Serienreif

Serienreif

Der STANDARD-Podcast über Serien und alles, was dazugehört

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:05: Doris, was ist dein Lieblingstier in Serien?

00:00:08: Da muss ich

00:00:09: nicht lange

00:00:09: nachdenken.

00:00:10: Es ist Black Beauty!

00:00:12: Ein wildes Pferd und mein absolutes Idol

00:00:15: Michael Dein.

00:00:17: Als Kind habe ich Clarence den schielenden

00:00:19: Löwen von Bakteries ergeben.

00:00:20: Vielleicht war das auch ein Vorzeichen meiner Kurzsichtigkeit, wer weiß... Ich bin Doris Prichink Und

00:00:27: ich bin Michael Steingruber.

00:00:28: Ihr hört Serien reift im Standard Podcast über die tierische Welt der Serien.

00:00:33: Wir widmen uns heute dem Thema drehen mit Tieren und wir wollen es wieder ganz genau wissen.

00:00:38: Und eine, die unsere Fragen aus erster Hand beantworten kann ist heute bei uns zu Gast.

00:00:43: Hallo liebe Doris Schretzmeier!

00:00:45: Ja hallo danke für die Anladung.

00:00:48: Was ist dein Lieblingstier in Filmen oder Serien?

00:00:51: Na ich hab jetzt gerade überlegt wie ihr das gesagt habt was wer denn jetzt meint.

00:00:55: Der weiß ja hi.

00:00:57: Genau gute Einschätzung Naja, ich glaube Lassif als Kind fand ich super.

00:01:03: Suzy und Streuche aber das gilt ja nicht weil es ist Cartoon?

00:01:06: Ja natürlich.

00:01:09: Suzie und Stche waren meine Heroes so mit neun oder zehn oder wann das war.

00:01:14: Man hat sich schon verlieben können.

00:01:15: mir fallen jetzt gerade auch noch die Aristocats ein, die auch super waren oder?

00:01:19: Die

00:01:20: waren später.

00:01:21: Und die waren dann halt ein bisschen hochnäsig?

00:01:23: Ja!

00:01:26: Man taschen Katzen.

00:01:29: Du bist auf jeden Fall aus einem anderen Grund hier, weil du spielst die Tierärztin Dr.

00:01:34: Johanna Maywald im ZDF.

00:01:35: man kann das sehen in der ZDf Mediathek.

00:01:38: es sind zwei Pilotfolgen je nachdem wie das ankommt könnte noch mehr kommen.

00:01:43: liebe Doris erklärt uns mal Bitte ganz kurz oder auch länger, worum es geht bei der Dr.

00:01:49: Johanna Maywald.

00:01:50: Sie ist eine Tierärztin?

00:01:51: Genau die Johanna Maiwald ist eine Tierärztine, die ein wahnsinniges Arbeitspensum zu verarbeiten hat.

00:01:58: also sie ist die einzige Praxis in der Umgebung seit der Kollege in Pension gegangen ist.

00:02:03: und wo?

00:02:05: Maria Alm?

00:02:07: im Film oder in der Serie heißt das nur Alm.

00:02:11: Das hat irgendwelche, ich glaube irgendwelchen rechtlichen.

00:02:13: Ich weiß es noch nicht genau.

00:02:13: Maria

00:02:14: war dagegen?

00:02:14: Ja das war... Genau!

00:02:18: Und bis kurz vor Träbeginn nicht klar dürfen wir Maria-Alm sagen oder sagen wir Alm und dann wurde irgendwann entschieden.

00:02:24: Es heißt Alm.

00:02:25: aber da waren so viele Änderungen noch kurz vor Dräbegingen dass sich dann nicht mehr nachgefragt haben.

00:02:30: warum heißt es jetzt nur so und nicht anders?

00:02:32: und es wird eine kleine Welt gezeigt natürlich also die Johanna und ihr Bruder und ihre Assistentin.

00:02:39: Die Assistentin ist sozusagen meine analytische Seite oder meine Buchhaltungseite, die sehr genau auf mich schaut und die dann eben sagt du das ist so ein Riesenpens um was du hast.

00:02:49: Du brauchst Verstärkung also du brauchst jemanden der einsteigt bei uns einen jungen Tierarzt.

00:02:55: Und da begeben wir uns dann auf die Suche oder sie sich und dann kommt auch ein neuer Tierarz mit einem bisschen kleinen Problemen auch, kommt dann zu uns in die Praxis Und dann müssen sie sich finden und dann müssen die das mit den Tieren gemeinsam machen.

00:03:08: Dann gibt es auch die Schwegerin, die mit meinem Bruder eine ein bisschen in die Jahre gekommenene Ehe führt... ...und dann betrügt er sie.

00:03:16: Sie hat ihn aber auch schon betrogen!

00:03:18: Also jetzt habe ich gespoilert ohne Ende.

00:03:21: Oh

00:03:21: nein!

00:03:22: Es ist diese Welt um die Johanna herum mit ihren vier fünf Menschen.. ..und in dieser doch auch heilen Welt Maria Allen.

00:03:30: Kann man sagen, dass ihr jetzt die Bergdoktorin seid?

00:03:33: Na ja, das in der Vorbereitung ist schon immer wieder gefallen.

00:03:35: Der Bergdoktor, ich finde ... Ich meine, der Bergdochter gibt es über zwanzig Jahre.

00:03:40: Die haben wirklich gute Geschichten entwickelt, finde ich.

00:03:42: Also da sieht man, dass die sehr hart gearbeitet haben mit guten Autoren und Autorinnen.

00:03:47: Und das weißte ich, der ist aber für Menschen Johanna Maiwaldis für Tiere.

00:03:52: Aber es ist gefallen dieser Begriff.

00:03:55: Wie war das von der Vorbereitung her?

00:03:57: Hast du für die Rolle ein spezielles Praktikum machen müssen, um die Handgriffe einer Veterinärmedizinerin glaubwürdig rüberzubringen?

00:04:05: oder wie hat es stattgefunden.

00:04:06: Also ich mach das immer wenn ich einen Beruf darstelle dass ich mir immer jemanden suche mit dem ich entweder ein bisschen mitgehen kann über die Schulter schauen kann weil das einfach einen Unterschied macht wenn man ein bissel weiß womit der Mensch zu tun hat.

00:04:20: Und in dem Fall hatte ich wirklich Glück, weil wir zwei Tierärztinnen hatten die gemeinsam eine Praxis leiten.

00:04:26: Die eine ist für die Kleintiere zuständig und die andere für die Großtiere.

00:04:30: Also die machen eigentlich zu zweit das was meine Figur Johanna allein macht.

00:04:35: Ich bin mit der einen mitgegangen bzw.

00:04:37: mit einer war ich in den Stellen und mit anderen bei der Praxis oder bei den Operationen dabei und das war toll!

00:04:44: Und interessanterweise war die, die bei den Großtieren ist.

00:04:47: Also wo man eigentlich denkt da muss man ein bisschen robuster sein.

00:04:50: Das sind ja riesen Tiere weil er musste auch alles machen!

00:04:54: Dass die eigentlich die etwas angrötere war.

00:04:57: Also die hat viel mehr Themen mit nach Hause genommen und viel mehr Gedanken.

00:05:00: So dass sie einfach gemerkt haben gehen die Dinge anders nahe als der Tierärztin die in der Praxis war und die kleinen Tiere gehabt hat wo natürlich auch viele emotionale Sachen waren.

00:05:11: sehr unterschiedlich aus fand ich interessant.

00:05:13: Meine Figur ist so in der Mitte eigentlich.

00:05:15: Also meine Figur verschmilzt nie mit dem Leid des anderen und das ist eine tolle Qualität, weil Mitgefühl ist ja eine schöne Sache aber mit Leid hat schon die Verschmelzung mit drin dass man zu dem Anderen rüber schmilzt und ihm das abnehmen will und es ist hier nicht.

00:05:33: also sie hat auch eine klare Grenze und eine kläre Position.

00:05:37: Das ist schön zu spielen jemanden Dazu stellen, der so was pragmatisch aufgeräumtes hat.

00:05:44: Also das ist auch schön!

00:05:45: Ich spiele auch gerne jemanden, der total durch den Wind ist oder so.

00:05:48: Aber das war schön.

00:05:49: Bezüglich deines Praktikums kann man jetzt sagen... Was hast du da gelernt?

00:05:54: Oder hast du selber auch Handan gelegt?

00:05:56: Ja ich wusste bei dem ersten Film haben wir ja als Hauptkrankheitsfeld sozusagen die gesundheitlichen Themen von einer Kuh, von einem Bauern, den ich da eben auch schon seit meiner Kindheit kenne in diesem Dorf und in der August Schmelzer spielt.

00:06:11: Und wir wandern auch in einem großen Stall zum Training, ja?

00:06:15: Und dann hatte der Bauer das so vorbereitet, dass er drei Kühe angebunden hat... ...und die anderen waren halt irgendwo.

00:06:21: So!

00:06:22: Wir sind zu diesen drei Kühen und ich sollte eben gezeigt bekommen wie hört man ab, wie nähert man sich einer Kuh?

00:06:27: Wie steht man daneben?

00:06:28: was kann passieren?

00:06:29: also wo kann sie hintreten?

00:06:31: Was tut man wenn sie... Also wie kriegt man mit, dass es ihr nicht gut geht oder dass sie sich nicht wohl fühlt, dass man einfach achtsam ist?

00:06:38: Und dann sind wir da und ich meine, es ist schon ein großes Tier.

00:06:43: Obwohl ich nicht ganz unvertraut bin mit Tieren macht das schon was mit einem.

00:06:47: Wir sind dabei und sehr konzentrierend auf einmal... Über meine rechte Schulter kommt so einen riesen Kuhschädel drüber!

00:06:57: Ich schaue geradeaus und denke mir, da stehen drei Kühe angebunden.

00:07:00: Wo kommt die jetzt her?

00:07:02: Und drehe mich um ... Man weiß ja nicht, was dieses Tier jetzt möchte oder so.

00:07:08: Und das war halt ein sehr moderner Stall, wo die Tiere frei herumlaufen können.

00:07:13: Mir war halt keiner gesagt und die war halt neugierig was da jetzt mit der drei Angebundenen passiert.

00:07:17: Es war natürlich gar nix, aber wenn man nicht weiß, was es bedeutet dann ist man natürlich schon erschrocken.

00:07:23: Aber all diese Dinge, die ich bei den Trainings erlebt habe sind natürlich super weil dann, wenn man wirklich dreht, dann ist er mal gewappnet und gut aufgestellt und sagt hab ihr alles schon erlebt?

00:07:35: Wie waren das erste Zusammentreffen mit deinen tierischen Schauspielkolleginnen?

00:07:41: Wie werden die ausgesucht, gibt es da Castings oder wie wird das gemacht?

00:07:45: Also

00:07:45: bei der Coup muss ich ehrlich sagen habe wir ein bisschen... Aber man gedacht noch.

00:07:49: Das finde ich jetzt aber schon interessant weil es hieß also ich hab den Bauern wo wir gedreht haben sind wahnsinnig nette Menschen.

00:07:57: Da bin ich schon vorhin gefahren wegen Traktor Training.

00:08:01: Ich musste Traktor fahren lernen mit so einem sechziger Jahre Traktor.

00:08:05: Weil in dem zweiten Film gibt es eine Traktorfahrt und ich will mich halt dann gescheitern stellen.

00:08:09: Und nicht irgendwie.

00:08:10: dann erst, wenn man schon drehen, das ist irgendwie so... Und deshalb war ich dort zum Üben.

00:08:15: Dann habe ich so mitgekriegt ja, dass ist die Kuh, mit der wir da nächste Woche drehen.

00:08:18: Das ist die Hermine!

00:08:20: Ah okay, der hat anders gekassene Sissi.

00:08:22: Maria von

00:08:24: der Alp.

00:08:26: Genau, die waren nämlich so wie Aristokats ein bisschen

00:08:29: laublüstig.

00:08:32: Maria Von der Alpe.

00:08:34: Und dann wurde mir diese Kuh gezeigt und man dachte, die schaut wirklich friedlich aus.

00:08:38: Und da hat mich so ein bisschen zu ihr gestellt und ich habe mich schon mal kennengelernt.

00:08:43: Eine Woche später bei Drehbeginn komme ich in einen Stall und sehe den Tiertrainer, Karl ist auch sehr, sehr netter Mensch der mit den Tieren kommuniziert auf eine Art und Weise Pferdeflüsterer im Wirklichkeit.

00:08:56: Also es gibt diesen Menschen wirklich!

00:09:00: Und dann sagt er, ja und da kommt die Hermine.

00:09:06: Er hat sich gestern noch einmal alle Kühe angeschaut wie sie reagieren und er hat sich für eine andere Kuh entschieden.

00:09:14: Dann haben wir gedacht okay, wir haben.

00:09:16: jetzt also ... Die wird ja nicht trainiert in dem Fall.

00:09:19: Sondern man weiß okay, man steht jetzt mit dieser Kuh eine Woche lang auf Tuchfühlung und so wie sie ist.

00:09:27: Also sie wurde nicht trainert Also, aber er wusste welche nachdem er eine Woche lang sozusagen immer beobachtet hat.

00:09:33: Hatte sich dann für einen anderen entschieden und gesagt hat die ist friedlicher, die ist ruhiger und das checkt er erst dann wenn er wirklich lange dabei war und geschaut hatte.

00:09:42: Aber bei anderen Tieren ist es schon so oder dass es da Agenturen gibt?

00:09:47: Ja ja also der Karl ist gemeinsam mit anderen sind sehr professionell.

00:09:52: aber bei Kühen kann man nicht jetzt so viel trainieren.

00:09:55: in dem Sinn offensichtlich, also wenn sie nicht dann Salto machen soll.

00:09:59: Und bei den Katzen im zweiten Film da kam eine Tiertrainerin die hat das sehr genau vorbereitet und aber auch dann waren es wieder Sachen im Drehbuch anders, dann hat die das natürlich nicht gemacht, dann stand die zum Teil neben mir... Also wir haben mit allen Tricks gearbeitet weil Katzen ja schon auch sehr eigen sind.

00:10:18: In der Branche sagt man ja, dreh nie mit Kindern oder Tieren.

00:10:21: Weil die eben so unberechenbar sind.

00:10:23: aufgrund deiner Erfahrungen.

00:10:24: würdest du dem zustimmen oder widersprechen?

00:10:26: Ich dreh urgern mit Tieren.

00:10:28: ich habe das gar nicht für möglich gehalten.

00:10:29: also ich mag Tiere wirklich gern.

00:10:31: Also ich bin auch am Bauernhof aufgewachsen und ich hab die ersten zehn Jahre von meinem Leben also auch mit Großtieren zu tun gehabt und Kleintiere sowieso immer bis ich ausgezogen bin.

00:10:40: aber ich mag das gerne.

00:10:42: ich mag auch diese Ruhe gern die dann am Set notwendig ist, wenn man mit Katzen zum Beispiel dreht.

00:10:47: Weil sie so sensibel sind und passen einfach alle auf.

00:10:49: Und es ist still, es ist eine Konzentration – ich mag das total gern!

00:10:54: Aber muss man da mehr Zeit wahrscheinlich einplanen pro Szene?

00:10:57: Ein bisschen

00:10:57: mehr Zeit und einfach auch eine andere Haltung.

00:11:00: Bei Menschen kann man ja sich austauschen, wobei die sagen ja auch oft was anderes als sie denken.

00:11:05: Ja, aber bei Katzen...

00:11:06: ...und sind wahrscheinlich auch schwierig manchmal,

00:11:07: oder?!

00:11:08: Ja, schon.

00:11:10: Aber bei Katzen zum Beispiel, da geht es schon über so einen siebten Sinn also über das Schauen, über das Fühlen und über das Nichts sagen.

00:11:18: Über nicht berühren doch berühren.

00:11:21: Also ich mag das total gern

00:11:24: aber wie bringt mir denn die Tiere dazu dass Sie das tun genau dann wenn die Szene es erfordert?

00:11:32: Das macht vor allem der Schneideraum.

00:11:36: Also bei den Katzen war es tatsächlich so, also die musste ja tot krank sein diese Katze und der ging es aber total gut.

00:11:42: Die hat sich ihre Sinne nicht wohlgefühlt.

00:11:44: Und dann sollte sie halt

00:11:45: ganz schnurrt und dann...

00:11:46: Ja genau, mit dem Schwanz immer so rauf

00:11:48: und runter

00:11:50: und so.

00:11:50: Und die sollte aber da liegen als wäre es wirklich ihr letztes Stündchen hätte geschlagen.

00:11:55: Und dann hat sie ihr halt mit so Zeichensprache... Also das hat mich schon fasziniert, dass es immer wieder geklappt hat.

00:12:02: Es ist jetzt eine Zeit-Zeichenssprache wo sie dann mit der Hand so nach unten geht und dann geht die Katze mit dem Kopf auch nach unten.

00:12:08: Dann bleibt sie aber auch unten mit ihrem eigenen Kopf um mit der hand.

00:12:12: Aber wenn sich nur ein bisschen bewegt, bewegt sich die Katzer auch gleich.

00:12:14: Die Spiege ging sich auch ein bisschen.

00:12:17: Ich hab' mich einfach mit beiden angedockt.

00:12:19: Da geht man halt so mit.

00:12:22: Aber vieles ist am Schneideraum passiert!

00:12:25: Also die Hunde folgen auch nicht mehr?

00:12:29: Der Hund von meinem Bruder, die Bärbel.

00:12:35: Also ich meine, diese ist jetzt absolut jeder verliebt!

00:12:37: Es geht gar nicht anders.

00:12:38: Das ist einfach so ein Sympathie Staubsauger, das ist völlig irre.

00:12:42: Die Bärbel, dass ist der Hund von meinen Brudern heißt auch tatsächlich Bärblen.

00:12:46: Also alle Tiere durften ja einen eigenen Namen behalten.

00:12:48: Übrigens, weil es dann auch leichter ist mit ihnen zu drehen wenn man sie mit echten Namen stellt.

00:12:53: Bei der Kutschstand im Drehbuch Sissi.

00:12:54: Das war die Hermine.

00:13:00: Jedenfalls bei dem Hund, also der ist so unglaublich gut trainiert und man hat das Gefühl... Wenn es sowas wie Karma gibt, dann ist sein Karma wirklich alle Menschen glücklich zu machen, denn jeder, der sich überhaupt nicht für Tiere interessiert, ist geschmolzen, wenn sie erschienen ist.

00:13:15: weil sie auch so ausschaut, wie eine Mischung aus allem irgendwie und so freundlich.

00:13:20: Dass man einfach gut drauf ist... Was

00:13:24: irritiert das oft, dass du dich da verliebst in die Tiere und dir am liebsten mit nach Hause nehmen möchtest?

00:13:28: Naja, wie gesagt ich mag Tiere generell schon!

00:13:31: Also die meisten.

00:13:32: und natürlich haben wir jetzt am Set keine unsympathischen Tiere, die es ja glaube ich auch gibt.

00:13:36: Die Hermine ist bei dir zuhause

00:13:39: Ja, genau.

00:13:41: Der will ich aus Marie-Alm nach Wien gerichtet.

00:13:44: Die haben immer so hergerichtet und abgerichtet... Also, ich bin auch dann froh wenn ich sie wieder nicht mehr sehe.

00:13:51: Ich möchte kein Haus hier im Moment.

00:13:53: Ich habe einen neunzehneinhalbjährigen Sohn und ... Ein

00:13:57: Puppertier?

00:13:58: Er ist schon drüber!

00:13:59: Der macht gerade Zivildienst.

00:14:01: Aber das ist ja ein Kind.

00:14:03: zu begleiten bedeutet immer da zu sein, immer verfügbar.

00:14:08: Immer alles umzustellen.

00:14:09: mein was ist und das finde ich jetzt toll dass es nicht mehr so ist und deshalb würde ich mich auch an meine Haustür gerade nicht kümmern

00:14:17: wollen.

00:14:17: Okay wir kommen zurück zu den Schauspiel-Tieren.

00:14:23: Wo sagt man denn am schwierigsten zu hängenden Tiere?

00:14:26: Sind die Katzen oder gibt's andere auch noch?

00:14:28: Also es gab jetzt schon auch, wenn wir weiterdrehen.

00:14:31: Wenn wir weitermachen mit der Serie dann gab's jetzt natürlich auch Besprechungen.

00:14:34: was für Tierfälle erzählt man denn in nächster Zeit und wie gehört von... Wie heißen die?

00:14:40: Die Spucken nicht Llamas.

00:14:42: Alpakas.

00:14:43: Na die spucken aber nicht.

00:14:44: Die Llamazspüle.

00:14:45: Also Alpakkas zum Beispiel!

00:14:47: Und weil natürlich schaut man auf Tiere, die gut zu trainieren sind.

00:14:51: ja also ich glaube tatsächlich Katzen sind schon mit dem schwierigsten.

00:14:54: Wir hatten aber auch Vögel im zweiten Film Der war aber auch easy War auch gut.

00:15:00: Der hat auch gefolgt, oder

00:15:01: wie?

00:15:02: Ja.

00:15:02: Also der saß auf dem... Auf der Hand von der Schauspielerin, die im Film gehört und ich musste einfach seinen Kopf untersuchen weil er irgendwie eine Entzündung gehabt hat Und der hat genau das gemacht was er sollte.

00:15:16: Aber da war es beim Tierdrehen so jemals erst gedacht Er hatte schon einen spitzen Schnabel gehabt und im Drehbuch war es ursprünglich ein Papagei Und das wurde kurzfristig geändert in einen Kakadu, weil man gesagt hat der Papagei kann dir einfach den Finger durchfahren.

00:15:29: Ja und deshalb ein Kaka-Dun nicht.

00:15:31: also mit der Einstellung geht man dann ans Set und denkt okay der Kaka Du kann mir vielleicht meinen Finger ich kann aber keine Handschuhe anziehen ich muss es mit den bloßen Händen machen.

00:15:39: da war ich ein bisschen vorsichtig bei der ersten Berührung und dann hat der Karl die Tiertrenne sofort gesagt Doris wie schaust du tot rein?

00:15:46: Und habe gesagt wieso?

00:15:47: ja eben mache so wie immer.

00:15:49: Also haben wir mit der Kuh schon gedreht gehabt mach ist so wie Immer geh einfach hin Das ist ganz entspannt.

00:15:55: Dann haben wir gedacht, ja ich habe gerade wirklich mitgedacht vielleicht zwiegt sie mich oder vielleicht hakt sie mir einen Finger ab und das spüren die sofort.

00:16:04: dann machen die sofort den Rückzieher.

00:16:07: aber gibt es begabtere und weniger begabte Tiere?

00:16:10: Ja Hunde sind glaube ich schon begabten Pferde wenn man sich richtig trainiert.

00:16:16: Ich bin als Kind mit Tieren auch mit Pferden

00:16:19: Die können wir

00:16:21: auch.

00:16:22: Vielleicht gibt es sowas wie Tiere, die weniger Eigenheiten und eigenes Ego haben vielleicht.

00:16:29: Ein Esel oder so fällt mir da viel schämig sein?

00:16:33: Ja sicher

00:16:33: schwierig ja.

00:16:34: Und was ist jetzt dann wenn der erste kommt mit dem Lego an oder mit der Cobra?

00:16:39: oder was ist sie was noch für Tiere gibt?

00:16:42: Na Cobra weiß ich nicht also mit Cobra, wobei ich habe auch schon mal mit einer Schlange gedreht aber bei einer anderen Produktion.

00:16:49: Ich hab wahrscheinlich mehrere überhaupt

00:16:53: Ich hab ... Ja, du werd mal dann sehen.

00:16:55: Also grundsätzlich habe ich keine Berührungsängste.

00:16:57: Keine

00:16:57: Berührungssängste?

00:16:58: Auch wenn die Tarantel jetzt kommt oder sonst irgendwas?

00:17:02: Nein, nicht so.

00:17:02: Aber wer bringt schon eine Tarantelt zum Tierarzt?

00:17:07: Na ja, wenn sie Haarausfall hat...

00:17:09: Gibt's schon noch einen Zahnverloft!

00:17:15: Was war der lustigste Moment beim Drehen mit den Tieren?

00:17:21: Ja, das waren eigentlich all diese Momente mit den Katzen.

00:17:23: Also wo wir dann wirklich ein bisschen hinter dem Rücken von der Tiertrainerin natürlich schon immer gelacht haben und gesagt haben... Jetzt kommt sie wieder mit der Tunfischpaste!

00:17:31: Weil jedes Mal wenn auch nur etwas ansatzweise gelogen ist hat sich so ein Beutel wie so ein Ketchup.

00:17:36: Weißt du wieso?

00:17:37: Ein Ketchupbeutel.

00:17:38: Nur halt mit Tunfischepaste und immer gleich hinunter.

00:17:41: Die Katze immer gleich schlägt, binarischer.

00:17:42: Und okay was hat sie denn jetzt gerade richtig gemacht dass Sie schon wieder Tunfischenpast bekommen?

00:17:48: Also es war eigentlich dieses dieses ständige Wiederholen und auch dann im Team mit dem Kameramann die Augen verdrehen oder mit der Regisseurin, oh Gott wie lange dauert das jetzt?

00:18:00: Man hat natürlich versucht nicht zu sagen, sagen wir mal funktioniert da eigentlich irgendwas.

00:18:05: Aber es war ein langsames Langsames sich herantassen.

00:18:08: Es hat ja funktioniert und offensichtlich mit Katzen ist so.

00:18:11: Aber jetzt weiß man ja dass das Drehen heutzutage eine total getaktete Angelegenheit ist.

00:18:18: Zeitverlust ist wirklich das allerschlimmste.

00:18:21: Wie geht man damit um?

00:18:22: Weil es ist ja dann ein gewisses Moment der Ungerechenbarkeit bleibt.

00:18:26: trotzdem, da müssen alle super gestresst sein oder?

00:18:31: Es war schon viel Druck von Anfang an eigentlich, woran das lag?

00:18:36: also dass man jetzt eine neue Reihe aus der Taufe hebt und gestaltet und einfach einen ganz neues Format macht oder ob mit den Tieren zu tun hat, weil es war schon sehr viel Druck Und wir hatten einfach auch wenige Drehtage.

00:18:50: Also, wenn ich ein Ninzehn- und Achtundneinzig-Minuten-Film gedreht habe, da hatten wir Vierundzwanzig bis Fünfundzwanzigt Drehtage.

00:18:57: Üblich sind jetzt die Einundzwanzig, zwanzig, ein halb.

00:19:00: Wir hatten achtzehn.

00:19:03: Mit Tieren!

00:19:04: Aber der Vorteil bei uns – sonst könnte man das nicht machen – ist dass wir gleichbleibende Motive haben.

00:19:08: Also wir haben keine großen Umzüge.

00:19:10: Wir müssen jetzt an einem Drehtag von A nach B fahren.

00:19:13: Wir sind dann einfach….

00:19:14: Wir haben zwei Wochen durchgehend in einer Praxis gedreet Und dann muss man nicht zu viel herumfahren.

00:19:19: Ich muss trotzdem sagen, ich verstehe es manchmal nicht weil da geht's jetzt wirklich... Wir haben schon gesagt, da gehts um meine Läger die in der Bergdoktor-Läger spielen möchte und... Bergdoktor

00:19:30: hat siebzehnt Drehtage.

00:19:32: Aber die sind eingespielt.

00:19:33: Also

00:19:34: die haben... Die sind wirklich eingespielt.

00:19:35: er kennt jeder sein Motiv in und auswendig seine Rolle in und auch noch mal was anderes.

00:19:40: aber die haben siebzen tatsächlich ja

00:19:42: Und da müsste man ja eigentlich glauben, dass da eine große Sorgfalt möglich ist.

00:19:46: Aber ist es anscheinend nicht?

00:19:48: Es war sorgfält schon da aber auch wahnsinnig viel Druck.

00:19:53: und mit den Tieren muss ich muss einfach sagen also wenn jemand nichts zu unerschrocken ist mit Tieren wie ich dann braucht man einfach wahrscheinlich ein bisschen länger.

00:20:03: Ja weil tatsächlich mit den Katzen das war Ende nie

00:20:07: Gabs auch eine heikle Situation, das mit dem Vogel ging ja gut aus.

00:20:11: Aber waren auch irgendwie brenzligere ... Situationen da?

00:20:16: Naja in dem zweiten Film, das war unser allererster Drehtag Da musste ich eine Katze ausm Wasser retten.

00:20:23: Das hat sie wahrscheinlich nicht so geliebt die Katze im Wasser

00:20:25: zu sein.

00:20:25: Und es war natürlich fake.

00:20:26: und erst wenn man den Sack aufmacht weil jemand hat eine Katse so... Ah jetzt hab ich wieder gespoilert!

00:20:31: Oh nein!

00:20:33: Also jedenfalls muss dich da mitten ganz quant Fluss.

00:20:38: Und es war halt Anfang September und der Fluss hat halt gehabt zehn Grad, naja ich meine das mache jetzt nicht jeden Tag so gerne aber... Aber es war okay, es haben sich alle gut gekümmert und warmes Wasser usw.

00:20:48: Es war der erste Drehtag.

00:20:49: Und da hätte

00:20:49: man nicht faken können?

00:20:50: Entschuldige.

00:20:51: Nein!

00:20:52: Also wenn man in einen Fluss steigt, steigt man im Fluss dann kann man nicht im Studio nachdrehen.

00:20:57: Wie oft bist du reingestiegen?

00:20:59: Fünfmal.

00:21:01: Schon hart ja.

00:21:01: Und immer schnell weil's musste erst mal gehen.

00:21:03: Ja

00:21:03: aber ich habe dann auch.

00:21:04: also mittlerweile das Tolle ist ja, wenn man älter dass man sich mehr traut, zu fordern auch.

00:21:09: Und ich weiß wie es ist wenn ich Kaltfüße habe Ich hab schnell kalt Füße und wenn ich in kaltes Wasser steig dann erst recht.

00:21:18: und wenn wir vormittags so was drehen will ich nicht den ganzen Nachmittag kalte Füse weil da bin ich vielleicht drei Tage später krank und ich sag dann einfach wirklich an, ich brauche danach zwanzig Minuten Pause, ich möchte ein heißes Fußball... Was?

00:21:32: Kompliziert einmal!

00:21:33: Ja aber Das geht schon,

00:21:35: das kompliziert.

00:21:36: Na ja man traut sich.

00:21:37: Wenn man weiß der erste Drehtag ist total voll und wir haben ein Pensum und die Katzen heißt dann immer die Katze.

00:21:45: und ich meine ja aber ich bin auch da und ich möchte auch gern gesund bleiben.

00:21:49: Die Katze

00:21:49: kriegt die Tunfisch.

00:21:51: Du kriegst keinen

00:21:52: Fußbad?

00:21:52: Doch habe ich gekriegt.

00:21:54: Aber ich sage es halt dass ich kenne mich mittlerweile und ich kende den Dreh.

00:21:57: Man sagt dann ist er wurscht machen weiter.

00:22:00: Vor zehn oder vor zwanzig Jahren hätte ich mich das nicht getraut.

00:22:03: Oder ich sehe es bei jungen Kolleginnen, wo ich immer sage, vor dass ein sagt einfach was du brauchst?

00:22:08: Weil wir sind Menschen und wir sind auch manchmal ein bisschen Maschinen aber wir sind menschen und haben Befindlichkeiten ist wichtig, dass die Produktion auch dafür sorgt.

00:22:16: Es geht ja nicht um zwei Stunden sondern es geht darum kurz danach eine Pause zu haben, wo man sagt jetzt wärme ich mich auf!

00:22:23: Und ja man soll gar nicht glauben, dass das für immer wieder für Irritationen sorgt

00:22:30: schon auf diesem niedrigen Niveau, oder?

00:22:33: Warme Füsse ist doch ein Mindestanspruch.

00:22:35: Sollte

00:22:35: mir mal

00:22:36: hin.

00:22:36: Na ja immer wenn man sagt man braucht eine Pause und das waren zwanzig Minuten

00:22:41: Dann

00:22:41: kriegen alle weil du ja vor auch gesagt hast damit es alles sehr getaktet beim Dreh- und mit Tieren erst recht klar Wenn man sagt ich brauche eine Pause dann erschreckten alle erstmal kurz.

00:22:50: aber ich finde Pausen noch nie etwas weniger effizient gemacht

00:22:56: Ganz im Gegenteil wahrscheinlich macht was dann besser.

00:22:59: Ich bin da so diszipliniert geworden auch in meinem Privatleben, dass zehn Minuten Pause am Nachmittag, wenn ich das Gefühl habe jetzt bin gestresst und alles kommt zu in mich rein.

00:23:07: Dann mache ich zehn Minuten Pause setze ich mich hin oder lege ich mir hin und danach ist es besser!

00:23:12: Und dann ist man auch wieder effizienter, wenn man überhaupt effiziente Anzeigen muss.

00:23:19: Aber das ist ja wie ein anderes Thema.

00:23:21: Wir lernen gerade fürs Leben mit Dörres schreien.

00:23:24: Vielen Dank!

00:23:25: Ihr Frau Doktor.

00:23:28: Jetzt ist es so bei Tieren, man sagt die reagieren nicht auf den Text sondern auf Energie.

00:23:34: oder du sagst auch Handzeichen.

00:23:35: Das ist jetzt eine blöde Frage ja aber ich habe mir sie gestellt weil ich mir gerne blöden Fragen stell.

00:23:41: hat das dein eigenes Schauspiel auch irgendwie beeinflusst dass man sich sogar jetzt einmal von einem Tier etwas absieht und das ins eigene Schauspil einfließen lässt?

00:23:55: Das ist also eine gute Frage.

00:23:58: Es hat etwas bestärkt in mir, was ich für die Figur vorgenommen hatte.

00:24:02: Weil ich habe auch eine Figurenaufstellung gemacht für meine Rolle also so wie eine Familienaufstellung.

00:24:09: nur dass man eine Figur aufstellt weil das mache ich seit Jahren und es ist eine wahnsinnig gute Basis für eine Rolle wenn man nicht zu viel über den Kopf dann immer erklären muss oder psychologisieren muss sondern wenn man eine Aufstellung gemacht hat dann weiß man wo die Figure steht mit anderen und mit Themen.

00:24:24: Das heißt du stellst sie auf?

00:24:26: Ich mach's mit

00:24:27: jemandem gemeinsam.

00:24:29: Es gibt Coaches in Berlin, also das Frank Betzelt, Kai Wo Baulitz und Theresa Harder.

00:24:33: Die machen Figurenaufstellungen.

00:24:37: Und

00:24:37: da stellst du deine eigene Figur auf mit dem ganzen Ensemble?

00:24:43: Also es

00:24:43: gibt auch Regisseure- und Drehbuchautoren die machen das auch mit einem noch nicht fertigen Drehbuch, dass sie FigurenAufstellungen machen – mit Schauspielern habe ich schon gemacht, Schauspillerinnen!

00:24:53: In meinem Fall gehe ich allein zu dem Coach der das Drehbruch kennt.

00:24:58: Und dann sagen wir, wen stellen wir auf?

00:25:00: damit man einfach weiß was ist die Welt von Johanna?

00:25:03: Also was ist einfach genauso wenn jetzt du deine Familie aufstehst oder dein Umfeld.

00:25:07: Dann weiss man das ist die welt von Boris und in dem fall welt von also die fiktive welt von.

00:25:13: und es trägt mich total beim dreh natürlich

00:25:16: und du stehst draußen damit ich das setting verstehe du stehst draußen und schaust an deiner figur zu.

00:25:22: nein sie ist eigentlich so.

00:25:23: du nimmst also du hast so gegenstände die du aussuchst für jede Figur, die vorkommt und die stellt man an einen Platz.

00:25:30: Und dann gehst du immer zu diesem Gegenstand wo der halt steht.

00:25:33: da ist jetzt zum Beispiel mein Bruder ja?

00:25:36: Und dann gehe ich auf meine Position als Johanna und schaut so ein Bruder rüber und sagt Die Information, die mir zufließt was es mit dem Bruder wie fühlt sich der Bruder an?

00:25:45: Dann nehme ich das auf und dann transkribiere ich das nachher und das ist eine super wichtige Information.

00:25:50: Das sind natürlich später mit dem tatsächlichen Spiel nochmal verändert, aber es ist eine Superbasis.

00:25:56: War das schon sehr gründliche Vorbereitung?

00:25:58: Ja

00:25:59: bei solchen wenn so viel Programm ist finde ich also... Ich liebe Vorbereitungen und wenn man so viele Programme hat dann... Das brauche ich einfach.

00:26:08: Aber ich glaube je bei jedem.

00:26:09: Aber um noch mal zurückzukommen zu dem ob ich was von einem Tier übernommen habe, ich hatte immer das Gefühl immer wenn ich mit den Tieren in Kontakt bin bei der Vorbereитung Dann gibt es so eine ganz große innere Ruhe, also wo etwas in mir einfach ... Wo der Kompass in die richtige Richtung zeigt oder so.

00:26:27: Und das hat sich dann beim Drehen bewahrheitet.

00:26:29: Also dass ich gemerkt habe mit den Tieren werde ich so ruhig weil die das auch am liebsten mögen wenn man ganz ruhig und angstfrei ist.

00:26:36: Das hat sich schon zugegenseitig irgendwie beeinflusst dann.

00:26:39: Weil

00:26:39: die spüren das ja.

00:26:40: Wenn du nervös bist oder sowas.

00:26:44: Super Tiertherapie an

00:26:46: Set.

00:26:47: Ja voll!

00:26:49: Wir haben vorhin schon die Parallele zum Bergdoktor gezogen und genau deine Serie, das ja auch so könnte man sagen klassische TV-Unterhaltung.

00:26:57: Die Ärztin, die heile Natur, grüne Wiesen, glückliches Landleben... Auch die besonders aufgeräumten Stelle sind uns da auch ins Auge gefallen!

00:27:07: Und es gibt ein paar natürlich auch Probleme, die aber meistens innerhalb der Senderzeit gelöst werden.

00:27:13: Hat sowas denn heutzutage noch Berechtigung?

00:27:17: Die gute Frage Was hätte denn deiner Meinung nach mehr Berechtigung?

00:27:21: Noch mehr Trump, noch mehr Gruselkonflikte.

00:27:25: Eben das die Frage?

00:27:25: also muss man ist das eh quasi im Sinne des Eskapismus irgendwie braucht man sowas dass es ein bisschen eine Pause ist von der tristen Weltlage oder hat man die Verantwortung eben auch nicht kritischere Themen mehr einzubauen?

00:27:40: Also ich bin definitiv dafür dass es noch mehr Tiefgang geben könnte oder noch mehr Sozialkritik zum Beispiel.

00:27:46: Also in Zukunft auch ja, absolut.

00:27:49: Aber jetzt mit dem braucht man es... Schwierig!

00:27:53: Natürlich ist das ein bestimmtes Genre.

00:27:55: Da beißt im Aussitz kein Faden ab.

00:27:57: Das ist das Schore-Heimatfilm, moderner Heimatfilm oder qualitativ hochwertiger modernen Heimatfilmen was auch immer das ist und der funktioniert nach gewissen Gegebenheiten und Regeln.

00:28:12: Als ich das Buch bekommen habe vom ersten Casting hab' ich mir gedacht Ich bin so durchgeflotet, durch das ganze Buch.

00:28:19: Da hat man gedacht, es ist irgendwie auch nett.

00:28:22: Also am Land zu sein ist fein!

00:28:24: Ich bin urgern am Land und ich finde es einfach super am Land.

00:28:28: Aber wenn ich wieder in der Stadt sein kann... Und dann habe ich mir die Frage gestellt Kann ich als Schauspielerin und als Frau, die ich jetzt bin In diesem Rahmen mich wohlfühlen?

00:28:42: Weil es wie du sagst, es hat einfach bestimmte Begebenheiten.

00:28:46: Und ich habe für mich diese Frage eindeutig mit Ja beantwortet weil ich weiß in welchem Rahmen ich mich bewege und das nimmt mir als Mensch oder Schauspielerin nichts weg.

00:28:57: dass ich jetzt aber eigentlich viel tiefere Konflikte spielen wollen würde oder zerrießendere Frauen Das kann ich ja auch und das hab' Ich auch und es werde ich vielleicht auch wieder Aber ich hab damit überhaupt kein Problem.

00:29:09: Und ich weiß, wenn so ein bisschen Nase gerümpft wird von wegen ... Achso, das ist jetzt hier so ZDR, Bergdoktor?

00:29:17: Dann denk' ich mal ja okay, ja is es!

00:29:19: Ja aber was sagt das über mich als Mensch aus?

00:29:23: Nein, die Frage ist ja auch ob man so einfach mit Eskapismus abtun kann.

00:29:27: Also jetzt wenn wir auch eben alle diese vom Winzerkönig angefangen, die ja eben mit so Lichtgestalten arbeiten und Grunde genommen das sind ja immer auch Lösungsangebote, die da gestellt werden also ich weiß nicht ob mal im praktischen Leben ein Problem oder eine Krankheit, eine Erkrankkeit vielleicht besser aushalten kann Hier und da den Bergdorf, der Anschau oder eben halt die Maywald.

00:29:56: Oder den Winzerkönig... Jetzt

00:30:00: reden wir miteinander, wir drei!

00:30:02: Und es gibt so viele Menschen und so viele verschiedene Wahrnehmungen.

00:30:05: Also natürlich gibt es die Menschen, die sich an dem orientieren oder damit zu verwachsen.

00:30:09: Ich hab mal bei den Bergrettern gedreht.

00:30:11: Das ist ein richtiger Tourismus dorthin.

00:30:13: also da gibts Bergretter Touren.

00:30:16: Also ich kriege da einen Grusel und muss in das Hotelzimmer gehen.

00:30:19: Weil das kommen dann fünfhundert Leute von überall aus Deutschland her und machen eine Tour, eine Bergretter-Tour.

00:30:26: Wieso kriegst du da ein Große?

00:30:27: Ich finde es super!

00:30:28: Wirklich?!

00:30:29: Nein ich bin... Da bin ich ein bisschen...

00:30:30: Ja voll dabei!

00:30:31: Echt?

00:30:32: Na gut, du kannst mich da coachen dafür.

00:30:34: Nein, daran müsste ich mich gewöhnen glaube ich ja.

00:30:40: Aber ich glaube um nochmal zurückzukommen wie nimmt man so einen Thema wahr Eskapismus oder nicht?

00:30:47: Man kann sich sie aussuchen kannst du auch ins Kino gehen und dir keine anschauen.

00:30:52: Oder man hat ja die freie Wahl oder was anderes im Fernsehen anzuschauen.

00:30:57: Und beim ersten Film von der Maiwald, diese Geschichte zwischen Vater und Sohn Also da habe ich mir oft gedacht wie ich es dann gesehen hab.

00:31:06: Ja so sind manchmal Peter mit ihren Söhnen Das sind ja auch viele Dinge drin die man kennt wo man sagt ah denen geht's auch so Und es ist nicht platt dargestellt.

00:31:17: Ich finde Sie haben das gut gemacht?

00:31:19: Also der Vater mit dem Sohn, das war einfach so... Nur damit wäre andeutungsweise Spoilern.

00:31:24: Der Sohn ist weggegangen weil er sich mit dem Vater zerstritten hat und dann kommt er zurück und es kommt im Endeffekt... Und man sieht

00:31:32: warum der Sohn eigentlich weggegangen ist dass der Vater ein sturer alter Mann geworden

00:31:36: ist,

00:31:37: der ein hartes Herz hat.

00:31:38: wenn die sich umarmen, das kennt man, die klopfen sich nur auf die Schulter aber das Herz ist nicht dabei.

00:31:43: Und dann im Laufe der Geschichte geht es manchmal ein bisschen auf das Herz, wieder zu.

00:31:49: Das kennt man ja.

00:31:50: Die Darstellung

00:31:51: des Berufs, wenn wir uns die noch anschauen, realistisch ist, wird aus Traumberuf dargestellt und da sieht man jetzt aber nicht irgendwie bis zum Ellbogen in der Kuh drinnen.

00:32:02: Ja, das darf ich

00:32:03: auch nicht machen!

00:32:08: Das darfst du nicht machen von der Versicherung her oder warum?

00:32:10: Darf's das nicht machen?

00:32:11: Also wir werden auch nicht von dir verlangen, ich schätze jetzt mal.

00:32:14: So wie sie krank war!

00:32:15: Weil dann

00:32:15: brauchst du ein Handbad

00:32:17: und es dauert wieder ewig.

00:32:19: Ja die Kuh wirds auch nicht so mögen wenn man das nicht fadgetecht macht wahrscheinlich.

00:32:23: Ich hab eher auch gefragt weil die Tierärztin mit der ich unterwegs war, die hat das gemacht.

00:32:27: also natürlich ist es nicht angenehm für die Kuch auch ja aber manchmal ist es eben notwendig.

00:32:31: Aber in dem Fall war die Kuchen so krank dass ich das nicht hätte machen müssen.

00:32:36: Aber im Drehbuch stand schon, dass wir da ... Wir hätten was mit dem Magen auspumpen machen müssen.

00:32:41: Das konnten wir dann natürlich auch nicht machen.

00:32:42: Es konnte man nur andeuten.

00:32:44: Aber schnell!

00:32:47: Da das wurde dann aber eh vorher schon geklärt.

00:32:50: Also es waren wirklich viele Dinge in den Drehbuch zwei Wochen vor Drehbeginn die dann völlig anders gedreht worden sind.

00:32:57: Da ist einfach Walter der Tiertrainer gesagt hat, du Leute, Entschuldigung, das können wir nicht machen?

00:33:02: Und die Tierarztin gesagt hat, nein auf keinen Fall.

00:33:05: Also man hat dann eh immer nur angedeutet oder ich meine ich gebe glaube ich insgesamt zehn Tieren.

00:33:11: irgendeine Spritze wird ja auch noch angedeutet.

00:33:15: Wie ist es mit dem Tierschutz am Set?

00:33:17: Ist da jemand dabei der schaut dass das den Tieren gut

00:33:19: gilt?

00:33:20: Das ist der Tiertrainer.

00:33:21: also der Tiertrainer ist wirklich der Anwalt von dem Tier.

00:33:24: Der schaut auch drauf

00:33:25: und mit dem habe ich mich wie gesagt so das waren so feine Menschen das war so leicht mit denen zu arbeiten Es hat einfach total Spaß gemacht.

00:33:33: Also es geht in der Maiweide ja auch so nebenbei um eine überarbeitete Tierärztin, nämlich dich?

00:33:38: Ja Wie ist das in deinem Beruf?

00:33:41: Du hast doch schon gesagt, dass es ein Zeitdruck ist und Druck da usw.

00:33:44: Und wie hoch ist die Böhrenaudrate unter Schauspielerinnen bzw.

00:33:50: Filmschaffenden?

00:33:51: Mir ist aufgefallen darüber redet man eigentlich gar nicht.

00:33:55: Ich werde bald drüber reden weil ich darüber was schreibe.

00:33:59: Keine

00:33:59: Spoiler?

00:34:00: Naja, ich war schon auch davon.

00:34:03: Aber ich bin mir nicht sicher ob es wirklich was mit dem Beruf Schauspieler-Schauspielerin zu tun hat weil alle Berufe haben einen ehrsinnigen Druck.

00:34:09: also wenn ich jetzt in meinem Freundeskreis schaue Physiotherapeuten, Ärztin...

00:34:14: JournalistInnen

00:34:16: Ja wir kennen uns noch nicht gut.

00:34:18: Also die Gesellschaft oder unsere Kultur ist einfach ganz tief drin dass du super bist Powerfrau Wenn du viel leistest, ja.

00:34:29: Ich meine allein wenn ich dieses Wort Powerfrau höre könnte ich schon aufspringen und davon rennen weil ich mir denke das gibt man halt den Frauen dann drauf damit man ihnen noch mehr umhängen kann.

00:34:38: Und dann ist man...wenn man alles macht und keine Grenzen zieht dann ist die Superfrau und die Powerfraue.

00:34:43: Das fühlt sich natürlich auch super an wenn es jemand sagt in jüngeren Jahren.

00:34:46: Man glaubt das und will dem entsprechen.

00:34:54: hatte ich mit meinem Gehör plötzlich Probleme und das hat sich einfach lang gezogen.

00:34:59: Und es ist total ausgeheilt, also komplett.

00:35:02: aber ich musste mich auch wirklich zurückziehen.

00:35:05: Also ich habe einen eineinhalb Jahre gar nicht gearbeitet.

00:35:08: Und darüber schreibst du jetzt dann

00:35:10: schon länger?

00:35:11: Schon länger weil es einfach wirklich so war, dass ich natürlich aus allen Wolken gefallen bin.

00:35:15: Weil ich hab wirklich immer funktioniert und da war kein Funktionieren mehr.

00:35:20: Und ich kann jetzt darüber sprechen, weil das wirklich vorbei ist und weil ich weiß welche Mechanismen es sind.

00:35:26: Das ist nicht von heute auf morgen zu durchschauen oder zu lernen, denn es sind alte Konditionierungen aus der Kindheit.

00:35:34: Wir haben alle über unsere Kinder schon hundertmal nachgedacht

00:35:37: usw.,

00:35:37: aber natürlich werden diese Bahnen gelegt und später werden sie bedient und man selber bedient sie – in meinem Fall war das auch Lange Zeiten macht nichts, das macht nicht.

00:35:47: Dann fliege ich noch da und dann flieg ich am nächsten Tag wieder.

00:35:49: Und dann flieg ich auch noch da... Ja, das mache ich auch nach!

00:35:53: Und auch definieren darüber, dass wenn ich viel arbeite, dann spüre ich mich.

00:35:58: Das ist sich sozusagen gut zu spüren, wenn man nicht arbeitet oder vielleicht im Startbackspazier geht.

00:36:05: Das lernen die meisten Menschen nicht so einfach so.

00:36:11: Da zwingt sie etwas dazu.

00:36:12: Oder man hat es von Haus aus ja?

00:36:14: Ich hatte es nicht, ja.

00:36:15: Aber

00:36:15: auch interessant, was du vorüber deine Rolle erzählt hast und die Fähigkeit zur Abgrenzung, die die Tierärztin hat sich da als Parallelen irgendwie ein bisschen...

00:36:24: Ja dann muss man eh schauen wie's weitergeht weil im Moment erzählen wir in diesen beiden Filmen eine Frau, die überlastet ist also die wirklich viel macht und ihre junge Assistentin die sagt Du brauchst Verstärkung.

00:36:34: Es ist nichts sie selber die sagt ich brauche jetzt Verstärke sondern jemand anderer sagt das Dann verletzte sich Und dann öffnet sie sich sozusagen einen Mitarbeiter, einer Mitarbeiterin gegenüber.

00:36:46: Und dann müsste man ja jetzt weiter erzählen oder tiefer gehen und sagen was heißt das?

00:36:51: Jemand der dazu neigt seine Liebe zum Beruf zu sehr auszuleben.

00:36:57: Sich selbst auszubreiten.

00:36:58: Ja oder sich auch auszubeuten beziehungsweise wenn da noch zwei drei Sachen dazukommen wie ist sie jemand bei ihr ein obwohl sie am liebsten allein wohnt?

00:37:04: also dass man dann überlegt was macht es genau mit ihr und wie geht sie damit um und wie spricht sie darüber?

00:37:10: Und das sind dann die Fragen für den nächsten Film.

00:37:12: Spannend!

00:37:13: Das sind

00:37:13: bei Leiber keine leichten

00:37:15: Themen?

00:37:15: Ja, genau.

00:37:16: Dann sehen wir aber wieder in dem Format wo man sagt okay wie spricht man denn über Überlastung?

00:37:21: oder sagt man ach ich bin überlastet aber es macht ja eigentlich eh

00:37:23: nichts.

00:37:25: Ich bin trotzdem gut drauf weil jetzt Berg ist nicht so schön.

00:37:27: Also muss man schon schauen.

00:37:30: Aber wie ist es in der Branche?

00:37:32: gibt's da irgendwo eine... Wie ist es in der Branche mit

00:37:37: den Burnout-Filmen?

00:37:39: Ich kann das so nicht beantworten.

00:37:40: Also ich weiß von vielen, dass sie erschöpft sind oder erschöpf waren – ich war das selber auch und ich kann nur jetzt immer weitergeben vor allem an junge Schauspielerinnen oder meistens Schausspielerinnen, dass ich halt sage du darfst viel mehr für dich verlangen als du glaubst.

00:37:56: Ja also... Und ich meine jetzt nicht die Diva spielen sondern nicht meinen Nutzen….

00:38:01: Ein junger Schauspieler, wenn er ans Theater kommt, spielt er fünf Prämieren pro Jahr.

00:38:06: Sie haben natürlich auch eine Wahnsinnsenergie in den jungen Jahren.

00:38:09: Aber fünf Prämiere im Jahr ist schon sehr viel oder vier Filme.

00:38:15: aber es hält ja auch jeder was anderes aus.

00:38:16: und ich sage jetzt mal, wenn dann Privatsachen dazukommen oder wenn jemand krank ist in der Familie – mein Vater ist letztes Jahr gestorben – also dann kommen die Sachen, Themen dazu!

00:38:26: Und dann hat man dieses riesige Pensum.

00:38:28: Was macht man denn?

00:38:30: Also sagt man Ich sage jetzt drei Termine ab.

00:38:33: Ich sage ein Interview, ob das mir eigentlich wichtig ist damit ich eine Pause habe oder eine Ruhe hab' oder nicht.

00:38:38: Tendenziell sagt man nicht ab aber das muss man halt lernen auch finde ich.

00:38:42: Aber sie sehen wir dieses gerade in dem Beruf entweder es ist zu viel oder es ist so wenig.

00:38:47: also ich habe selten ein gutes Mittelmaß erlebt.

00:38:50: ja und

00:38:52: wenn Nein sagen ist ja so ne Sache ja?

00:38:54: Ich meine wenn sagst du Nein zu einem interview.

00:38:57: Also ich habe mal einige Male in den letzten zwanzig Jahren zu Rollen reingesagt und hab auch eine gewisse... also man spürt das, das ist schwierig.

00:39:07: Das kannst du ja nur leisten wenn du sagst ja okay, also ich weiß dass die nächste kommen wird aber wir reden ja von der Mittelklasse jetzt einmal, die nicht so wahrscheinlich genau weiß kommt da jetzt wieder was?

00:39:20: Das meine

00:39:21: ich, aber ich glaube sie sind jeden Berufssohn Du kannst eigentlich nichts sagen.

00:39:24: nein Ich brauche jetzt Zeit für meine Mutter, die im Krankenhaus liegt und die ich vielleicht in drei Wochen nicht mehr sehen werde.

00:39:31: All diese Dinge sind so heikel, weil du brauchst dann gegenüber das

00:39:36: versteht.".

00:39:36: Aber ich behaupte noch mehr, dass der Druck den man am Filmset oder beim Filmschaffen ausgesetzt ist ein unglaublich hoheres oder auch im Theater.

00:39:47: Was machst du wenn du krank bist?

00:39:49: Du spielst trotzdem ja!

00:39:50: Du kannst diese Produktionen nicht gefährden.

00:39:53: Es bleibt ein anderes Überjahr.

00:39:54: Also es heißt, man geht und das habe ich schon auch beobachtet ja jetzt von außen als Journalistin wo Leute eigentlich mit ihrer Gesundheit dann teilweise wirklich streflich umgehen weil sie eigentlich sind sich voll krank und müssen aber trotzdem spielen.

00:40:09: Und das verzeiht der Körper bis zu einem gewissen Alter Aber irgendwann einmal da nimm er nicht.

00:40:15: Es ist beim Spitzensport das ähnlich wahrscheinlich.

00:40:19: Aber das sind so Dinge die nimmt man dann in Kauf.

00:40:22: Naja, ich habe es auch gemacht und das war dann auch an dem Punkt wo ich gemerkt hab da geht's jetzt nicht weiter.

00:40:26: Jetzt muss ich wirklich eine Pause machen und ich war dann ab Kur sehr lange also in Deutschland im Schwarzwald weil ich wusste ob ich muss jetzt herausfinden was ist das was sich wirklich an meinem Programm, an meinem inneren Programm ändern muss?

00:40:41: Und habt das auch.

00:40:42: ja.

00:40:43: und wenn man mal an einem Punkt ist wo man sagt der Körper so jetzt steige ich aus Das ist einfach irre beängstigend.

00:40:53: Also das werde ich einfach sage jetzt mal nie wieder, obwohl man nie wieder nicht sagt, dass werde ich nicht so leicht widergefährdet.

00:41:01: Dann würde ich mir rundherum es so bauen, aber dann habe ich da Schlupflöche oder sowas her.

00:41:06: Aber der Dreh war ja auch ... Es war eine Woche vor Drehbeginn kamen vom zweiten Drehbuch neunzig gelbe Seiten.

00:41:15: Also, gelbe Seiten sind die Änderungsseiten.

00:41:17: Das Drehbuch hat hundertundachtzig Seiten und die Hälfte war neu eine Woche vor Drehbeginn.

00:41:21: Und wir haben zwei Filme gedreht durcheinander also chronologisch komplett durcheinander und da war viel Druck und trotzdem ich mache halt dann wirklich weniger.

00:41:34: Ich fahre dann am Wochenende nicht heim weil ich weiß einen Tag muss ich mich ausschlafen.

00:41:38: Es ist halt in diesen zwei Monaten das Fernhalten Ich mache dann nur das und Erholung.

00:41:48: Wie habt ihr denn eigentlich die Drehtage ausgelegt?

00:41:50: Weil es ist ja auffällig.

00:41:52: Es ist immer schönes Wetter, außer es gibt irgendwie... Ist

00:41:54: das nicht aufgefallen, dass es manchmal

00:41:56: trüb ist und

00:41:57: der Schnee auf den Bergen musste auch rausgehalten werden?

00:41:59: Es hat Anfang Oktober geschneit und alle waren panisch!

00:42:02: Nein wir wollen keine Schnee

00:42:03: in der Serie!

00:42:04: Aber wie macht man denn das?

00:42:05: Das kann man ja schwer beeinflussen, wie das Wetter ist.

00:42:08: Wir

00:42:08: haben wahnsinnig gefroren.

00:42:09: Anfang Oktauber war ein Winter-Einbruch Und dann haben sie halt die Berge immer raus gehalten, eine Woche lang.

00:42:13: Oh Gott, oh Gott.

00:42:14: Dann haben Sie sich halt von anderen Bildern reingeschnitten gebraucht

00:42:17: haben.

00:42:18: Also

00:42:18: auch wieder der Schneideraum, der an dir arbeitet?

00:42:21: Ja!

00:42:22: Der Schneiderraum hat für gutes Wetter gesorgt.

00:42:24: Michael Linzer, der das geschnitten hat, der hat glaube ich echt einen guten Job gemacht.

00:42:28: Ist schon auch mit so Computer CGI oder so irgendwie gearbeitet worden... Das

00:42:32: weiß ich nicht.

00:42:33: Ich kann mich erinnern wahrscheinlich.

00:42:34: Nein es ist die Schlussszene vom ersten Film und das ist schon lustig.

00:42:40: Es schaut nämlich wirklich aus wie beim Heidi.

00:42:44: Wenn der Bernhard und ich da stehen.

00:42:47: Es ist wirklich der Himmel, du siehst das.

00:42:49: Da war

00:42:49: es aber so schön!

00:42:51: Da war's wirklich schön an dem Tag, dass man uns gedacht hat am Vormittag noch grautlich und dann was so schöner wäre.

00:42:56: Wo kommt denn das jetzt wieder her?

00:42:57: Für die allerletzte Szene habe ich eingefroren.

00:43:00: Ich hab glaub' ich's so ganz klinisch gemacht.

00:43:02: Das ist wirklich so... Also ich hab mich super wohl gefühlt weil mir dachte, das ist jetzt heide hier eben halt mit dem Haus wo's eingezäunt ist und da rauschen auch die Bäume und oben drüber Wenn das nicht CGI ist, dann weiß ich nicht.

00:43:18: Okay wahrscheinlich hast du recht

00:43:20: oder auch nicht?

00:43:20: Das ist ja auch egal.

00:43:21: Es

00:43:21: war auch beim Drehen manchmal so dass ich mir gedacht habe wenn da eine Szene war wie diese letzte Szene wo es dann auch so ein bisschen nach wo man denkt zwischen den beiden entwickelt sich etwas.

00:43:31: und dann hat die Regisseur gesagt sei doch ganz freundlich und offen zu ihm.

00:43:34: Und ihr habt mal gedacht oida Wir haben Sonne wir haben Berge wir haben schönes Haus im Hintergrund wir haben eine grüne Wiese Da ist auch noch ein Baum als schöner.

00:43:46: Ich kann jetzt nicht freundlich sein, weil sonst ist es zu viel!

00:43:51: Aber das... also es gab diese Momente schon auch.

00:43:54: Ja.

00:43:54: Aber sie hatte recht?

00:43:56: Sie hat dann die Takes genommen wo ich total freundliche bin und es funktioniert.

00:43:59: Und du sagst Heidi und...

00:44:02: Ja natürlich Das gehört so.

00:44:04: ja Es gehört dann auch so

00:44:06: Wenn wir uns die Tierärztin auch wieder in der Realität anschauen, damit die meisten Menschen hier im Umgang mit Tieren sind vor allem eine Erfahrung nämlich dass die Schweine teuer sind.

00:44:16: Welche Erlebnisse hast du dann persönlich?

00:44:18: Die Tierärzteine

00:44:21: mit denen ich mich vorbereitet habe, die in der Nähe von Saalfelden ihre Praxis haben, in der nähe von Maria Alm machen zum Beispiel ja weil ich da auch dabei war eine Kastration bei einer Katze ich glaube für hundertsechzig Euro.

00:44:34: Ich glaube, hundertvierzig oder hundertsechzig Euro inklusive nach Behandlung.

00:44:39: Und das kostet zum Beispiel in Salzburg, glaube ich, dreihundertvierzig.

00:44:42: Wirklich!

00:44:42: Das ist ein preisamer Land.

00:44:43: Ja

00:44:44: genau und dann habe ich gesagt wieso ist es so viel teurer?

00:44:46: Weil eben dafür war die Vorbereitung auch gut

00:44:48: zu kriegen.

00:44:49: womit haben sie jetzt hier im Land zu tun?

00:44:51: hat sich gesagt Schau wenn ihr jetzt dreihundertviertig Euro verlangen Dann macht der Bauer das nicht weil er sagt ob jetzt die Cods zwei Wochen später vom Traktor überfahren wird und sowieso keine Jungen mehr kriegen kann Oder ob ich sie jetzt kastrieren lasst, das muss ich mal überlegen.

00:45:06: Und bei Hundertvierzig oder Hundertfünfzig Euro macht man es leichter als bei dreihundertviertzig.

00:45:09: Also sie muss die Preise anpassen sonst machen die Leute das gar nicht!

00:45:12: Ich muss ja auch sagen... ...die Tierobsorge hat sich sehr geändert weil ich stamm' mir noch aus einer Generation wo man mit Katzenbabys anders umgegangen ist.

00:45:20: Ja,

00:45:20: das ist aber die Geschichte von... Das ist die Geschichte vom zweiten Film und jetzt wollen wir nichts mehr.

00:45:26: Also auch dann, wo ich ja diese Katze rette weil jemand sie eben meine

00:45:31: Oma hat es auch gemacht.

00:45:32: Wahnsinn oder?

00:45:33: Ich bin einfach am Bauernhof aufgewachsen wenn wir Junge bekommen haben also später dann habe ich versucht die unter meinen Freundinnen zu verschärbeln.

00:45:40: Das ging halt auch nicht immer, wer kann schon jedes Jahr zweimal eine Katze nehmen.

00:45:44: Aber meine Oma hat das gemacht ja in Sack rein und untergetaucht.

00:45:48: Ja

00:45:48: es ist so wacke.

00:45:52: Mein Mann hatte am See einen Ferienhaus gehabt und die haben erzählt dass der Nachbar mit den Hundewelten raus auf dem See gefahren ist und ich fand sie dort mit den Steinen versenkt.

00:46:07: Also unser Nachbar, der hat die Katzen... Das muss man sich vorstellen.

00:46:11: Katzenbabys!

00:46:12: Das redet mir nicht irgendwie von der Taranto, der man zieht oder so.

00:46:17: Sondern den ganzen Baby in einen Sack und den Sack auf die Erde geschmissen.

00:46:21: Das

00:46:22: ist ja Wahnsinn.

00:46:22: Meine Mutter

00:46:23: muss es fast besser ertrinken?

00:46:24: Ja eigentlich.

00:46:26: Ist das besser?

00:46:26: Ich

00:46:26: weiß es nicht.

00:46:27: Ertrinken ist doch ganz schlimm,

00:46:28: oder?

00:46:29: Stelle ich mich auch schlimm vor.

00:46:30: Es

00:46:30: ist

00:46:31: alles erwahnt.

00:46:32: Meine Mutter hat den Gnaden tot.

00:46:35: weil es hat niemand gemacht, mein Vater natürlich schon lange nicht.

00:46:38: Wie so am Bau noch auch?

00:46:39: Nein,

00:46:39: im Bauernhof einfach ein Landfamilie und meine Mutter hat sie mit Choroform ertränkt oder nicht ertrenkt sondern getötet und dann hat sie's eingegraben.

00:46:48: also die

00:46:49: haben das eingeatmet und dann waren sie tot.

00:46:51: Dort waren sie aber eingeschleffert und dann sind sie vergraben worden.

00:46:55: und sie hat immer gesagt die wachen dann nie mehr auf

00:46:59: Okay.

00:46:59: Und du hast es geklappt?

00:47:01: Ich glaub's bis heute!

00:47:03: Na Doris, das tut Ihnen überhaupt nicht weh des Plan, das macht nix.

00:47:07: Die spielen das gar nicht!

00:47:09: Danke Doris dass du das beruhigt

00:47:12: mich haben.

00:47:13: Ich hab' das auch mitgekriegt einfach ja.

00:47:15: Ja und heute sind wir... ich habe gerade vorher erzählt in einer anderen, auf einer anderen Position, da obsorge ich habe so eben ein Langlaufcamp hinter mir in einem Hundehotel.

00:47:26: Ja und es war sehr skurril muss ich sagen also eine Hundebesitzerinnen und Hunde besitzt unter den Zuhörenden auf zum Hunde Hotel.

00:47:35: dort werden die Hunde extrem gut versorgt.

00:47:39: sie kriegen ein eigenes Menü das ich gerne gehabt hätte.

00:47:45: Man kann von der Sauna aus mit dem Hund blickkontaktheiten, damit sozusagen der Trennungsschmerz nicht so groß ist.

00:47:55: Es gibt Hundejoga und es sind praktisch an jeder Ecke kleine oder größere Hunde angebracht also aus allen Materialien von Plastik angefangen über... Gott!

00:48:10: Ja, also man kommt nicht.

00:48:12: Aber man muss sagen...

00:48:13: Und das Hundejoga ist der abwärtsschauende Hund?

00:48:17: Natürlich!

00:48:19: Was ist denn bitte Hunde-Joga?

00:48:22: Das kann ich dir jetzt so genau auch nicht sagen.

00:48:25: Ich habe es nicht

00:48:26: mitgemacht.

00:48:26: Sehr lustig.

00:48:27: Die Hunde waren extrem entspannt.

00:48:29: Es ist ihnen sehr gut gegangen, muss man sagen.

00:48:34: Vielleicht wäre das einmal für eine Folge Mal etwas, das in einem Hunde-Hotel vielleicht dann irgendwann eine solche ausbricht.

00:48:41: Und dann muss die Doktor Maywald kommen und hat ganz viele Hunde zu versorgen!

00:48:45: Ein

00:48:46: Hund zersichert irgendwas beim Yoga.

00:48:48: Ich meine

00:48:48: ich glaube so wie du das beschreibst wäre das ja auch... muss man nachher noch sagen, wo das ist.

00:48:52: Das gebe ich gleich an die Autoren weiter.

00:48:54: Dass sozusagen ja auch ein offensichtlich interessantes Motiv sein könnte also Drehort sein könnte mit den... dass überall so Hunde herumstehen.

00:49:03: Achso!

00:49:03: Ja, sicher.

00:49:05: Das ist wie gemacht.

00:49:06: Nein aber es tun sich viele viele viele Geschichten auf weil wie du vorhin gesagt hast also gerade solche da kann man auch eine Geschichte erzählen Gerade über die Preise oder über das Honorar von Tierärzte, dass sich sozusagen der Bauer von dort oder die alleinstehende Frau sich den Tierärzt oder die Tierärze nicht leisten kann.

00:49:27: Und so kannst du halt dann auch wieder die Leute reinholen.

00:49:30: also es ist schon ein ergebliches Feld.

00:49:32: ich hoffe die nutzen das und sie geben euch mehr Drehtage diese Schlammlinie.

00:49:36: Ich glaube nicht aber ich glaub beim nächsten Mal wird's ein bisschen leichter.

00:49:39: und was ich zum Druck noch sagen kann und muss innerhalb dieser Arbeit Ich finde, wenn man offen darüber sprechen kann mit Produzentinnen und Redakteurinnen die sozusagen das Pensum auch bestimmen und das Geld geben und eben sagen wir haben nur achtzehn Tage weil sonst können wir es nicht machen.

00:49:58: Austausch gibt auf Augenhöhe, finde ich dann ist es noch mal was anderes als wenn man das gefühlt hat.

00:50:02: Man muss sie immer verstecken.

00:50:03: Dann sieht man gemeinsam an einem Strang.

00:50:05: Ja da kann man das auch... Das ist so wie in einer Beziehung auch wo du sagst du mir geht's jetzt mit dem Thema gerade nicht gut mit mir.

00:50:10: Wie machen wir das eigentlich?

00:50:12: Also wenn man offen darüber reden kann und sich nichts schämt dafür wie man empfindet, dann macht es so viel aus und auf auch ja.

00:50:20: Was

00:50:20: aber die Situation an sich nicht besser macht.

00:50:23: Ich finde

00:50:23: doch, ich finde sobald offen über Dinge sprechen kann, macht es alles besser.

00:50:30: Und man nicht das Gefühl hat, man muss so tun als ob.

00:50:32: Ich finde, dass ist das Anstrengendste.

00:50:34: Bist du eigentlich persönlich Team Hund oder Katze?

00:50:38: Also wenn ich mir ein Tier nehmen würde dann eine Katze ja.

00:50:42: Ja, ich glaube, ich wäre auch selber.

00:50:44: Wenn ich jetzt eins von beiden sein müsste, würde, wäre, dann wäre ich glaube ich auch eine Katz.

00:50:49: Man sagt dir, in jeder Beziehung gibt es eine Black Cat und einen Golden Retriever.

00:50:54: Ich bin die Black Cat natürlich

00:50:55: auch!

00:50:57: Darüber muss ich jetzt nachdenken... Du

00:50:59: bist die Black Beauty das hast du doch schon gemacht.

00:51:04: Ja

00:51:04: genau, das bin ich.

00:51:06: Jetzt braucht man noch einen Serientipp von dir, liebe Doris.

00:51:09: Was hast du zuletzt gesehen?

00:51:11: Zuletzt, also was mir als erstes einfällt aber wahrscheinlich weil ich die Schauspielerin gerade in Berlin getroffen habe und ihr mein Kompliment ausgedrückt habt.

00:51:18: Ich hab wahnsinnig gern gesehen!

00:51:19: Die Discounter auf Amazon.

00:51:22: Diese

00:51:23: Monumentary im Einkaufs Supermarkt?

00:51:26: Ja, ich finde das Wahnsinnig lustig.

00:51:28: Sagst

00:51:28: du mal, erklärst du schnell worum es geht?

00:51:30: Es geht um einen Discounter, also meinen Billigsupermarkt und die junge Belegschaft dort Und ich finde, die haben das... Das ist so ein bisschen im Mockumentary-Steal.

00:51:43: Also die erzählen dann über ihre Arbeit in Interviews hinten dann im Kammerl und es ist... Ich find's einfach lustig!

00:51:52: Es geht um nicht viel aber das was sie machen ist lustig und die Schauspieler sind wahnsinnig gut.

00:51:56: also ich freu mich immer so wenn Schauspiele so gut sein dürfen.

00:52:00: So authentisch und man hat das Gefühl dass ganz viele von ihnen selber ... in diese Rolle eingebracht und die haben sehr viel improvisiert auch.

00:52:09: Ich glaube, die haben jetzt schon die vierte Staffel gemacht.

00:52:12: Und was steht bei dir jetzt an?

00:52:14: Als Nächstes?

00:52:14: Ja!

00:52:15: Ich warte zumal ab.

00:52:16: Ah!

00:52:18: Genau.

00:52:19: Wenn du die Zusage

00:52:20: bekommt für dich... Nein, das ist so offen

00:52:23: mehr.

00:52:23: Du verrätst es nicht.

00:52:24: Na ja ich habe einen Vertrag unterschrieben, ich muss ja warten.

00:52:28: Also ich muss bis Ende April warten, bis die Entscheidung der Gefallen ist ob wir's weitermachen oder nicht Und bis dahin kann ich auch andere Sachen nicht zusagen.

00:52:37: Aber ich nutze die Zeit eben zum Schreiben, ich find's grad super!

00:52:40: Ich darf Interviews geben und ich bekomme lustige Fragen.

00:52:45: Ich genieße die Zeit grad total von bevor das rauskommt.

00:52:47: Also wenn es jetzt dann raus kommt... ...und dann kann ich mich entweder mache jedes oder halt was anderes?

00:52:54: Ja, dann drücken wir die Daumen dass es weiter geht und danken dir für das super-lustige Gespräch.

00:52:59: Danke, danke für die Einladung.

00:53:01: Ja, das war's schon wieder mit Serienreif.

00:53:03: Wenn euch dieser Podcast gefallen hat, freuen wir uns über eine Fünf-Sterne-Bewertung!

00:53:08: Empfehlt uns gerne auf sozialen Plattformen weiter und damit ihr keine Folge verpasst.

00:53:12: Abonniert uns wo auch immer ihr eure Podcasts hört.

00:53:15: Wir danken Christoph Neu wird an den Regeln und Euch fürs Zuhören bis zum nächsten Mal.

00:53:19: Frohes Schauen und Bye bye!