich mich sehr drauf!

00:48:59: Es gibt aber ganz tolle Produktionen natürlich wo man ganz genau beobachten kann wie es tatsächlich funktioniert was vor der Intimenhandlung passiert?

00:49:10: Wie es aufbaut.

00:49:11: die Intimität baut sich ja nicht nur durch einen Körperkontakt auf sondern das erzählt sich schon so in der Szene bevor es zu einer Berührung kommt ob es überhaupt zu einer Berührung kommt, was danach ist und so.

00:49:24: Was sagt das über die Figuren aus?

00:49:26: Wie verändert das die Figur?

00:49:28: Und dann ist es eine selbstverständliche Sache, die dazugehört weil wir Menschen tatsächlich so komplex sind dass wir das ja sehen wollen.

00:49:35: Was ist jetzt ein Film oder eine Serie wo du sagst Wahnsinn!

00:49:38: Das ist toll gemacht.

00:49:40: Also ich nehme... das machen auch mehrere, das weiß ich normal people nämlich auf jeden Fall her Wo man genau das sieht.

00:49:47: Also was passiert davor vor den, so wie nähern sie sich an?

00:49:50: Wo steht deine Intimität.

00:49:52: Die Blicke sind wahnsinnig wichtig wo man dann Scham dieser ganzen Emotionen Unsicherheiten, Scham Sicherheit sind miteinander verbunden und es wird tatsächlich auch gezeigt hier ganz schön wann die Disconnector sind wenn Sie wirklich die Verbindung nicht mehr aufrechterhalten können wie sie einander versuchen zu zahnen sozusagen noch zähren Wie komme ich an diese Person überhaupt noch ran?

00:50:15: und Ich finde Das erzählen die ganz, ganz großartig und da ist so eine unglaubliche Natürlichkeit da mit Kameralicht.

00:50:22: Eine Purheit, ne Zahrzeit, die dadurch auch rüber transportiert wird und das ist wahnsinnig schön zu beobachten finde ich.

00:50:29: Norma Pippo ist eine Serie von Sally Rooney Mit Pearl Mascall Die weiblicher Hauptdarstellerin in den Namen habe jetzt leider vergessen Und sie ist wirklich sehr besonders.

00:50:40: also es geht da um eine Beziehung Also sie kommt und geht Und die speziell für diese erotischen Szenen sehr, sehr geschätzt wird und sie ist wirklich toll.

00:50:51: Find ich auch.

00:50:51: Ja.

00:50:52: Aber auch Sex-Education ist ja genauso ein Beispiel finde ich.

00:50:55: da ist ganz viel Humor dabei.

00:50:57: Das sind sehr viele junge Leute da wird auch ganz viel Inklusion erzählt oder werden Sachen erzählt was ich einfach wahnsinnig toll finde.

00:51:05: weil auch zu deiner Frage was wir schon irgendwie sehen oder nicht sehen, was mich dann stört und so diese unterrepräsentation finde ich also dass man da nochmal guckt.

00:51:15: Was sehen wir denn eigentlich gar nicht wie in unserer gesellschaft wenn wir sozusagen auf den straßen sind?

00:51:20: Welche realitäten sehen wir nicht welche körper sehen wir nicht welche geschichten werden hier nicht erzählt und wir gehen sozusagen von einer standardgeschichte aus von einem standartkörper Was ist mit gleichgeschlechtlichem Sex oder was auch immer.

00:51:35: Also das sind so viele Themen, die wir noch gar nicht thematisiert haben und da gibt es glaube ich ganz viel Bedarf auch tatsächlich zu gucken.

00:51:43: Auch psychische Sachen ja.

00:51:45: jetzt ist aber so dass bei den Filmproduktionen auch bei den Serienproduktionen wird schon gespart.

00:51:51: wie siehst du die Zukunft des Berufsbild?

00:51:53: Sind die Intimitätskoordinatorinnen Beraterinnen gekommen um zu bleiben?

00:51:58: Ja Eine ganz klare, eindeutige Arbeit.

00:52:03: Ich glaube da passt auch wirklich dieses Bild gut hierher.

00:52:07: alles was man sozusagen nicht weglassen kann und ich bin tatsächlich realistisch dahin zu gucken mit allem was es jetzt irgendwie braucht wie Vertrauenspersonen die jetzt gerade auch alle am kommen sind.

00:52:20: wir bilden jetzt gerade dann mache ich auch gerade eine Zertifizierung das wir ganz genau gucken.

00:52:24: was braucht es hier also alles was ein awareness ein Arztsam sein und auch tatsächlich gewahrsam sein.

00:52:31: Aufklärung, ganz viele Aufklärungen, welche Art von Trainings brauchen wir uns so weiter?

00:52:35: Da wird sich ja tatsächlich das ist nicht nur Intimitätskoordination sondern da bilden sie schon gerade ganz neue Sachen auf und es sind ganz andere Sachen auch tatsächlich im Gespräch und wir gehen jetzt in den Lösungsraum.

00:52:47: Dass man darüber spricht, nicht nur darüber zu sprechen theoretisch, sondern wir brauchen das wie können wir es einarbeiten?

00:52:53: Und das kann sein, dass sich hier nochmal eine Veränderung mit auch Intimitätskoordinationen noch mal aufdut.

00:52:59: So, dass man aber auch ganz klar hier abgrenzen muss weil wenn man Produktionsfirmen hier fragt dann oder Geld geben und denn ist es auch sehr oft was können wir zusammenlegen?

00:53:09: Wo können wir Geld sparen?

00:53:11: Das ist auch glaube ich ein ganz natürlicher Gedanke und das muss man sich angucken welche Themen kommen jetzt geradeauf?

00:53:21: Was kann man im Außen durch Trainings bewältigen?

00:53:24: Oder vor Trainings oder Gespräche nochmal.

00:53:28: Und was braucht es im System noch mal anzusetzen?

00:53:32: und wie kann das sozusagen in diesem Stahn-Gebilde auch passieren, dass wir etwas ranlassen, dass Wir Sachen ausprobieren können.

00:53:40: Und ich finde – und da bin ich jetzt ausprobiert – habe ich gesagt ist das Wort aber wir müssen Sachen erproben.

00:53:47: Wir müssen Sachen zulassen der Offenheit dafür haben Tatsächlich.

00:53:51: Schöne Abschlussworte, danke vielmals dass du dir Zeit genommen hast für uns!

00:53:55: Ich danke euch.

00:53:56: vielen Dank für die Einladung.

00:53:57: Ja und auch Danke euch liebe Hörerinnen und Hörern.

00:54:00: das war's schon wieder mit Serienreif.

00:54:02: Wenn euch dieser Podcast gefällt empfehlt uns gerne auf allen sozialen Plattformen Und ganz grundsätzlich freuen wir uns über eine fünf Sterne Bewertungen damit ihr keine Folge verpasst.

00:54:11: abonniert uns wo auch immer ihr eure Podcast hört.

00:54:14: Wir danken Christoph Norbert an den Regeln und euch fürs Zuhören.

00:54:17: Frohes Schauen und bis zum nächsten Mal.

00:54:19: Bye bye!