Der STANDARD-Podcast über Serien und alles, was dazugehört
00:00:06: Ich liebe chaotische Verhältnisse.
00:00:09: Ernsthaft?
00:00:09: Das hätte ich mir
00:00:10: nicht von dir gedacht.
00:00:11: Doch, es gibt mir das Gefühl, produktiv zu sein.
00:00:14: Okay, so habe ich das noch nicht gesehen, aber klingt spannend.
00:00:26: Ich bin Michael Steingrubber
00:00:27: und ich bin Doris Priching.
00:00:28: Ihr hört Serienreif, den Podcast über die unordentliche Welt der Serien.
00:00:33: Wir widmen uns heute einer Serie, die viel Unerwartetes verspricht und wie ihr, liebe Hörerinnen und Hörer wisst, kann auch bei uns alles passieren.
00:00:41: Genau
00:00:42: und damit wir für alle Überraschungen gewappnet sind, haben wir heute einen Meister dieses Genres zu Gast.
00:00:48: Live zugeschalten.
00:00:49: bei uns ist Jan Georg Schütte, Schauspieler, Regisseur und Serienerfinder.
00:00:53: Er hat schon ganz viele Improvisationskomödie gemacht, wie Klassen treffen, das Fest der Liebe, das Begräbnis.
00:00:59: Und jetzt ganz neu die Hochzeit.
00:01:01: Das kann man im ersten sehen und auch auf der ARD-Mediathek abrufen, sogar ohne Geoblocking.
00:01:07: Hallo, lieber Jan.
00:01:08: Hallo!
00:01:08: Aktueller Anlass ist, wie gesagt, die Improvisationskomedy, die Hochzeit.
00:01:12: Jan, erklär uns doch bitte mal kurz, worum es da geht.
00:01:15: Geht um ein junges Paar, die heiraten wollen und es sind zwei Piskis aus Norden Deutschlands, die teilweise der geneigte Serientenner vielleicht schon kennt von dem Begräbnis oder im Fest der Liebe, zumindest die beiden Damen und die haben sich einen Österreicher dazu gesucht, der.
00:01:32: Ein Influencer ist und viele Follower hat und die eine von denen will den heiraten, aber tatsächlich in erster Linie, um die Follower abzugreifen, um auf Social Media zu punkten.
00:01:40: Die beiden Frauen wollen damit auch ein Business-Launch.
00:01:43: Und dann kommt aber auch die Familie von den Damen dazu und so trifft sozusagen die eine Lathana, also Mecklenburger Familie auf eine Tiroler-Familie.
00:01:52: Und da gibt es viele Missverständnisse und viel Chaos.
00:01:55: Bis am Ende sieht es in einer guten komödiantischen Serie auch ist, sich dann doch die Richtigen finden.
00:02:00: Jan, du hast Regie geführt, das Drehbuch hast du geschrieben mit Sebastian Schulz.
00:02:04: Es gibt einen total illustren Cast.
00:02:07: Mit dabei sind unter anderem Tobias Moretti, David Strisoff, Anja Kling, Martin Brambach, Josefine Bloheb und ganz viele mehr.
00:02:15: Das Besondere daran ist, es gibt kein Drehbuch, es sind zwei Drehtage und es gibt aber fixe Spielregeln.
00:02:23: Wer ein bisschen einen Einblick in den Film hat, weiß, filmen folgt normalerweise einem extrem getakteten Plan.
00:02:29: praktisch nichts wird hier dem Zufall überlassen.
00:02:32: Das ist sozusagen ganz das Gegenteil, was bei euch passiert ist.
00:02:37: Erklär uns doch bitte mal ein bisschen, wie läuft das ab, wenn es kein Drehbuch gibt?
00:02:41: Ist das völliges Chaos?
00:02:43: Nee, völliges Chaos ist das nicht.
00:02:45: Aber es ist schon mal eine extreme Nervensache für alle Beteiligten.
00:02:50: Also das gibt ja solche und solche Arten zu improvisieren.
00:02:53: Und meine Art ist die radikalste.
00:02:57: Damit auch für das Team und die Regie und Kamera und die ganze Technik.
00:03:00: die schlimmste Art.
00:03:02: Weil die tatsächlich, die Schauspieler, die kriegen nur Informationen über ihre Rollen.
00:03:07: Und dann treten alle an zum Set.
00:03:09: Es wird nicht probieren.
00:03:10: Also kein Schauspieler probiert irgendwas vorher.
00:03:13: Und dann werden die mit ihnen Informationen zu ihren Rollen und zu den Figuren und in Beziehung zu den anderen losgelassen und durchleben wirklich diesen Tag.
00:03:20: Also wir haben einen ersten Tag, haben wir dann fünfzig Kameras vor Ort.
00:03:25: Das wird wochenlang vorher vorbereitet, das Motiv.
00:03:28: Da werden witzliche Wände gebaut, damit da Kameras sich verstecken können.
00:03:32: Die Kameraleute üben ganz viel, alle möglichen Situationen durch.
00:03:35: Was könnte passieren, wenn die da hingehen, was da, was da?
00:03:38: Dann wird alles sehr aufwendig mit wohnhabeln.
00:03:43: Also der Ton muss ja überall empfangbar sein.
00:03:45: Und überall gibt es kleine Sender verstärker Stationen, dass wirklich die Schauspieler nicht komplett frei bewegen können.
00:03:51: Und dann wird, in dem Fall, glaube ich, nur vor zehn Stunden.
00:03:55: durchgespielt.
00:03:56: Dann wird wirklich von Beginn der Hochzeit bis zum Ende, wird das ganze Geschehen durchgespielt und wir zeichnen das auf und dann gucken wir aus, da war rausgekommen.
00:04:05: Also am nächsten Tag machen wir noch mal, gucken wir uns das Material ein bisschen an im Logiteam und dann haben wir für den zweiten Tag noch so Möglichkeiten, Situationen die nicht ganz so geklappt haben oder die wir noch extra brauchen oder so noch nachzutellen.
00:04:18: Wie viel Zeit liegt da zwischen der Information über die Rolle und dem Drehtag dann?
00:04:22: Also wie viel Zeit haben die Darsteller und Darstellerinnen sich davor zu bereiten?
00:04:26: In der Regel die ganze Menge.
00:04:27: Also ich glaube in diesem Fall war das mindestens ein Vierteljahr oder so.
00:04:32: Die können sich schon, also wenn wir das Setting haben, weil in diesem Fall uns verlegt haben, Menschen würden gerne Hochzeit machen und dass die Leute sollen heiraten, das könnte ungefähr passieren.
00:04:43: fangen wir an sehr frühzeitig zu casten für die Rollen und dann besprechen wir mit den Schauspielern auch zusammen die Figuren.
00:04:49: Also, wir haben erstmal so eine grobe Anlage dafür, aber wenn wir dann Schauspieler gefunden haben, die das spielen wollen sollen, dann basteln wir mit denen zusammen weiter an der Figur angestarkt.
00:05:00: Und dann nehmen die nicht unerheblichen Einfluss drauf und darum können sie sich wirklich in die Figur richtig reinbegeben.
00:05:06: Du hast jetzt gesagt, es gibt keine Proben, aber weißt du, sprechen Sie sich dann auch untereinander ab im Vorfeld?
00:05:12: Ja, ja, also die, die sich kennen, z.B.
00:05:15: als ich jetzt hier, die beiden Jungs, der Felix Euthinger und der andere, die beiden Felixe, die spielen zwei Kumpels.
00:05:24: Und die mir haben sich vorher ganz viel abgesprochen.
00:05:27: Wir sind auch vorher zusammen mal in Trinken gegangen und haben sich ihre Biografien überlegt und so.
00:05:32: Genauso hat Tobias Moretti mit seiner Partnerin sich auch vorher getroffen und überlegt, wie ist unsere Beziehung gewesen, was haben wir bis jetzt erlebt und so.
00:05:40: Das ist sehr gewollt.
00:05:42: Aber die Figuren, die sich nicht kennen, da will ich auch nicht, dass die Schauspieler groß miteinander ausabfallen.
00:05:48: Weil die lernen sich dann ja auch ein Set kennen.
00:05:49: Spannend.
00:05:50: Also das heißt, die Figuren, die schon da waren, die wissen natürlich auch, welche Rolle sie spielen und wie sie wieder zusammen interagieren.
00:05:58: Aber die, die neu dazukommen, wissen tatsächlich nichts.
00:06:01: Also die wissen nicht, wo sie hinkommen wahrscheinlich schon, oder?
00:06:04: Wissen die, dass sie in dem Fall...
00:06:06: Ja, genau.
00:06:06: Also jetzt die von Martin Brambach und Anja Klink, zum Beispiel, die spielen ja die beiden aus dem... Dorf, in Mecklenburg.
00:06:12: Und die hatten das Motiv schon gesehen.
00:06:15: Das spielen sie dann, oh Gott, hier kommt zum ersten Mal dieses Hotel an.
00:06:18: Aber sie wussten überhaupt nicht, welche Rolle jetzt Tobias spielt zum Beispiel.
00:06:22: Also was ist der, wie steht der Zürich?
00:06:24: Weil die Figuren kannten den noch nicht und da mussten sie auch Haus finden im Spiel.
00:06:28: Ist ja nur der Vater oder ist ja der Onkel?
00:06:30: oder was macht diese Frau da noch dabei?
00:06:33: Das mussten sie alles rausfinden.
00:06:34: Das ist auch der große Spaß für die Schauspieler.
00:06:37: Und wie darf man sich den Dreh dann vorstellen?
00:06:39: Das ging dir alles recht romantisch in einem schönen Hotel, in den Kitzbühler Alpen, vielleicht auch noch Traumwetter und total entspannte Crew.
00:06:46: War das so oder ist das eben ein bisschen zu romantisch?
00:06:49: Das war wirklich
00:06:50: schon romantisch.
00:06:52: Also der Hintergrund für uns, der Techniker.
00:06:55: Ganz fürchter ist echt der blanke Stress.
00:06:58: Wir hatten eben dieses Motiv, diese wunderbare Alpen und hatten diese beiden Drehtage irgendwann festgesetzt.
00:07:04: Und da muss man sich vorstellen, da sind ungefähr hundert Leute am Start da oben.
00:07:07: Allein schon die fünfzig Kamera-Leute, dann die Requisiteure und Requisiteurinnen und Ton und alles.
00:07:12: Das ist Wahnsinn, was da am Start ist, mit den Inklusive dieser Riesenbündel von Schauspielern und Masse und Kostümen und so.
00:07:19: Und dann guckt man, wie gebannt auf dem Wetterbericht, weil wenn wir in dieser Alen da oben an dem Tag Regen gehabt hätten, dann das wäre der Wahnsinn gewesen.
00:07:28: Also da zittert man schon sehr vorher.
00:07:30: Na was hättet ihr gemacht?
00:07:31: Was hättet ihr gemacht, wenn es geregnet hätte?
00:07:34: Hätte mir durchziehen müssen.
00:07:35: Hätte mir das Ding mal regend drehen müssen.
00:07:37: Hätte mir vielleicht, wenn man Glück hat, irgendwann reißen einmal die Wolken auf und man sieht, oh, wir sind in Bergen.
00:07:43: Wird das nicht?
00:07:46: Heiraten im Nebel gemäht.
00:07:47: Also, wir haben ganz andere Serie geworden.
00:07:49: Wir haben wirklich wahrscheinlich vom Charakter komplett anders geworden.
00:07:52: Da ist schon viel Stress dahinter.
00:07:56: Der gehört aber auch mit dazu.
00:07:57: Und auch die Schauspiel sind unsinnig aufgeweckt vorher.
00:08:00: Weil die jetzt sehr sowas ... Nur ganz selten machen.
00:08:04: Das gehört dazu.
00:08:06: Wir haben sich dann die Schauspielenden getan.
00:08:08: Bei Tobias Marrette hat man das Gefühl, er liebt es.
00:08:11: Andere scheinen sich vielleicht nicht ganz so wohl zu fühlen.
00:08:15: Welche Ideen haben dich am meisten überrascht?
00:08:17: Zum Beispiel denke ich an den Tinnitus, den der Tobias Moretti plötzlich hatte oder der fight zwischen dem Martin Brandenbach und dem David Streisoff, wo sie in das Pool hineinplatschen oder aber auch eben halt wieder Moretti dann den Altar für seine verstorbene Frau zu drüben hat.
00:08:32: Ich sage das jetzt alles, weil wir auch Spoilern dürfen, das Wissen unsere zu hören.
00:08:38: Wie haben sich die geplant?
00:08:39: Ein paar Sachen sind auch geplant.
00:08:40: Zum Beispiel dieser Fight in Pool, der war geplant.
00:08:43: Weil das ist, kann man dann nicht gar zu Sportan machen, einen Kampf, dann darf ja niemand was passieren und so.
00:08:49: Und dann haben die das nur angedeutet und den haben wir am zweiten Tag noch mal in Ruhe gedreht.
00:08:54: Weil da muss dann auch jemand den anderen unterdückern und so.
00:08:56: Und das haben wir dann im heißen Geschehen zu viel.
00:09:00: Und auch die Zerstörung des Althars, den haben wir am zweiten Tag noch mal gemacht.
00:09:03: Den durfte Tobias auch nur andeuten.
00:09:05: Aber so sagen wir diesen Song, den er da gespielt hat, der hatte ja so ein lustiges Lied da auf einem Abzettel.
00:09:10: Das hat er mir vorher angedeutet, dass er so ein Lied hat.
00:09:13: Wir mussten ja auch checken, dass er in den Rechten ist.
00:09:15: Und wann er das dann einsetzt und wie er das einsetzt und so, das ist dann überraschend.
00:09:18: Das ist dann auch für die Kollegin total überraschend gewesen, dass er da wo es anfängt.
00:09:23: Aber gab es welche, wo du gesagt hast, ja okay, also ich sehe jetzt da ganz eindeutig.
00:09:27: Dem taugt es total, das zu improvisieren und andere, wo man sagt, okay, also da muss ich irgendwie ein bisschen beruhigen, weil es ist zu viel Aufregung drinnen, zum Beispiel.
00:09:37: Ja, das gibt es ja, wenn ich jetzt aber keinen Namen nenne, sagen wir mal so, das finde ich dann immer ein bisschen gemein.
00:09:42: Da hat der eine oder andere dann mehr Schwierigkeiten.
00:09:44: Ja, aber ich weiß zum Beispiel bei Martin und Anja, die machen das jetzt schon lange.
00:09:49: Baden darin.
00:09:50: Die haben einfach einen irren Spass daran.
00:09:52: Martin war mal von einer der Klingen.
00:09:54: Die sind für mich irgendwie echt ein DREAM, also die kommen an und das merke ich, da muss ich gar nicht mehr helfen.
00:09:59: Und bei den Neuen muss man manchmal ein bisschen helfen und sagen, hey, jetzt ist es auch gut und du kannst da ruhig weitergehen oder traurig ruhig oder so.
00:10:07: Weil das für die dann natürlich dieser Aufriss, wenn die das sehen, dass da diese Fünfzigkameras so umwuseln, ist das auch nimmt einem, kann ein bisschen eine Art entnehmen.
00:10:14: Das ist schon ein ganz schöner Rupensteller ankommt.
00:10:17: Jan, du hast jetzt vorhin schon fünfzig Kamera-Leute erwähnt.
00:10:20: Das kann man sich als Außenstehender ja voll schwer vorstellen.
00:10:23: Ist da auch das Motto Improvisation oder wie koordiniert man denn das?
00:10:27: Ja, die üben tatsächlich zwei Wochen lang vorher da in dem Motiv.
00:10:31: Die haben dann so verschiedene Positionen.
00:10:33: Also es gibt welche, die immer fest an manchen Orten sind.
00:10:36: Also einer ist zum Beispiel immer fest im Badelzimmer installiert, der oder die wartet die ganze Zeit, bis jemand kommt und im Badelzimmer spielt.
00:10:42: Wenn dann niemand ist, dann steht die da und wartet.
00:10:45: Und andere sind so ein mobiles Team.
00:10:46: Wir arbeiten so mit Untergruppen.
00:10:50: Dann haben die so vier oder fünf Kameragruppen.
00:10:53: Und sobald ein paar Schauspieler sich irgendwo hinbewegen, dann zischen die dahinter her.
00:10:56: Wir haben einen Überwachungsraum, also einen Regierer, mit den fünfzig Monitoren.
00:11:01: Und da sitzt dann der Chefkameramann, der Nico, und hilft den.
00:11:05: Also die haben alle natürlich ein Headset und sagt, pass auf, jetzt geht ihr alle rüber und was weiß ich, der Tupi ist gerade in die Kapelle gegangen.
00:11:11: Weil Leute bitte hinterher.
00:11:13: Und dann wissen die schon, welche beiden das sein müssen, weil die sind eben immer für die Außeneinsätze geplant und andere sind für die Inneneinsätze geplant.
00:11:19: Und die üben das im Grunde ein bisschen, die nennen sie mal Ballett.
00:11:22: Also, einer hat eine lange Brennweite, eine kurze Brennweite.
00:11:26: So, dass sie, wer geht nah ran, wer geht weiter weg, damit sie sich möglichst wenig selber finden.
00:11:31: Es gibt ja zwischendurch unglaublich witzige Situationen, wie es ist gelungen, dass die Schauspieler nicht gelacht haben oder haben sie eh gelacht?
00:11:38: und wir sehen es nicht.
00:11:39: Also, was für mich eine der Top-Szenen da drin ist, die ich eben, ich seh' das ja Tage dabei gar nicht mit, ich seh' das erst hinterher im Schnitt.
00:11:47: Es sind wunderbare Szenen, wo die beiden Männer, also der Böcki, was der Gustav spielt, der ist ja sein der Ex-Freund, der braut und ist ja noch immer in sie vernünft.
00:11:57: Und dann sind die beiden und bauen dieses Werbeparkat auf und dann ist der Felix der Art, ist er sehr kräftig und dann fangen die Männer so nur um.
00:12:05: Kraft-Challenge an.
00:12:06: Felix sagt, ja, bin ein bisschen kräftiger als du, du warst keine vernünftigen Geschütz.
00:12:10: Und dann haben die mit so einem Albernen-Challenge angefangen.
00:12:12: Und der Gustav hat irgendwann dann verkündet, dass er auch jetzt im Sex gut geworden ist, was er zwischen geübt hat mit der Nachbarin.
00:12:19: Und da war es so, dass es die Luise und Lena total geschmissen hat.
00:12:23: Und Gustav auch.
00:12:23: Die mussten immer wieder neu anwürzen.
00:12:25: So, wirklich so auch Albern.
00:12:28: Und dann gibt es aber den schönen Moment, wo Böcki, als du gespielt seid, Gustav, der hat dann angefangen zu weinen.
00:12:34: Das war, weil er so lachen musste, dass er das in den Weinen kippen konnte.
00:12:37: Und das Weinen konnten wir drin lassen.
00:12:40: Wir haben es dann so geschnitten, dass er dann denkt, er fängt an zu weinen, weil er muss selber so lachen, als ihn so aus der Bahn geschmissen.
00:12:46: Wahnsinn.
00:12:46: Und den Rest muss man natürlich im Schnitt korrigieren.
00:12:49: Ja, die harte Arbeit kommt ja wahrscheinlich erst hinterher.
00:12:52: Wie viel Material kommt da zusammen und wie viel Zeit verbringst du, beziehungsweise wie viele Leute sind da im Schneideraum?
00:12:59: Wie lang dauert dieser Nachbearbeitungsprozess?
00:13:02: Ich glaube, ein halbes Jahr ungefähr.
00:13:04: Wir sind zwischendurch ziemlich schnell.
00:13:05: Also an meinen ersten Filmen habe ich, das war nur neunziger, habe ich ein ganzes Jahr geschnitten.
00:13:10: Und hier sind es ja immerhin sechs Folgen.
00:13:14: Na, hat mir mal ein Jahr, wir haben zwei Editor.
00:13:16: Und ich und der Sebastian Schulz, mein Co-Regisseur, ist auch von Haus aus Editor.
00:13:23: Und wir gucken uns das auch alles an, so sind es ungefähr vier Leute, die da drauf gucken können.
00:13:27: Und dann gibt es aber auch noch ganz viele Hilfstrefte, die erst mal das Material anlegen.
00:13:31: Die ersten vier Wochen vergehen, um einfach alles anzulegen in eine große Timeline.
00:13:36: Und dann geht es ziemlich schnell, dass man merkt, das funktioniert und das funktioniert nicht.
00:13:40: Wir legen im Grunde eine Timeline für jede Figur an.
00:13:43: Dann hat man also, ich weiß nicht, ein großes Ensemble, zwölf Leute oder hat man zwölf Timelines und zwölf mal sieben oder acht Stunden, was das durchgelaufen ist.
00:13:51: Und die muss man sich dann auch angucken.
00:13:54: Da muss man durch, und zwar jeder von uns.
00:13:56: Und dann setzt man ganz schnell so die Punkte.
00:13:58: Aber es gibt in keiner Phase ein Drehbuch.
00:14:01: Genau, also wir machen dann schon, wenn wir das Material gesichtet haben, dann setzen wir uns zusammen und sagen, okay, dies und dies sind die Hauptpunkte, die brauchen wir nachher.
00:14:11: Und es gab im Vorfeld natürlich auch einige Punkte, also wir wussten ja, wie diese Hochzeit, da mache ich immer so abläufe, wie eine Hochzeit abläufe, es gibt eine Begrüßung, es gibt einen Essen, es gibt eine Entspannungsphase, dann gibt es die Zeremonie und so.
00:14:24: Und da hatten wir auch schon Sachen eingebaut.
00:14:26: Wir wussten auch schon, dass es scheitern würde.
00:14:28: Wir wussten, dass es eine Schlägerei geben wird.
00:14:31: Wir wussten, dass es so eine kleine Verschwörung geben wird.
00:14:33: Und diese Dinge, die werden dann auch abgearbeitet, also sie werden auch reingegeben.
00:14:38: Das sind dann Aufgaben für die Schauspieler und Schauspielerinnen.
00:14:41: Sie sagen, pass auf, so.
00:14:43: Irgendwann, wenn du merkst jetzt, dass die beiden ernsthaft sich z.B.
00:14:47: ineinander verliebt, das war die Aufgabe von der Simon.
00:14:50: Wenn du merkst, dass das Brautversicht tatsächlich ineinander verliebt, das musst du verhindern, in jedem Fall.
00:14:54: Ja, das darf auf gar keinen Fall passieren.
00:14:56: Damit weiß man dann, dass es irgendwann zum Eklat kommen muss.
00:14:59: Und diese Punkte arbeiten wir dann ab und das ist dann auf eine Art unser E-Buch-Fahrplan, den wir dann hinterher haben.
00:15:06: Du hast jetzt gesagt, ihr seid zu viert oder ihr wart zu viert im Schneideraum, aber ist man sich da immer einig oder ist das quasi gut, wenn man zu viert ist oder gibt es da auch irgendwie Nachteile durch unterschiedliche Meinungen?
00:15:18: Also natürlich gibt es da viele unterschiedliche Meinungen, weil wir sind inzwischen ziemlich gut auseinander eingespielt.
00:15:23: Aber hier gab es, ja, wir sind ja nicht zuviel im Schneideraum.
00:15:28: Also es sind zwei Editoren und ich gucke zu Hause drauf.
00:15:31: Und dann bildet sich jeder so seine Meinung.
00:15:33: Und hier gab es tatsächlich eine entschiedene Debatte.
00:15:35: Darum wollen wir schon am Anfang erzählen, dass diese Hochzeit eigentlich nur ein Feld ist.
00:15:38: Und darüber wollen wir es nicht erzählen.
00:15:39: Und darüber haben wir uns ganz schön die Köppe heiß geredet, auch mit der Redaktion zusammen.
00:15:44: Aber das sind immer sehr kreative Streits.
00:15:46: Und eventuell probiert man es dann aus.
00:15:48: Und dann sieht man so, ich war zum Beispiel wieder fest in Überzeugung, dass man das nicht verraten soll, dass das auch seit nur ein Fake ist.
00:15:54: Und so haben wir es alles darauf hingeschnitten, weil immerhin habe ich noch so die letzte kleine Chefposition.
00:15:59: Und dann hat es nicht funktioniert.
00:16:01: Und mein komisches Öff hatte die andere Meinung und dann hat er sich durchgewessen, haben wir es so gemacht.
00:16:06: Aber zehn Stunden ein Drehtakt.
00:16:09: Der zweite wird nicht kürzer sind, sind es dann zehn Stunden mit fünfzig Kameras.
00:16:13: Das heißt, im Endeffekt sind es dann.
00:16:15: Zweihundert Stunden Material.
00:16:17: Wie bewältigt man das?
00:16:18: Also ein halbes Jahr scheint mir da nicht zu hochgegriffen.
00:16:23: Den Überblick zu bewahren, kann man es einfach nicht vorstellen.
00:16:27: Wie schafft man das?
00:16:29: Also, da sind natürlich bei diesen zweihundert Stunden, da sind ja auch manchmal fünf Kameras auf einer Szene drauf.
00:16:34: Also, dann hat man diese Szene gesehen und das haben ja fünf Kameras gleichzeitig gefilmt oder die Großen Situationen, über mit zehn Kameras gleichzeitig.
00:16:42: Das reduziert sich dann ein bisschen.
00:16:44: Und tatsächlich ist es so, dass man sehr schnell merkt, diese Szenen funktionieren grundsätzlich und diese Sachen funktionieren nicht.
00:16:49: Also von diesen zweihundert Stunden fallen die ersten fünfzig Stunden schon nach einer Schnittwoche weg.
00:16:55: Und die zweiten, fünfzig Stunden fallen ja im Grunde schon eine zweite Woche weg.
00:17:00: Und dann wird es immer enger, aber das geht ziemlich fix.
00:17:03: Und viel ist das einfach auch technisch nicht gut.
00:17:05: Das fällt deshalb schon gleich raus.
00:17:06: Das muss ich mir dann auch nicht angucken, wenn es wirklich technisch völlig ums Lungen ist.
00:17:10: Aber man merkt ganz schnell, wo haben sich Schauspieler und Schauspieler dann zum schönen Spiel zusammengefunden?
00:17:16: Also ist wirklich was entstanden oder wo wird eigentlich nur umgestochert?
00:17:20: Und dann fliegen die Sachen auch schnell raus.
00:17:23: Es ist ja immer auch eine Gratwanderung, es sollte nicht zu albern sein, muss man Schauspielerinnen und Schauspieler manchmal bremsen, so dass sie nicht übers Ziel schießen.
00:17:32: oder wie behältst du da die Kontrolle, wo du sagst, ja ich will ja am Ende, will ich ja schon etwas sagen, was ich auch verwerten kann.
00:17:40: Die sollen jetzt auch nicht übertreiben, wie greifst du da ein in diesen Prozess?
00:17:46: Also meine Hauptaufgabe ist erst mal so klar zu machen.
00:17:50: Das ist eben durch diese lange Zeit, die wir laufen.
00:17:53: Ihr müsst nicht originell sein.
00:17:55: Also ihr könnt einfach diese Zeit durchleben.
00:17:57: Es geht nicht darum, hier einen Pointenfeuerwerk zu machen.
00:18:00: Und ich beruhige sie auch in dem Sinne, dass ich sage, ihr könnt gleich wissen, neunzig Prozent von dem, was ihr heute macht, fliegt in Müll.
00:18:07: Also ihr müsst keine Angst vorm Fehler zu machen.
00:18:09: Das ist sowieso neunzig Prozent, fliegt weg, muss wegfliegen.
00:18:12: Weil ich kann eine zweieine Stunde Serie machen.
00:18:14: Und das beruhigt manche auch ein bisschen.
00:18:16: Und dann ist es so, dass oft die erste Stunde ein bisschen überdreht ist.
00:18:21: Und da muss ich dann Sachen wegschneiden.
00:18:24: Und irgendwann entspannt sich das und die merken so, ey, komm, es ist ja wie ganz normales Leben.
00:18:29: Und dadurch wird es in der Regel nicht albern, finde ich.
00:18:34: Ich mach das Zuschauer aus dann.
00:18:36: Aber
00:18:36: dadurch, dass sie das durchleben können, wenn man jetzt wirklich nur einen kleinen Sketch spielt, ne, eine kleine Szene spielt so, zwei Minuten, dann kann man total hoch auftreten.
00:18:45: Aber das hält man ja nicht acht Stunden lang durch.
00:18:48: Deshalb ist die Albernheitsgefahr gar nicht so groß, es ist eher die Gefahr, sie sich zu trauen.
00:18:55: Also wirklich zu sagen, okay, ich traue das jetzt mal höher anzusetzen.
00:18:58: Das hat der Gustav Schmidt herrlich gemacht, finde ich, in der Rolle von Böcki.
00:19:01: Der ist ja schon ein paar Mal dabei gewesen, in den Davor haben wir nur ganz klein.
00:19:04: Und der hat echt, also das Ding ist hoch angesehen, das wir hier gemacht haben.
00:19:08: So, du erwartest an der einmalheißgrenze aus, musst du manches wegschneiden.
00:19:12: Aber da dich das so lange ist, ist es dann auch, ich finde, es ist sehr witzig geworden.
00:19:18: Das ist eine Nebenrolle.
00:19:19: Aber er hat die so hoch angesetzt und er hat sich selber so in den Schlamassel geritten, dass ich finde, das kann man so tun.
00:19:27: Ich habe es eingangs ja schon erwähnt, du hast viele Improvisationskommedys gemacht.
00:19:31: Für das Altersbühlen hast du auch einen Krimepreis bekommen und jetzt eben die Hochzeit.
00:19:36: Was reizt dich denn eigentlich an dem Format?
00:19:38: Also, da ich selber ja von Haus als Schauspieler bin, hat mich unglaublich gereizt daran, den Schauspieler die Freiheit zu geben, weil das zu machen, was ihr Beruf eigentlich ist.
00:19:48: Und zwar ist es einfach, ich stelle mir vor, ich bin jemand anders.
00:19:50: Das habe ich als Kind gemacht, dann bin ich ja noch ein Cowboy gespielt, habe mir vorgestellt, ich bin Old Shatterhand, und dann bin ich den Tag über meinem Cowboy rumgelaufen, war Old Shatterhand.
00:19:59: Machen alle Kinder, sie können das alle.
00:20:01: Das habe ich auch gemacht.
00:20:02: Ja, ne?
00:20:04: Und bei einem normalen Dreh ist es so, dass man natürlich Die Technik steht sehr im Vordergrund.
00:20:09: Also man geht zu einer bestimmten Linie, bei einem bestimmten Satz wirst du einen bestimmten Blick irgendwo hin, dann sagst du den Satz immer genauso und das machst du auch plötzlich weit auseinander aus verschiedenen Einstellungen.
00:20:19: Das ist eine komplett andere Arbeit.
00:20:21: Das ist oft sehr technisch und sozusagen die Innere Lebendigkeit und die Überraschung, sich überraschen zu lassen, dabei immer herzustellen, ist verdammt schwer und gelingt leider auch oft nicht, finde ich.
00:20:33: Ich höre so viel Papierrascheln.
00:20:35: Auch mehr in deutschen Produktionen als in amerikanischen.
00:20:37: Warum immer, die es besser können.
00:20:40: Und diese Improvisation bietet die Möglichkeit wirklich einmal durch und durch die Fantasie Chef sein zu lassen bei der ganzen Erzählung.
00:20:49: Und dadurch passieren natürlich viel mehr überraschende Situationen, weil die eben wirklich überrascht werden.
00:20:56: Wenn jetzt eben Tobias Moretti erfährt auf einmal, dass die beiden Frauen sagen, ja, wir haben euch nur verarscht, dann fällt ihnen ja wirklich die Flappe runter.
00:21:04: ist es schön, das dann auch in der Kamera zu sehen.
00:21:06: Es fällt so ihm in seiner Figur.
00:21:09: Also, es geht mir nie darum, die privaten Gefühle von Herrn Moretti oder von Anja oder Martin zu zeigen, sondern es ist ja immer durch den Filter der Figur und diese Momente der wirklichen Überraschung, des wirklichen Erschreckens und des wirklichen Stolperns zu sehen, die sind natürlich durch Infosation viel mehr gegeben.
00:21:25: Wann ist dir denn die Idee gekommen?
00:21:27: Zum ersten Mal, du möchtest sowas machen.
00:21:30: Und wie schwer oder wie leicht war es dann, den Sender, nämlich die ARD, zu überzeugen, dass man sich darauf einlassen kann und dass das was werden kann?
00:21:38: Also die Idee hatte ich, glaube ich, im Jahr zwei tausendfünf.
00:21:41: Und da war ich, ich war bis dann viel am Theater gewesen, da hatte ich in Hamburg am Talier Theater gespielt.
00:21:45: Wir waren auch sogar mein Burg Theater zuerst gewesen da.
00:21:48: Und ich merkte aber, dass meine Theater-Karriere mir nicht weitergehen.
00:21:51: Was für einen Grund auch immer.
00:21:52: Ich langweilte mich immer selber auf der Bühne.
00:21:54: Und dann habe ich gesagt, jetzt fäll ich damit mal auf und will zum Film gehen.
00:21:57: Da hat aber keiner auf mich gewartet, dann fäll ich.
00:22:00: Und dann dachte ich, na ja, die Drehbucher sind eh schlecht, dann schreibe ich selber welche.
00:22:03: Und
00:22:03: dann schrieb ich und hab selber schlechte Drehbucher geschrieben.
00:22:07: Das musst du bei der Gelenke an Schlecht sein.
00:22:10: Einfach, Schleher ist ein gutes Drehbuch zu schreiben.
00:22:12: Und dann dachte ich ja dann, ob ich auch die Drehbuchschreiber und hab ein paar Kollegen vom Theater eingeladen.
00:22:18: Das war damals Susanne Woll, Stefan Schaar und ein paar andere.
00:22:22: Zu mir nach Hause für so einen kleinen Impro-Nachmittag und hatte denen wirklich nur so rollen Biografien geschrieben und ein paar Freunde von mir sind gekommen mit Kameras und das waren damals so diese Mini-HD-Dinger.
00:22:32: Und dann hat tatsächlich noch netterweise jemand ein paar Mikrofonen aufgehängt und dann habe ich das gefilmt, wollte das hinterher zusammenschneiden an so einem gekrägten Aldeerechner, um daraus ein Drehbuch zu schreiben.
00:22:43: Und dann steht ich das zusammen mit zweieinfantig Abstürzen von dem Allgerechner immer wieder und hatte dann irgendwann eine dreiviertel Stunde und habe das dann den Kollegen in meinem Schlafzimmer, wo mein Fernseher stand, eines Nachmittags gezeigt.
00:22:55: Und es war ein so sensationelles Screening, dass wir alle sicher waren, ey, das ist ein Film.
00:23:00: Wir haben ein Film gemacht, wir wussten das gar nicht.
00:23:03: Und dann hatten wir das, das war ein Nachmittag so gedreht, dann dachten wir, das sind jetzt forty-fünf Minuten Filmen.
00:23:08: Dann habe ich das im Taliertheater zeigen dürfen, diesen Film.
00:23:11: Und der ging total ab.
00:23:12: Da hatte ich aber erst schon vierzig Minuten, aber ein Stiefel in der neunzig Minuten haben wir gesagt, wir machen noch einen Nachmittag.
00:23:18: Dann kriegen wir vielleicht wieder schon vierzig Minuten raus und gesagt, getan haben wir noch einen Nachmittag geworden.
00:23:23: Alles zu lau, ne?
00:23:23: Also ich hab nichts investiert.
00:23:26: Und dann hat mir tatsächlich nochmal vierzig Minuten Filme raus und wurden mit diesem Produkt bei Max Ofels Festival eingeladen.
00:23:33: Der Film hier ist Swinger Club.
00:23:34: Kann ich total empfehlen, der ist wirklich lustig geworden.
00:23:37: Und.
00:23:38: Dort fanden wir auch einen Verleih und die haben das wirklich bundesweit in den Kinos gebracht.
00:23:42: Die sind wirklich auf kröggeligen HD-Kameras bei mir zu Hause gedreht worden.
00:23:46: Und von dem Moment an wusste ich, oh, das ist eine Art, die man filmen machen
00:23:50: kann.
00:23:50: Super.
00:23:51: Du trittest ja manchmal auch selber auf und dieses Mal bild ich mir einen aber nicht, oder?
00:23:57: Warst du selber nicht dabei?
00:23:59: Ja, dort gibt es einen sehr unglücklichen Auftritt von mir.
00:24:02: Irgendwann schleppe ich so diese Schuhe mit dem Betonblock.
00:24:05: Das bin ich.
00:24:06: Das habe ich übersehen.
00:24:06: Das
00:24:06: hat jemand total verstört.
00:24:08: Ah, okay.
00:24:09: Ich weiß schon.
00:24:10: Das habe ich nicht erkannt.
00:24:13: Ja, sehr gut.
00:24:13: Das ist auch ein miserabler Auftritt.
00:24:14: Man sieht irgendwann nur einen total gestressten Typen.
00:24:16: Der ist sehr schlecht, dass Gewicht eines Zementblocks spielt.
00:24:20: Also, der Ausspieler spielt halt die Miete in diesem Fall.
00:24:24: Ich fand es überzeugend.
00:24:26: Also, ich kann mich nicht mehr an deinen Gesichter erinnern, was schlecht ist für mich, für meinen Personengedächtnis.
00:24:32: Aber ich habe schon gedacht, dass dieses Gewicht sehr, sehr schwer ist.
00:24:38: Und wie geht es weiter?
00:24:39: Welche Projekte erwarten uns zukünftig?
00:24:41: Also ich hab ja auch so Projekte, die ich immer mit Lars Jesen und Charlie Hübner zusammen mache.
00:24:46: Da haben wir uns gemeinsam den zweiten Grimmöpereis gewonnen, dass das für immer Sommer.
00:24:49: neunzig heißt, der Film, so neunziger.
00:24:52: Und letztes Jahr, Micha denkt groß.
00:24:54: Und da arbeiten wir auch mit Improvisationen, aber ein bisschen anders, also es gibt schon ... drehen wir immerhin eine ganze Woche für den Neunziger.
00:25:01: Und es gibt schon Settings, die wir vorher wissen und wieder wir holen auch was.
00:25:05: Und bei den Sachen spiele ich dann auch mit, weil Lars ist ein toller Regisseur.
00:25:09: Und dann sind wir zu zweit in der Kamera.
00:25:11: Und wenn ich selber mit Spielen ist, ist er immer allein.
00:25:13: Und da planen wir jetzt, was Neues zu machen in diesem Team Charlie, Lars und ich.
00:25:19: Es geht in weite Sinne um die Bundeswehr.
00:25:21: Es ist ein Thema, was mich irgendwie bockt gerade.
00:25:23: Es liegt so auf der Straße ziemlich.
00:25:25: Und gibt es da schon einen Zeitplan?
00:25:27: Nee.
00:25:27: Noch nicht.
00:25:28: Wir müssen die ARD noch umfolgen.
00:25:31: Ist das schwierig?
00:25:33: Also, es war bisher eigentlich nicht so schwierig, weil das war wirklich toll.
00:25:36: Also, weil ihr vorhin gefragt habt, wie schwer das war, erst mal die ARD an Start zu kriegen.
00:25:40: Manchmal war das dausch schwer.
00:25:41: Also, das Fingerklub habe ich schon mich alleine gemacht.
00:25:43: Da habe ich doch den zweiten Film, die Glücklichen, gemacht.
00:25:45: Und dann, dritten Film, leg ihn um.
00:25:47: Und dann habe ich Hörspiele gemacht.
00:25:49: Und da war dieses Altersdönen ein Hörspiel.
00:25:51: Und das haben sie dann gehört.
00:25:53: Dann habe ich es geschafft, aber nur wegen diesem Mega-Promikast, den ich ihn dann, den muss ich liefern.
00:25:58: Wenn du jetzt ganz prominente Leute, dann lassen wir uns auf dieses Abenteuer mit dir ein.
00:26:01: Das war dann dieser große Erfolge, Altersglön.
00:26:04: Das hat wirklich lange gedauert, aber als es dann funktioniert hat, Altersglön und danach noch Wellness für Paare und Klassen treffen, dann haben sie es geglaubt und dann lief es wirklich toll.
00:26:12: jetzt die letzten Jahre.
00:26:14: Ich habe jedes Jahr eine so eine Serie rausgehauen.
00:26:17: Und im Moment stockt es ein bisschen.
00:26:19: Es sind vielleicht auch ein paar andere, die gerade angesagt sind, so die Discounter und solche jungen Menschen, die da gerade abgefeiert werden zu Recht.
00:26:26: Ich finde, dass sie beides zurückmachen.
00:26:28: Und da hakelt es jetzt bei mir ein bisschen, aber mal sehen.
00:26:31: Ich glaube, es geht weiter und ich bin da sehr gut in Mutis.
00:26:34: Wir hoffen es natürlich sehr.
00:26:36: Wir brauchen jetzt auch noch unbedingt von dir lieber Jan einen sehreren Tipp, weil wir den von allen unseren Gästen erbitten.
00:26:45: Ja.
00:26:45: Welche Serie schaust du im Moment?
00:26:47: Beziehungsweise, welche Serie kannst du empfehlen?
00:26:51: Weiß ich nicht.
00:26:51: Ich hab eine Serie, die ich gesehen hab, zumal weiß ich immer amerikanisch, ist aber Beef.
00:26:55: Die fand ich super.
00:26:57: Fand ich echt cool.
00:26:58: Und jetzt bin ich zufällig reingeraten auf der Reise in einer Serie, die heißt Mo, Mohammed wahrscheinlich.
00:27:06: Also was bei Beef wirklich toll ist, spielt in den USA, in dem chinesen Dissidenten, also chinesische Einwanderer, Migranten.
00:27:15: Und es sind zwei Amerikaner, aber mit chinesischen Wurst sind die da wirklich in einen unfassbaren Streitmännerne geraten, ein Mann und eine Frau.
00:27:23: Also das ist so toll, beginnt mit so einem Autonärferei, einer parkt falsch aus und dann ist der andere davon genervt und die geraten in so einen Hass rein.
00:27:32: Und das ist sehr lustig und natürlich liegt darunter im Grunde, dass das dann auch eine Anziehung ist, dass das mir von dem Energieniveau dieser Schauspieler sensationell gefallen.
00:27:44: Und dieses Mo jetzt, das ist, glaube ich, auch eine Amerikanische.
00:27:47: Das spielt in dem arabisch-muslimischen Immigranten-Menü in den USA.
00:27:53: Und das hat mir deshalb so gefallen, weil ich tatsächlich letztes Jahr auch ganz viel gedreht habe mit arabischen Kollegen in Deutschland.
00:28:00: Eine Serie, die City of Bled, die glaube ich dennächst auch rauskommt.
00:28:05: Und da hat mir so ein Spaß gemacht mit den Jungs.
00:28:07: Dann hat der Fastenbrechen gemacht und ich war noch nie so tief in dieser arabischen Szene drin.
00:28:12: Und darum hat mich das jetzt total gebockt.
00:28:13: Und mein Kollege hieß auch Mo, fährt da auf.
00:28:17: Das Auffeinanderprallen von christlicher und arabischer Kultur und so, das wird da wunderbar behandelt.
00:28:24: Sehr lustig und tolles Schauspiel.
00:28:27: Beide sehen mich in großem Tipp.
00:28:29: Wunderbar.
00:28:29: Dann sage ich vielen herzlichen Dank, lieber Jan.
00:28:32: Wir deine Expertise für deine Schilderungen.
00:28:34: Danke
00:28:34: schön.
00:28:35: Danke.
00:28:35: Danke an euch.
00:28:37: Ja, das war's auch schon wieder mit Serien Reif.
00:28:39: Wenn euch dieser Podcast gefällt, empfehlt uns gerne auf allen sozialen Plattformen weiter und ganz grundsätzlich freuen wir uns sehr über eine fünf-Sterne-Bewertung, damit ihr keine Folge verpasst, abonniert uns, wo auch immer ihr eure Podcasts hört.
00:28:54: Wir danken Christoph Neubert an den Regeln und euch fürs Zuhören.
00:28:57: Bis zum nächsten Mal und frohes Schauen.
00:28:59: Bye, bye.